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Freitag, 26. Februar 2016

Schüler wollen helfen

Projekt "Sicher online mit Surfschein" offiziell beendet

Sicher online mit Surfschein 

Speyer. Knapp ein Jahr ist vergangen, das Projekt nun offiziell beendet. Zeit genug, um Bilanz zu ziehen. Das haben die Teilnehmer von „Sicher online mit Surfschein“  getan – und kurzerhand beschlossen, dass das Projekt noch nicht beendet ist.

Mittlerweile kennen sich die Schüler der Siedlungsschule in Speyer und der Pestalozzischule in Bobenheim-Roxheim ziemlich gut. Obwohl die Gemeinde doch relativ weit von der Stadt entfernt liegt. „Über 35 Kilometer, um genau zu sein“, weiß Schülerin Monique. Der Textnachrichtendienst „Whats App“ wird beiden Gruppen helfen, diese Entfernung auch in Zukunft zu überbrücken: Die Schüler wollen eine Whats-App-Gruppe gründen, um sich weiterhin über die neusten Entwicklungen an ihren Schulen auf dem Laufenden zu halten. Sie überlegen auch, gemeinsam einen Aufklärungsfilm über Cybermobbing zu drehen.

Der Anlass zur Gründung des Projekts war im Prinzip kein schöner. Lehrer, Sozialarbeiter und das Team des Caritas-Zentrums in Speyer haben in den vergangenen Monaten einen erschreckenden Trend ausgemacht: Immer mehr Jugendliche und Kinder werden Opfer von Cybermobbing und Sexting. Um dagegen etwas zu tun, hat das Caritas-Zentrum in Speyer mit seinem Kinderschutzdienst „Sicher online mit Surfschein“ entwickelt. Das bislang einmalige Projekt startete im April 2015 an zwei Realschulen Plus mit dem Ziel, den Schülern zu zeigen, wie sie verantwortungsbewusst mit den sozialen Medien umgehen.

Mit der Umsetzung des Projekts wurde Medienpädagogin Michaela D. Brauburger beauftragt. Sie sensibilisierte Lehrer, Sozialarbeiter und Schüler, damit sie Opfer von Cybermobbing erkennen und ihnen helfen können. Für die Erwachsenen aus dem Schulumfeld gab es Workshops und einen Studientag zum Thema, einige Schüler der Klassen sieben bis neun bildete Brauburger zu „Smarter Online Coaches“ aus. Sie lernten in einem Seminar außerdem, was Cybermobbing ist, was das Recht am eigenen Bild bedeutet und wie man sich im Netz vor Beleidigungen schützen kann. Die „Smarter Online Coaches“ wollen nun vor allem den jüngeren Schülern an ihrer Schule helfen und sie aufklären.

Und wie fanden die Schüler das Projekt? „Ich fand vor allem die Vorträge für die jüngeren Schüler toll“, sagt Andi, „dabei wurde ihnen erklärt, was Cybermobbing ist“. Und Doreen hat das Seminar besonders gut gefallen: „Da haben wir erfahren, wie wir den jüngeren Schülern helfen können, zum Beispiel mit den Einstellungen bei Whats App.“ Sven sagt: „Ich finde es toll, dass wir eine Präsentation erarbeitet haben, mit deren Hilfe wir die Fünftklässler über Cybermobbing informieren können.“ Der Aussage von Schüler Marco stimmen dann alle eifrig zu: „Heute haben wir uns nicht das letzte Mal getroffen. Wir wollen ja helfen, und das auch in Zukunft.“

So viel Engagement freut natürlich Lehrer, Schulleiter und die Medienpädagogin Brauburger: „Das war wirklich eine coole Truppe, die sich gut beteiligt hat“, lobt sie. Und Lehrer Marco Coppola von der Siedlungsschule sagt:  „Wir wollen euch Schülern danken, dass ihr so viel Engagement gezeigt habt.“ Sein Chef, Schulleiter Peter Ertel, überlegt, die „Smarter Online Coaches“ in die Streitschlichter-AG aufzunehmen. Und auch Eva Brüning, Schulleiterin der Pestalozzischule in Bobenheim-Roxheim, möchte das Projekt dauerhaft integrieren.

Eine positive Nachricht konnte Margrit Sattel vom Caritas-Kinderschutzdienst am Ende noch verkünden: „Das Projekt liegt uns sehr am Herzen, und wir wollen es unbedingt weiterführen.“

Text: Caritasverband für die Diözese Speyer / Foto: Corina Merkel

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