Die Angedacht!-Manuskripte vom 5. bis 11. Juli 2020

Autor: Uwe Burkert, Speyer


Thema: Wann, wenn nicht heute: Nehmt Euch eine Auszeit!

Sonntag, 5. Juli 2020, 6:40 Uhr

Kennt Ihr das Zeichen, die Geste für Auszeit? Time out? Könnt Ihr bei Ballsportarten wie Handball, Volleyball und Basketball immer wieder sehen. Auszeit nimmt der Trainer entweder, wenn's kritisch wird, das eigene Team aus dem Tritt gerät, es hinten und vorne nicht rund läuft. Oder ein Trainer nimmt eine Auszeit, weil die Zeichen auf Sieg stehen kurz vor Schluss; um das andere Team zu nerven und aus dem Rhythmus zu bringen, das gerade versucht 'ranzukommen. Nun jagt Ihr ja keine Medaillen und wollt Welt- oder Europameister werden. Aber 'ne Auszeit, die solltet Ihr Euch ab und zu schon nehmen und gönnen! 'Ne Auszeit, die entweder dafür sorgt, dass Ihr gar nicht erst aus dem Tritt kommt, weiter auf Kurs bleibt, dahin unterwegs, wo Ihr hin wollt. Oder 'ne Auszeit, die Euch wieder auf Kurs bringt; in den Rhythmus, der Euch gut tut und denen, mit denen Ihr zusammen seid oder für die Ihr da seid. Denn immer nur und immer weiter und pausenlos powern und alles geben und sich verausgaben, das ist nicht das Erfolgsrezept, so seh'n Sieger nicht aus. Sogar Gott nimmt laut Bibel einen Tag Auszeit, nachdem er die Welt geschaffen hat. Natürlich braucht Gott keine Pause. Aber, will die Bibel sagen: Ihr. Und deshalb das Vorbild: Gott. Damit Ihr's genau so macht. Am besten gleich heute. Denn wann, wenn nicht sonntags, in den Ferien oder im Urlaub?tellt Euch mal folgende Situation vor: Ihr seid in einer unbekannten Umgebung, um Euch rum nur fremde Leute und Euch geht’s körperlich richtig schlecht. Die meisten Menschen vor Ort wollen Euch helfen – nur: es ist kein bekanntes Gesicht dabei. Den Gedanken findet Ihr nicht so prickelnd? – So geht’s den Patienten, die in den letzten Tagen und Wochen in den Krankenhäusern liegen: Sie sind krank oder haben irgendein anderes Gebrechen und obwohl sich die meisten mit anderen ein Zimmer teilen, fühlen sich viele einsam. Besuch dürfen sie momentan ja nicht empfangen – wegen Corona. So 'ne Situation kann einem ganz schön an die Nerven gehen. Den Familien zuhause geht’s ja oft ähnlich: Die sorgen sich um den Kranken. An wen könntet Ihr Euch wenden in so einer Lage? Wohin mit Euren Gefühlen und Euren Ängsten? In 'nem christlichen Lied heißt es „Geborgen bei Dir Gott, ruhe ich aus, bin ich zufrieden“ und „Gehalten in Dir, Gott, wache ich auf, wage ich tastend den Tageslauf.“ – Rückhalt zu finden in Gott, das hilft Milliarden Menschen durch’s Leben. Besonders dann, wenn’s eng wird. Könnt Ihr Euch das vorstellen, Halt zu finden bei Gott, wenn alle Stricke reißen? Oder wer gibt Euch Halt - wenn Ihr welchen braucht?


Thema: Geschenk des Himmels Ferien: Packt's aus, packt's an!

Montag, 6. Juli 2020, 5:40 Uhr

Wenn Ihr in Rheinland-Pfalz, Hessen oder im Saarland wohnt – könnt Ihr endlich die Ferien genießen! Ferien - endlich. Endlich für ein paar Wochen nicht jeden Tag früh aufstehen, Stundenpläne, Tests, Hausaufgaben, Noten, Home-Schooling, Hygiene-Pläne, wer darf wann in die Schule, wie soll das mit dem Abschluss was werden. Entspannt ungeheuer. Denn Pausen brauchen selbst Supermänner und Superfrauen. Pausen, zum Durchschnaufen, braucht selbst Gott. Erinnert Ihr Euch – an den Anfang der Bibel und die Geschichte vom Anfang der Welt und des Universums? Gott schafft die Welt, braucht sechs Tage und dann - Pause. Am siebten Tag ruhte Gott, heißt es in der Bibel. Das ist natürlich keine Live-Reportage vom Anfang der Welt. Sondern soll vor allem heißen: Ruhe, Pause machen, Ausspannen, sogar alle sieben Tage regelmäßig, ist abgesegnet von ganz oben, ist eine himmlische Einrichtung, Gott selber will das so. Drum sollt Ihr am siebten Tage ruh'n und den Sonntag heiligen. Und im Urlaub und in den Ferien sind's sogar noch ein paar Tage mehr. Packt's aus, ganz vorsichtig, nehmt's in die Hand und freut Euch über dieses Geschenk des Himmels! Und lasst die Seele nach Herzenslust baumeln. Schöne Ferien!


Thema: Langweilt Euch – auf Expedition Gott!

Dienstag, 7. Juli 2020, 5:40 Uhr

Endlich Sommerferien in Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland, sechs Wochen lang – und damit beste Aussichten auf jede Menge Langeweile. Ja, beste Aussichten! Oder – warum könnt Ihr Langeweile nicht ausstehen? Weil Euch Langeweile langweilt? Dabei dehnt sich doch nur so wunderbar die gefühlte Zeit, wenn's Euch langweilig ist, und zieht sich ewig hin und verlängert sich bis ins Unendliche, wenn Ihr Euch langweilt; wenn Ihr mal nichts zu tun habt und zu tun wisst. Nichts – statt dauernd etwas. Wenn Ihr einfach die Zeit kommen lasst, den nächsten Augenblick, Minute um Minute Euch einverleibt und spürt, was es heißt, einfach nur da zu sein. Einfach nur da zu sein so wie der "Ich-bin-da" aus dem brennenden Dornbusch vor Mose. Denn die Bibel schildert, dass Gott sich dem Mose mit diesem Namen vorstellt: Ich bin der "Ich-bin-da". Wäre also Langeweile womöglich eine gute Gelegenheit, Gott zu entdecken, mit Gott in Kontakt zu kommen, Gott zu berühren? Wenn Ihr spürt, dass die Zeit nicht vergeht, sich unendlich zieht und dehnt und Euch so ein Hauch von Ewigkeit umweht? Könnte das eine gute Gelegenheit sein, auch dem Ewigen auf die Spur zu kommen, das die Religionen gerne "Gott" nennen? Dann nutzt die Gelegenheit jetzt in den Ferien und langweilt Euch! Nicht zu Tode – sondern unterwegs zu Gott!


Thema: Christophorus - wie Gott: Überall mit hin unterwegs!

Mittwoch, 8. Juli 2020, 5:40 Uhr

Habt Ihr auch so eine kleine Plakette im Auto kleben, vorne am Armaturenbrett? Mit dem heiligen Christophorus, dem Schutzpatron aller Reisenden und unterwegs? Rettungshubschrauber tragen seinen Namen, der offizielle Funk-Code des ADAC, sogar das offizielle Magazin von Porsche heißt „Christophorus“. Der Legende nach hat Christophorus, stark wie ein Baum, selber zuverlässig Menschen unterwegs über einen reißenden Fluss transportiert. Aber Christophorus hin, Christophorus her: wenn Ihr am Steuer Eures Autos sitzt, wisst Ihr, dass auch der Top-Schutzpatron für unterwegs Euch nicht abrakadabra wie von selbst gut ankommen lässt und wieder nach Hause zurück. Ihr müsst schon selber aufpassen, aufmerksam lenken, bremsen, schalten, Verkehrszeichen beachten, Ampeln, Zebrastreifen, Vorfahrt, Tempolimits, Vorsicht Kinder! Und Ihr wisst – auch wenn Ihr noch so vorsichtig und sorgfältig und ausgeschlafen unterwegs seid: Nobody is perfect, jeder macht mal Fehler, kleine, große, ohne Folgen oder mit Blechschäden oder schlimmer. Ihr und alle anderen, die mit Euch unterwegs sind. Da isses zwar nicht gleich ein Wunder, wenn Ihr heil ankommt, wo Ihr hin wollt. Aber es ist auch nicht einfach selbstverständlich. Daran erinnert der heilige Christophorus am Armaturenbrett. Der Euch überall hin begleitet. Wie - Gott. Oder – was glaubt Ihr?