Die bigMESSAGE-Manuskripte vom 18. bis 30. Juni 2020

Autor: Uwe Burkert, Seyer


Thema: Goldene Regel? Tu, was Du von anderen erwartest!

Donnerstag, 18. Juni 2020, 20:45 Uhr

Woran orientierst Du Dich bei dem, was Du tust? Was steht als Motto auf Deinem persönlichen Kompass, der Dich durch's Leben führt alle Tage? Die Goldene Regel, im Volksmund zusammengefasst: Was du nicht willst, was man dir tu – das füg auch keinem andern zu? Dabei lautet das Original noch zupackender und aktiver: "Alles, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun, das tut auch ihnen!" (Mt 7,12) So formuliert Jesus die sogenannte Goldene Regel in seiner weltberühmten Bergpredigt im Matthäusevangelium. Also vermeide nicht nur, etwas zu tun, was Du selber auch nicht mögen würdest. Sondern aktiv und positiv: Was Du Dir von anderen wünschst, wie Du von anderen behandelt werden möchtest – so mach's umgekehrt auch mit den andern. Wenn Du selber Probleme hast mit Kinderbetreuung und Home-Office und Home-Schooling – was würdest Du Dir von anderen wünschen? Wenn Du selber nicht mehr einkaufen könntest oder traurig wärest – was würdest Du Dir von anderen wünschen? Die Goldene Regel Jesu als Motto auf Deinem Kompass, der Dich durch's Leben führt: wär' das was - oder warum eher nicht?


Thema: Gott ist wie die Sonne – immer da!

Dienstag, 23. Juni 2020, 20:45 Uhr

Hurra – jetzt ist der Sommer auch kalendarisch da! Wie sonnig der Sommer wird – wer weiß? Die meisten finden ja viel Sonne – richtig klasse! Sogar die Sonne satt haben. Zum Beispiel in Israel, dem Land der Bibel. Denn wie sonst kommt die Sonne in die Bibel? Wenn in alten biblischen Gebeten, den Psalmen, das Lob des Schöpfergottes gesungen wird, dann steht die Sonne - wo? Ganz vorn! Denn, so Psalm 19 im Bild, der Sonne hat der Schöpfergott ein Zelt gebaut und nichts kann sich vor ihrer Glut verbergen (vgl. Ps 19). Weiß Gott! Die Sonne steht für das richtige Maß: Der Name des Herrn sei gelobt - vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang (vgl. Ps 113,3). Wer sich nicht an Gottes Gebote hält, wird drastisch bestraft. Wie? Na klar - mit Entzug des Sonnenlichts (vgl. Ps 58,9)! Ja, die Sonne wird sogar als Bild gebraucht für den Höchsten und Allmächtigen selber: Gott der Herr ist Sonne (Ps 84,12). Und im Himmel, im Paradies, im ewigen Leben bei Gott? Da brauchen die Menschen keine Sonne mehr. Denn - Gott selber wird leuchten statt der Sonne, so die Bibel, und warm machen und hell (Offb 22,5). Was Gott und Sonne auch verbindet: beide sind immer da – auch wenn Du sie gerade nicht sehen kannst. Oder – was glaubst Du?


Thema: Sieben Schläfer: Zur Sonne, zu Gott, ewig leben?

Donnerstag, 25. Juni 2020, 20:45 Uhr

Na, wie wird das Wetter übermorgen - an Siebenschläfer? Und wird so der Sommer? Nach dieser Bauernregel zum Beispiel: Ist Siebenschläfertag ein Regentag, regnet’s noch sieben Wochen danach. Aber woher hat der Siebenschläfertag eigentlich seinen Namen? Von dem kleinen Nagetier mit den Knopfaugen? Nein, viel einfacher. Von den sieben Schläfern! Ja! Constantinus, Dionysius, Johannes, Malchus, Martinianus, Maximianus und Serapion. Der Legende nach Jünglinge aus Ephesus im dritten Jahrhundert, die sich weigern, dem römischen Gottkaiser Decius das obligatorische Opfer darzubringen. Stattdessen verstecken sie sich in einer Höhle nahe Ephesus in der heutigen Westtürkei, werden aber schließlich entdeckt und eingemauert. Doch, siehe da, statt zu verhungern und zu verdursten fallen sie in tiefen Schlaf, werden nach knapp zweihundert Jahren zufällig entdeckt, erwachen und bezeugen vor Kaiser Theodosius dem Zweiten und dem Bischof von Ephesus die Auferstehung der Toten. Kurz danach entschlafen sie wieder - endgültig. Das heißt: entschlafen? Sie geh’n zu Gott, ins ewige Leben. Ganz egal wie der Sommer wird. Das zählt, das bleibt: Gott der Herr ist Sonne, so die Bibel. Willst Du auch - zur Sonne? Ewig leben? Oder wer oder was ist Deine – Sonne?


Thema: Ewig/es Leben – oder nicht: Dein Stand-Punkt?

Dienstag, 30. Juni 2020, 20:45 Uhr

Wie vermessen findest Du, an ein Leben, an ein weiter Leben nach dem Tod zu glauben – sogar an ewiges und ewig leben? Alles eine Frage der Perspektive, oder? Wie das halb volle und das halb leere Glas. Denn natürlich siehst Du Tag für Tag, Stunde um Stunde, wie Leben vergeht und zu Ende geht. Tausende sterben - an Krankheiten, Hunger, in Kriegen, Naturkatastrophen. Und auch die Natur vergeht: Bäume, Büsche, Blumen; Tiere werden gefressen, fressen andere, Eintagsfliegen haben nicht viel Zeit. Und sogar im Kosmos verglühen Sterne, schwarze Löcher fressen Materie – alles ein unendliches Sterben und Vergehen. Einerseits. Denn andererseits - ist das die andere Perspektive: Dauernd wächst, blüht und gedeiht irgendwas irgendwo auf diesem Planeten. Dauernd wird irgendwas irgendwo neu geboren: Tiere, Menschen – Tausende in jeder Sekunde. Sogar das Universum dehnt sich noch aus. Drum - was glaubst Du? Welche Perspektive nimmst Du ein, welchen Stand-Punkt? Siehst Du vor allem, dass alles vergänglich ist – oder siehst Du vor allem, dass dauernd irgendwas und –wer geboren wird? Warum glaubst Du an ewiges Leben – oder warum nicht?