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Dekanate

In dieser Übersicht finden Sie alle Dekanate im Bistum Speyer.

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Die Angedacht!-Manuskripte vom 10. bis 15. Juni 2019

Autor: Uwe Burkert, Speyer


Thema: Heilig Geist-Support: Ohren auf für Unerhörtes!

Foto: RPR1./Thommy Mardo

Pfingst-Montag, 10. Juni 2019, 6:40 Uhr

Nur drei Feste im Jahr werden zwei Tage lang gefeiert: Weihnachten, klar, die Geburt Jesu; Ostern, auch klar, Gott holt Jesus aus dem Grab laut Bibel. Aber Pfingsten? Der Heilige Geist? Kommt laut Bibel zuerst auf die Jünger Jesu, seinen engsten Freundeskreis, und später auch zu vielen anderen. Aber – wie soll das gehen, wer soll das sein: der Heilige Geist? So viel ist sicher: Beweisen lässt er oder sie oder es sich jedenfalls nicht. Wie so manches zwischen Himmel und Erde. Beweist mal Liebe zum Beispiel! Beweisen, messen, dingfest machen? Geht nicht. Aber Verhalten deuten, das geht. Denn wer liebt, verhält sich anders und lebt anders. Und das könnt Ihr sehen, feststellen und beobachten. Oder Beispiel Mannschaftsgeist. Den erkennt Ihr daran, wenn ein Team wie aus einem Guss spielt, jeder für jeden, oder wenn eine Mannschaft nach der Pause wie verwandelt aus der Kabine kommt und das Spiel noch mal dreht. So ähnlich wie die Jünger Jesu. Denn eben noch ängstlich und versteckt – stehen sie auf einmal da mit breiter Brust laut Bibel: hört zu, ändert Euer Leben, wie wir, denn Gott hat Jesus aus dem Grab geholt. Der Heilige Geist, das ist die Kraft, die Euch die Augen öffnet für das, was Ihr mit bloßem Auge nicht sehen könnt; die Kraft, die Euch die Ohren öffnet für Unerhörtes. Oder - was glaubt Ihr?


Thema: Weiter wie bisher nach Pfingsten? Gott bewahre!

Dienstag, 11. Juni 2019, 6:40 Uhr

Hattet Ihr schöne Pfingsten? Und jetzt? Wieder normaler Alltag? Weiter machen wie bisher? Nicht wirklich, oder? Denn eigentlich sollte nach Pfingsten ja alles anders sein und nichts so wie vorher. So wie damals für die Jünger Jesu, seine engsten Freunde. Die sich lieber mal in Sicherheit gebracht hatten und eingeschlossen. Nicht dass es ihnen auch noch an den Kragen gehen würde wie Jesus selbst, von dem sie so große Stücke gehalten und auf den sie so große Hoffnungen gesetzt hatten: dass er der Messias sei, der Auserwählte Gottes, der sie befreien würde, von den römischen Besatzern sowieso, aber auch von allem anderen, was sie sonst 'runter zog und bedrückte. Und dann so was! Ans Kreuz geschlagen, aufgehängt wie ein Schwerstverbrecher. Die Katastrophe ihres Lebens, der absolute Tiefpunkt. Mein Gott! Bis der Heilige Geist den Jüngern Jesu mächtig Feuer macht, unglaubliche Energie frei setzt und sie wie von der Tarantel gestochen jedem auf die Nase binden: Jesus lebt, Gott hat ihn auferweckt, macht's wie Jesus, liebt Gott aus ganzem Herzen und Euren Nächsten wie Euch selbst! Tausende lassen sich von den begeisterten Jüngern begeistern. Milliarden Menschen bis heute packt diese Botschaft, und manche krempeln auch heute dafür ihr Leben komplett um. Und da wollt Ihr nach Pfingsten wirklich - weitermachen wie bisher?


Thema: Eure Herzensangelegenheit – Euer Herz-Tattoo?

Mittwoch, 12. Juni 2019, 5:40 Uhr

Wenn Euch was unter die Haut geht, dann geht es Euch ziemlich nahe; bewegt Euch so, dass es Euch wirklich und richtig und oft lange beschäftigt. Drum ist es kein Wunder, dass das älteste Tattoo-Studio Jerusalems schon über 500 Jahre alt ist, in der Altstadt, nur ein paar hundert Meter weit weg von der Grabeskirche. Denn schon die Kreuzritter haben sich in Jerusalem tätowieren lassen. Manche Tätowier-Stempel sind sage und schreibe über vierhundert Jahre alt. Koptische Christen betreiben das Studio - und ritzen Touristen und Pilgern mit schwarzer Tinte Kruzifixe unter die Haut, Jerusalem-Kreuze oder die Umrisse von Kirchen. Ein lebenslanges Souvenir an diese besondere Stadt, eine lebenslange Erinnerung, die einem niemand mehr nehmen kann. Was Euch so sehr bewegt, dass es Euch wirklich und richtig und oft lange beschäftigt – geht Euch unter die Haut. So sehr, dass manche sich das im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut ritzen lassen. Und damit auch zeigen und ein bisschen demonstrieren, was sie beschäftigt und ihnen wichtig ist, was ihnen am Herzen liegt und eine Herzensangelegenheit ist. Mögt Ihr Eurer Fantasie mal freien Lauf lassen? Wie sähe Euer Tattoo dafür aus, das Eure Herzensangelegenheit am besten zeigen würde – Euer Herz-Tattoo?


Thema: Erst Gottesstreiter/innen – dann dickste Freunde!

Donnerstag, 13. Juni 2019, 5:40 Uhr

Habt Ihr Euch schon mal Gott – zum Feind gemacht? Oder findet Ihr manchmal, Gott mische sich feindlich ein in Euer Leben, Euren Alltag, stehe Eurem Glück eher im Wege als es zu befördern? Gott als Feind, mit dem Ihr ringt und kämpft – dabei seid Ihr in bester biblischer Gesellschaft. Denn am Ende bekommt in der Bibel sogar einer einen neuen Namen, der präzise ausdrückt, dass er mit Gott überkreuz gelegen hat: Gottesstreiter. Oder im Original: Israel. Ja, Israel heißt übersetzt "Gottesstreiter". So heißt ab sofort Stammvater Jakob, nachdem er mit Gott gestritten hat, gekämpft hat, wie es im ersten Buch der Bibel beschrieben ist, so heftig, dass ihm dabei das Hüftgelenk 'rausfliegt. Aua – das tut weh! Aber Jakob gibt nicht auf und ringt weiter mit dem Unbekannten, den er noch nicht als Gott erkennt, und hält ihn fest, bis er schließlich schreit: "Ich lasse dich nicht los, wenn du mich nicht segnest." (Gen 32,27b) Und dann kommt's, der Unbekannte gibt Jakob einen neuen Namen: "Nicht mehr Jakob wird man dich nennen, sondern Israel (Gottesstreiter); denn mit Gott und Menschen hast du gestritten und hast gewonnen." (Gen 32,29) Sauber! Denn solange Ihr mit Gott streitet, zofft, sauer seid und Euch ärgert über ihn – solange liegt Euch was an Gott - und solange könnt Ihr irgendwann – sogar "dickste Freundinnen und Freunde" werden!


Thema: Verändert die Welt – wie Gott(es Ebenbilder)!

Freitag, 14. Juni 2019, 5:40 Uhr

Findet Ihr auch: heute ist ein guter Tag – um die Welt zu verändern? Wie, könnt Ihr nicht? Könnt Ihr doch! Macht doch schon einen Unterschied, ob Ihr gleich aufsteht aus den Federn oder lieber liegen bleibt. Ihr seid schon auf? Was packt Ihr an im Lauf des Tages? Ihr kommt von der Nachtschicht? Dann legt Euch hin und tankt auf, pflegt Euren Körper und Eure Gesundheit – und dann: macht weiter, macht mit und verändert täglich die Welt! Natürlich könnt Ihr nicht mir nichts, dir nichts in Syrien für Frieden sorgen. Ihr könnt auch nicht einfach den Krieg in der Ukraine beenden. Ihr könnt nicht den Hunger in der Welt wegzaubern und Ihr könnt nicht die Slums von Rio, Delhi oder in Nairobi in blühende Musterwohngebiete verwandeln. Das alles könnt Ihr nicht. Aber Ihr könnt: Eure Nachbarn freundlich grüßen, Euren Arbeitskollegen kollegial begegnen, Ihr könnt dabei helfen, den Barfußpfad in der Kita um die Ecke mit anzulegen, Ihr könnt im Reparatur-Café mitbasteln, Flüchtlinge aufs Amt begleiten, Ihr könnt – tausend Dinge tun. Ein, zwei davon reichen - um die Welt zu verändern. Denn als Ebenbilder Gottes, wie Euch die Bibel beschreibt gleich im allerersten Kapitel, seid Ihr dazu da: Die Welt mit zu gestalten. Zu schaffen, zu kreieren wie Gott. Oder – was glaubt Ihr?


Thema: Dreifaltigkeit: Gottes interaktive Seite entdecken!

Samstag, 15. Juni 2019, 6:25 h

Das ist ein harter Brocken, an dem auch Christinnen und Christen schwer zu knabbern haben, wenn sie morgen „Dreifaltigkeit“ feiern. Den dreifaltigen Gott, ein Gott in drei Personen und doch einer. Ein Unding beispielsweise für Juden und Muslime. Denn nach jüdischem und muslimischem Glauben kann Gott nur einer sein, ungeteilt – da können Christen sich theologisch sonst wie verrenken: ein Gott in drei Gestalten, Personen oder was auch immer – geht gar nicht, basta. Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist – das ist schon harte Kost. Und manche halten’s dann auch lieber mit dem berühmten gallischen Kraftprotz: „Die spinnen … !“ Dabei ist uns so superfremd auch wieder nicht, etwas als Ganzes zu bezeichnen, das doch aus Einzelnem besteht. Ein Auto etwa, was ist das? Ein Auto besteht aus tausenden von Teilen. Erst wenn die in einer bestimmten Weise zusammenkommen - wird ein Auto draus. Eine Familie, was ist das? Einzelne Personen, je eigene Personen für sich – und doch nennen wir sie zusammen Familie. Und die Dreifaltigkeit? Die Dreifaltigkeit weist hin auf die interaktive Seite Gottes: dass Gott Energie ist und in sich bewegt - und anderes bewegend. Wie sehr bewegend – entscheidet Ihr mit. Je nach dem, wie sehr Ihr Euch auf Gottes Interaktivität einlasst. Und im Bild der Dreifaltigkeit - Gottes interaktive Seite entdecken könnt!

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