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In dieser Übersicht finden Sie alle Dekanate im Bistum Speyer.

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Die Angedacht!-Manuskripte vom 18. bis 24. August 2019

Autor: Stefan Weinert, Trier


Thema: Vertrauen ist der Anfang von allem

Sonntag, 18. August 2019, 6:40 Uhr

Wem vertraut Ihr? Eurer Familie, Euren Freunden? Wie ist es mit Nachbarn, Kolleginnen, den Leuten in Eurem Verein? Ganz so weit scheint es nicht her zu sein mit dem Vertrauen in Deutschland: Nach einer aktuellen Umfrage ist knapp die Hälfte der Deutschen eher misstrauisch gegenüber anderen. Wer misstrauisch ist, der traut anderen nicht zu, dass sie gut und fair mit ihm umgehen. Wer misstrauisch ist, kann nicht frei und unbeschwert auf andere zugehen, kann auch nicht großzügig sein. Die Gefahr ist groß, dass die anderen dann umgekehrt auch mit Misstrauen reagieren. Und so nach und nach kapseln sich alle voneinander ab. Keine schöne Vorstellung, oder? Helfen kann dagegen die „Goldene Regel“ aus der Bibel. Da sagt Jesus: Behandele andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst. Also: Wenn Ihr wollt, dass die anderen offen zu Euch sind, freundlich, großzügig, vertrauensvoll eben - dann klappt das nur, wenn Ihr sozusagen in Vorlage tretet. Klappt das garantiert? Nein, es kann passieren, dass Ihr enttäuscht werdet. Aber sicher nicht jedes Mal. „Vertrauen ist der Anfang von allem“, hieß es mal im Werbeslogan einer Bank. Der Anfang von Hilfsbereitschaft; von Gemeinschaft; von Großzügigkeit; der Anfang von Freundschaft; von Liebe. Wem vertraut Ihr jetzt schon? Und bei wem könntet noch Ihr den ersten Schritt tun?


Thema: Ohne Religion - was fehlt?

Montag, 19. August 2019, 6:40 Uhr

In Deutschland sind immer weniger Menschen religiös. Dazu gibt’s eine Menge Untersuchungen und Studien. Je jünger die Leute sind, desto weniger spielt Religion in ihrem Leben eine Rolle. Und was heißt das jetzt? Religion, das ist in Deutschland vor allem das Christentum. Ohne christlichen Glauben werde die Gesellschaft kälter, warnen vor allem Kirchenleute, aber auch manche Politiker. Auch dazu gibt es Untersuchungen, und danach ist Hilfsbereitschaft der Wert, der die höchste Zustimmung erhält, durch alle Altersgruppen, egal wie religiös die Leute sind. Hilfsbereitschaft, Solidarität, Nächstenliebe scheint also kein Alleinstellungsmerkmal von Christen zu sein. Also: Was fehlt überhaupt ohne christlichen Glauben, ohne Religion? Jedenfalls das: Die Hoffnung, dass mit dem Tod nicht alles aus ist. Die Hoffnung, dass da, wo die Hilfsbereitschaft versagt oder fehlt, dass da das Leid und der Tod eben doch nicht das letzte Wort haben. Die Hoffnung, dass das Schulkind, das an Leukämie stirbt, nicht verloren geht; genauso wenig wie der Vater, der von einem Betrunkenen überfahren wird oder die Familie, die bei einem Erdbeben umkommt. Ohne Glauben fehlt die Hoffnung, dass, wie es in der Bibel heißt, dass Gott einst einen neuen Himmel und eine neue Erde schafft, wo es kein Leid mehr gibt und keinen Tod und Gott alle Tränen abwischt. Oder was fehlt Euch ohne Religion?


Thema: "Liken ist wie segnen"

Dienstag, 20. August 2019, 6:40 Uhr

Hattet Ihr heute Morgen schon das Smartphone in der Hand? Schon geschaut, was so los ist auf Facebook und Instagram? Ein paar Likes verteilt? Benno Elbs, ein Bischof in Österreich mit eigenem Account auf Instagram, der gibt den Likes eine ganz besondere Bedeutung: „Liken ist für mich wie segnen“, sagt er. Wie das? Beim Segnen ist doch Gott mit im Spiel? Ja, das stimmt. Aber das lateinische Wort für segnen ist benedicere - bene heißt gut und dicere heißt sagen. Benedicere oder segnen heißt also zunächst mal Gutes sagen, Gutes zusagen. Und das passiert ja, wenn Ihr auf Social Media etwas liked: Ihr sagt dem- oder derjenigen, die da etwas gepostet hat: Das gefällt mir, darüber habe ich mich gefreut; das hast Du gut gemacht; ja, das sehe ich auch so; danke dafür. Und wenn Ihr möchtet, könnt Ihr dabei auch Gott ins Spiel bringen und, ganz still für Euch, dem Autor, der Autorin Gottes Schutz wünschen, Gottes Hilfe und Unterstützung. Dann ist Euer Like ganz eng dran am Segen, so wie das Wort meistens verstanden wird - vor allem, wenn ein Bischof davon spricht. Also: Geht großzügig um mit Segens-Likes, wann immer es passt - Klammer auf: bei Hass und Hetze passt das nicht; Klammer zu. Sagt vielen Leuten Gutes zu, in der digitalen Welt und in der analogen.


Thema: Pater Franz Reinisch: Der inneren Überzeugung folgen

Mittwoch, 21. August 2019, 5:40 Uhr

Was haltet Ihr davon: „Ich denke, rede und handle nicht, was und weil andere es denken, reden, handeln, sondern weil das meine innere Überzeugung ist.“ Respekt, oder? Da hängt einer sein Mäntelchen, nicht nach dem Wind, sondern folgt seinem Gewissen - Punkt. Das Zitat stammt von Pater Franz Reinisch. Franz Reinisch wurde 1903 in Österreich geboren. Mit 25 Jahren wird er Priester und tritt in den Pallottinerorden ein, und kommt schließlich nach Schönstatt bei Vallendar am Rhein. 1938 ist das, in Deutschland sind seit fünf Jahren die Nazis an der Macht. Pater Reinisch lehnt den Nationalsozialismus offen ab - die Machthaber bestrafen das mit Rede- und Predigtverbot. 1942 wird er zur Wehrmacht einberufen. Alle deutschen Soldaten müssen damals einen Eid leisten, und zwar auf den Führer Adolf Hitler persönlich. Reinisch verweigert den Eid, sein Gewissen verbietet ihm das. Dieser Eid wäre eine Sünde, sagt er: „Man würde ja einem Verbrecher einen Eid geben.“ Er wird verhaftet, kommt vors Kriegsgericht, wird verurteilt und am 21. August 1942 hingerichtet. „Ich denke, rede und handle, weil das meine innere Überzeugung ist.“ Ein Vorbild, der Franz Reinisch, oder? Was ist Eure innere Überzeugung? Wann ist sie gefragt? Was redet, denkt und handelt Ihr?

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