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Dienstag, 14. Februar 2017

Syrische Tänzer bereichern interkulturellen Abend

Ehrenamtliche organisieren Fest mit 120 Gästen in Landau

Beim Männertanz, wie er auch auf syrischen Hochzeiten getanzt wird, schlossen sich spontan weitere Gäste an. 

Landau. Miteinander essen und feiern, unterhaltsam etwas über andere Kulturen erfahren und von der eigenen erzählen: Das war die Intention, die dem „Interkulturellen Abend“ zugrunde lag, zu dem „loslandau.de“ am vergangenen Freitag ins Pfarrheim St. Albert auf der Wollmesheimer Höhe eingeladen hatte. Das unter dem Dach des Caritas-Zentrums Landau geknüpfte Netzwerk, das aus der „Landauer Orientierungs- und Schulungsreihe“ (LOS) hervorgegangen ist, unterstützt Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit.

Rund 120 Gäste unterschiedlicher Nationalitäten, vielfach als ganze Familien vertreten, waren der Einladung gefolgt. Sie erlebten kurzweilige und genussvolle Stunden. Die Idee zu diesem „Interkulturellen Abend“ war im vergangenen Herbst in der Projektgruppe „Tandem“ des Netzwerks von „loslandau.de“ aufgekommen, berichtete Alexandra Grünstäudl-Philippi, die die Begrüßung und die Moderation des Abends übernommen hatte. Grünstäudl-Philippi begleitet und koordiniert im Auftrag der Caritas Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit - die Stelle konnte im Mai vergangenen Jahres mit Unterstützung der Fernsehlotterie geschaffen werden. 

Zwei weitere Projektgruppen - das „Frauen-Sprachcafé“ und die „Dolmetscher“ - hätten sich dann für Vorbereitung und Organisation der Veranstaltung engagiert, so Grünstäudl-Philippi weiter, die sich bei den Hauptorganisatoren auch namentlich bedankte.

Das Programm begann mit Fotorätseln nach „Dalli Klick“-Manier, bei denen vom jeweils zu erratenden Motiv nach und nach einzelne Segmente freigegeben wurden. Präsentiert wurden die Rätsel von Lea Damerow, Fachberaterin Migration und Integration im Caritas-Zentrum Landau, die als Pfälzerin über die Bilder ihre Heimat und einige von deren Eigenarten präsentierte. Da galt es für die Ratenden etwa das Alte Kaufhaus in Landau und das Hambacher Schloss, „Keschde“ und Elwetrittche, Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Landrätin Theresia Riedmaier zu erkennen. Die Einladung zum Mitraten wurde vom Publikum gerne und eifrig angenommen und bei so manchem Bild - unter anderen dem der Landrätin - hatten Migranten gegenüber Einheimischen die Nase vorn. Richtige Lösungen wurden mit viel Beifall gewürdigt.

Viel Beifall gab es auch für die folgenden Beiträge, in denen Menschen aus ganz verschiedenen Regionen der Welt über Land, Leute und Kultur in den Ländern, aus denen sie stammten, referierten. Da beeindruckte die 15-jährige Astir Kuflom mit einer selbstbewusst auf Deutsch vorgetragenen Präsentation zu Eritrea, Raghad Kiwan und Mohammed Hamadeh berichteten über Syrien und Nour Alzein vervollständigte das Referat mit Einblicken in das syrische Familienverständnis und die Stellung von Frauen in der Gesellschaft. Ein Bildervortrag mit von Familie Kaneshakumeran ausgewählten Motiven vermittelte Eindrücke von Sri Lanka.

Als Übergang vom ersten zum zweiten Teil des Abends formierte sich eine syrische Männergruppe zum Tanz – einem Tanz, wie er auch auf syrischen Hochzeiten getanzt werde, wie die Ankündigung verriet. Mit diesem Tanz, dem sich unter rhythmischem Klatschen des Publikums noch einige weitere Männer der Runde anschlossen, gewann die Stimmung im Saal noch einmal spürbar. Sie zu halten, trug ohne Zweifel auch das opulente Büffet bei, das im Anschluss freigegeben wurde. Herzhafte und süße Spezialitäten aus vielen Ländern der Erde waren hier versammelt, gekennzeichnet mit Schildern und Fähnchen, hergestellt aus vielen leckeren Zutaten, aber durchweg ohne Schweinefleisch, wie Lea Damerow bekundete.

Eine positive Bilanz der Veranstaltung kann Alexandra Grünstäudl-Philippi nach deren Ende ziehen: „Die Rückmeldungen der Gäste waren sehr gut und die Vortragenden begeistert, dass sie es geschafft haben!“ Und schon während des „Interkulturellen Abends“ habe es Anfragen zu einer Neuauflage gegeben. Wann und wie eine solche stattfinden könne, solle nun in den Auswertungsgesprächen erörtert werden. 

Text/Foto: Caritasverband Diözese Speyer - Henning Wiechers 

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