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Dekanate

In dieser Übersicht finden Sie alle Dekanate im Bistum Speyer.

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Die Feels like heaven-Manuskripte vom 12. bis 18. Mai 2019

Autor: Uwe Burkert, Speyer


Thema: Verändern Sie – Gott! Denn Gott ist immer anders

Foto: RPR1./Thommy Mardo

Sonntag, 12. Mai 2019, ca. 6:20 Uhr + 10:47 Uhr

Trauen Sie sich das zu? Dann verändern Sie doch einfach mal – Gott! Machen Sie aus dem Gott, der akribisch Buch führt für die große Endabrechnung – doch mal den Gott, der Sie liebevoll begleitet dabei, wenn Sie sich abstrampeln, um ein guter Mensch zu sein; und der, wenn Sie daneben liegen oder mal wieder richtig ausgeteilt haben, Ihnen Mut macht: bleib dran, wird schon noch. Machen Sie aus dem Gott, der – Moment, wieso eigentlich "der"? Vergessen Sie, dass Gott Mann ist oder Frau – denn Gott ist weder noch. Denn alles, was Sie von Gott zu wissen glauben – sind doch nur Vorstellungen: Ihre eigenen Vorstellungen oder die von anderen, die Sie übernommen haben. Auch dass Gott womöglich gar nicht existiert – ist nicht mehr als eine Vorstellung. Niemand weiß Genaues nicht. Und deshalb sollen Sie sich auch keine festen Vorstellungen machen: Mach' Dir kein Bildnis – heißt es dazu in den Zehn Geboten! Und wenn schon – dann halten Sie Ihre Vorstellungen bunt und flexibel, im Fluss: Denn Gott ist immer anders. Oder? Was glauben Sie?


Thema: Nach Ostern: Kopfschütteln - Begeisterung?

Montag, 13. Mai 2019, ca. 4:47 Uhr + 6:20 Uhr

Was für eine Wende im Fall Jesus! Oder hatten seine Jüngerinnen und Jünger, seine engsten Freunde - nicht eben noch die Hosen gestrichen voll? Hatten sich eingeschlossen, verbarrikadiert - aus Angst, dass die Römer auch sie demnächst ans Kreuz heften würden oder sonst wo hinhängen? Und ausgerechnet die völlig verängstigten Jünger Jesu stehen auf einmal da mit breiter Brust, hallo Leute, lasst euch sagen, den ihr ans Kreuz geschlagen - der lebt! Ist auferstanden. Gott hat ihn aus dem Grab geholt! Alles, was wir von ihm geglaubt haben und noch viel mehr, alles, was er gesagt hat und getan, gepredigt und zeigt, alles das ist wahr. Ja, er ist der Messias, er ist Gottes Sohn, er ist der, auf den ihr zeitlebens gewartet habt: der Erlöser, der Retter, der Heiland der Welt. Die Reaktion der Leute damals in Jerusalem auf die begeisterte Jüngerschar - war zweigeteilt. Die einen schütteln den Kopf: kollektiver Rausch, betrunken, wahnsinnig, sonst was. Die anderen lassen sich begeistern von den begeisterten Jüngern und sind fortan selber begeisterte Jünger und begeisternde. Die einen so, die andern so. Und Sie?


Thema: Drei Hasen, Dreifaltigkeit: für- und miteinander!

Dienstag, 14. Mai 2019, ca. 4:47 Uhr + 6:20 Uhr

"Der Hasen und der Löffel drei, und doch hat jeder Hase zwei": so lautet ein Rätsel-Vers, der beschreibt, was Sie sehen können im Paderborner Dom im spätgotischen Kreuzgang: drei Hasen, zu einem Kreis verbunden an den Ohren so, dass Sie den Eindruck haben, jeder Hase hat genau die zwei Löffel auf dem Kopf, die Hasen nun mal haben. Aber wenn Sie durchzählen, kommen Sie nur auf insgesamt drei Ohren. Das ist schon ein tolles Stück, aber hinter der Hasen-Löffel-Spielerei steckt Mordstiefsinn. Denn die so schelmisch verbundenen Hasen sollen ein Bild sein für die Dreifaltigkeit, also den christlichen Glauben daran, dass Gott zwar einer ist und einzig, aber in drei "Personen" da ist, wie's so schön heißt, in drei Seins-Weisen: als Vater, Sohn und Heiliger Geist - wie die Bilder dafür lauten. Damit Sie dabei keinen Knoten ins Hirn kriegen, ist damit übersetzt etwa gemeint: Gott ist kein statischer, steifer, starrer Block – sondern in sich schon lebendig und ein Miteinander, ein Gemeinsames und ein Zusammen, und zeigt so, wie und wofür wir Menschen ebenfalls da sein sollen: füreinander, miteinander. Oder – was glauben Sie?


Thema: Wie viel Thomas: wie viel Zweifel, wie viel Glaube?

Mittwoch, 15. Mai 2019, ca. 4:47 Uhr + 6:20 Uhr

Sind Sie auch schon mal einem "ungläubigen Thomas" begegnet? Der oder die einfach nicht glauben wollte, dass die Meyer was hat mit dem Müller? Bisser sie selber gesehen hat im Stadtpark, Küsschen hier, Küsschen da? Der "ungläubige Thomas": Prototyp eines Menschen, der eher skeptisch ist über das, was andere ihm berichten. So wie Thomas damals, einer der Jünger Jesu, also aus dem engsten Freundeskreis. Als die andern ihm erzählen: Jesus ist auferstanden, wir haben den Herrn gesehen - reagiert er sehr zurückhaltend. Fantastische Geschichte - aber das glaub' ich erst, wenn ich selber meine Finger in seine Wundmale gelegt habe. Gesagt, getan. Eine Woche später steht Jesus laut Bibel plötzlich wieder da. Diesmal ist Thomas dabei und er kann den ultimativen Check machen: "Mein Herr und mein Gott", ist er total überwältigt. Von Jesus muss er trotzdem einen Rüffel einstecken: "Selig sind, die nicht sehen und doch glauben." Aber, ehrlich gesagt, hätten Sie so einfach mir nichts, dir nichts geglaubt, dass einer von den Toten auferstanden sein soll? Wie viel Thomas steckt in Ihnen: Wie viel Zweifel, wie viel Glaube?


Thema: Auferstehung: Ewig aufgehoben im großen Jetzt Gott?

Donnerstag, 16. Mai 2019, ca. 4:47 Uhr + 6:20 Uhr

"Was ist das eigentlich – Auferstehung?" Etwa das? Wir leben immer nur im Jetzt. Denn die Vergangenheit ist vorbei, die Zukunft noch nicht da, wir leben immer nur jetzt. Und dann isses auch schon wieder vorbei, das Jetzt. Doch wundersamerweise finden wir uns im nächsten Moment schon wieder im nächsten Jetzt. Es fliegt uns zu sozusagen. Normalerweise. Bis zum Tod. Danach ist dann – kein Jetzt mehr. Sicher? Kein uns bekanntes und vertrautes jedenfalls. Nur: was wissen wir, was kennen wir schon? Ist es nicht auf eine Weise, nach einem Leben voller immer wieder neuer "Jetzt", sehr unwahrscheinlich, dass damit irgendwann ganz und total Schluss sein soll? Ist es nicht viel wahrscheinlicher, dass auch nach diesem Leben, nach dem Tod schon wieder ein neues Jetzt auf uns wartet - nachdem wir jeden Tag aufs Neue und täglich tausende Mal in unserem Leben auferstehen von einem Jetzt ins nächste? "Was ist das eigentlich – Auferstehung?" Ist es am Ende, wenn's keins ist, das immerwährende, ewige aufgehoben Sein im großen Jetzt, dass die Religionen gern Gott nennen? Was meinen Sie? Was glauben Sie?


Thema: Gott – sieht alles oder schaut auf Sie?

Freitag, 17. Mai 2019, ca. 4:47 Uhr + 6:20 Uhr

Ist Ihr Gott einer, der alles sieht – oder einer, der auf Sie schaut? So wie's Mama Margareta immer wieder dem kleinen Johannes ins Ohr geflüstert hat als guten Zuspruch. Dem kleinen Johannes, der später den Orden der Salesianer gegründet hat und der als Don Bosco eher zu den Frohnaturen unter den Heiligen gehört. Denn das ist ja ein großer Unterschied. Ob Sie glauben an den großen Controlletti, der alles sieht - und wehe Ihnen, Sie benehmen sich mal daneben: dann ist Schluss mit "lieber" Gott. Oder ob Sie glauben an den liebevollen Begleiter, die liebevolle Begleiterin, die jeden Tag mit Ihnen geht und Sie wie gute Eltern begleitet und für Sie sorgt: dass Sie Ihre eigenen Schritte machen können und wagen können, und die auch dann und gerade dann zu Ihnen stehen und weiter an Ihrer Seite bleiben, wenn's schwierig wird, wenn Sie mal ins Fettnäpfchen treten, auf dem Holzweg unterwegs sind oder daneben gegriffen haben. Ist Ihr Gott einer, der alles sieht, oder einer, der auf Sie schaut? Was glauben Sie?


Thema: Schlechte-Laune-Killer: Euer Lieblingsmantra?

Samstag, 18. Mai 2019, ca. 6:20 Uhr + 10:47 Uhr

Wie lautet Ihr Rezept gegen schlechte Laune? Michel Lejoyeux, Psychologieprofessor in Paris, nennt Meditation einen regelrechten Schlechte-Laune-Killer. In der Kundenzeitschrift "alverde" schreibt der Professor dazu: "Durch Meditation verändere ich meine mentale Einstellung und komme weg von dunklen Grübeleien. So hat man mehr Freude an der Gegenwart." Der Professor meditiert mit Mozart und trinkt dann ganz, ganz langsam eine Tasse Tee. Aber auch ein einfaches Mantra eignet sich, findet Lejoyeux, ein Wort mit fünf Silben wie Ta-ka-Tu-ka-Land. Wenn Sie das oft genug wiederholen, gleichmäßig und ruhig, verspricht der Professor: "Wie ein Metronom gelangen Geist und Gehirn so in einen ruhigeren Rhythmus." Meditation spielt deshalb auch in allen Religionen eine wichtige Rolle. Und noch geeigneter als Ta-ka-Tu-ka-Land sind vermutlich bewährte Mantras wie OM, Jesus oder Kyrie eleison. Damit Sie ruhiger werden und nicht hin und her zappeln zwischen dem, was Ihnen wirklich wichtig ist, und dem, was sonst noch alles einstürmt auf Sie jeden Tag. Damit Geist und Seele, Leib, Herz und Verstand in eine gute Balance kommen und ausgeglichen sind. Oder was ist Ihr – Lieblingsmantra?


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