Die Angedacht!-Manuskripte vom 16. bis 21. März 2020

Autor: Uwe Burkert, Speyer


Thema: Trainingslager Fastenzeit: Fit für Ostern!

Montag, 16. März 2020, 5:40 Uhr

Habt Ihr Euch was vorgenommen für die Fastenzeit? Null Alkohol? Heilfasten? Weniger Handy und PC, sieben Wochen ohne Klamotten kaufen? Oder mal wieder in der Bibel nachlesen: Wie war das noch mal Palmsonntag, Karfreitag und Ostern – worauf die Fastenzeit ja hinausläuft? Und die erinnert daran, dass Jesus von Nazareth sich in der Wüste vierzig Tage lang fit gemacht hat für seinen ersten, öffentlichen Auftritt laut Bibel. Essen und Trinken Mangelware, dazu soll Jesus bedrängt worden sein vom großen Versucher, der schon am Anfang der Bibel dafür sorgt, dass Adam und Eva aus dem Paradies flie-gen, weil sie auf die Schlange hören statt auf Gott. Die Vierzig ist eine symbolische Zahl - denn vierzig Jahre ist das Volk Israel durch die Wüste gezogen laut Bibel und hat dabei gegen Gott gemurrt. "Wir wollen lieber zurück an die Fleischtöpfe Ägyptens!", meckern die Israeliten sprichwörtlich auf ihrer Wüstenwanderung. Aber Jesus macht es anders, wollen die Autoren herausstellen. Wie Fußballer sich im Trainingslager vorbereiten, Olympioniken eigens Höhentraining absolvieren - so etwa könnt Ihr Euch auch die Fastenzeit vorstellen. Extra da, damit auch Ihr Euch vorbereiten könnt - auf Ostern. Überlegt, was Ihr Euch zumuten wollt und was nicht, was Ihr Euch zumuten könnt und was Ihr Euch gönnt bis Ostern! Und dann: Viel Erfolg!


Thema: Zunehmen in der Fastenzeit? Mehr Sinn, mehr Gott!

Dienstag, 17. März 2020, 5:40 Uhr

Woran denkt Ihr als erstes beim Stichwort "Fastenzeit"? Von allem etwas weniger? Weniger Fernsehen, Alkohol, PC, Süßigkeiten? Vielleicht sogar Facebook-Fasten, mal sieben Wochen ohne Social Media? Fastenzeit - klingt vor allem erst mal nach Weniger und Weglassen? Dabei ist das doch gar nicht der Sinn von Fasten! Denn eigentlich solltet Ihr zulegen in der Fastenzeit und zunehmen. Denn Verzichten und Kürzertreten auf der einen Seite sollen Euch ja vor allem frei machen für anderes, sollen Euch die Augen öffnen und überhaupt mal wieder die Zeit dafür geben, Euch zum Beispiel mit Freunden und Freundinnen auszutauschen über das, was wirklich zählt, worauf's Euch ankommt bei dem, was Ihr so jeden Tag tut und lasst und manchmal möchtet und dann doch nicht hinkriegt. Was gibt Eurem Leben Richtung und Orientierung? Wie und wohin seid Ihr unterwegs? Was hilft Euch dabei, was nicht? Ist "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" so eine Richtschnur, ein roter Faden in Eurem Leben? Oder wollt Ihr vor allem viel Kohle machen, um Euch viel leisten zu können? Habt Ihr's satt mitanzusehen, wie vielen Menschen es schlecht geht auf dieser Welt - und wollt Ihr was dagegen unternehmen? Kommt Gott in Euren Plänen vor? Wie wär's mit Zulegen und Zunehmen in der Fastenzeit? Mehr Sinn, mehr Tiefe, mehr Selbst-, mehr Gottvertrauen?


Thema: Corona-Prophylaxe: Liebe deinen Nächsten – wie dich selbst!

Mittwoch, 18. März 2020, 5:40 Uhr

"Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!" – diese berühmte Anweisung Jesu aus der Bibel ist gerade in Corona-Zeiten sowas von praxisorientiert! "Liebe deinen Nächsten - wie dich selbst!" Wenn Ihr beides ernst genug nehmt, ist das die fast perfekte Corona-Prophylaxe. Denn es geht ja gerade nicht nur darum, dass Ihr vor allem dafür sorgt, dass Ihr Euch selber das Virus nicht einfangt. Das wäre der "Liebe dich selbst"-Anteil im Gebot der Nächstenliebe. Sondern es geht auch darum, dass Ihr Euch das Virus nicht einfangt – damit Ihr andere damit nicht ansteckt und Euch vom Spielfeld nehmt, damit die Infektionskette unterbrochen wird oder jedenfalls deutlich weniger wie geschmiert läuft, als wenn alle weiter Party machen und überall hingehen, blauäugig und sorglos, als wäre nix. Also wenn Ihr selber zuversichtlich seid, dass Ihr das bisschen Corona schon schafft, wenn's Euch erwischen sollte – seid Ihr doch gerade genauso auch für die anderen mitverantwortlich im weltweiten Netzwerk Menschheit: so sehr wie noch selten zuvor. Deshalb – bleibt zuhause, so oft Ihr könnt, und geht auf Abstand zu allen anderen. "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!" meint gerade genau das: Sorgt für Eure eigene Gesundheit – denn damit sorgt Ihr am besten auch für die Gesundheit der anderen!


Thema: Corona-Chancen: Schärft Euren (Spür-)Sinn!

Donnerstag, 19. März 2020, 6:40 Uhr

Was meint Ihr? Wenn es stimmt, dass in jeder Krise auch Chancen stecken, dann wäre doch jetzt gerade die Zeit – danach zu suchen! Denn wer nicht an vorderster Front im Corona-Stress steckt – hat jetzt einfach mehr Zeit als sonst. Und das könnte dann zum Beispiel auch die Gelegenheit sein, mal wieder die eigenen Vorstellungen und Einstellungen abzustauben zu Dingen, Menschen und Ereignissen, die eigenen Was-ist-mir-wirklich-wichtig-Koordinaten abzuklopfen und womöglich neu einzugeben. Und wenn Ihr früher eher so drauf gewesen seid: Was interessiert mich, wenn in China ein Sack Reis umfällt – dann wisst Ihr in Corona-Zeiten: wir sind ein großes ganzes Netzwerk Menschheit und jede und jeder darin hat eine ganz besondere, einmalige Bedeutung und Verantwortung. Und wenn Ihr bisher eher so drauf gewesen seid: Ich glaube nur, was ich sehe – dann wisst Ihr in Corona-Zeiten: das ist keine so gute Idee. Denn manches "Unsichtbare" zeigt sich unübersehbar - an seinen Folgen und Wirkungen. Auch dafür könnt Ihr die nächsten Tage und Wochen nutzen. Um Euern Spürsinn zu schärfen und Eure Seismographen noch feiner einzustellen: für alles das, was ist zwischen Himmel und Erde – das kein Auge sehen kann, sondern wofür Ihr einen besonderen Sinn und Spürsinn braucht. Viel Freude und Erfolg dabei!


Thema: Innen wie außen: Frühjahrsputz in der Fastenzeit!

Freitag, 20. März 2020, 5:40 Uhr

Wie sieht's aus bei Euch mit Frühjahrsputz? Denkt Ihr dabei auch an Euch selber? Mal aufzuräumen, auszumisten, abzustauben – was Euch im Innern bewegt, belastet, was Euch im Wege steht? Zum Beispiel Eure Vor-Stellungen, die sich vor Euch stellen, die Euch im Weg stehen und Euch die Sicht versperren: auf Eure Kinder, Eure Partnerin oder Euren Partner, auf Nachbarinnen und Fremde – am Ende sogar auf Euch selber? Eure Vor-Stellungen, wie Eure Partnerin, Euer Partner zu sein habe, um liebens-würdig zu sein; Eure Vor-Stellungen, welchen Weg Eure Kinder nehmen sollen, damit Ihr hinter Ihnen steht? Eure Vor-Stellungen von Nachbarinnen, Arbeitskollegen, Vereinskameraden und von Euch selbst – damit Ihr sie und Euch akzeptiert und respektiert und gerne haben könnt? Putzt Ihr auch Euer Inneres mal ordentlich durch im Frühjahr, jetzt in der Fastenzeit? Auch Eure Vor-Stellungen von Gott? Wie Ihr glaubt und wollt, dass er ist und sich verhält: er oder sie oder es oder weiß der Himmel? Versprochen: wenn Ihr auch in Euch drin mal ordentlich entrümpelt, eröffnen sich Euch ganz neue Ansichten und Aussichten. Überraschende, unerwünschte, vieldeutige und famose - jedenfalls bewegende Aussichten. Bleibt in Bewegung – macht Euch rundum fit in der Fastenzeit!


Thema: Angebot Fastenzeit: Innerliche Inventur!

Samstag, 21. März 2020, 6:25 h

Könnt Ihr eigentlich auch jetzt noch einsteigen - in die Fastenzeit? Obwohl sie schon halb rum ist? Ihr könnt immer noch einsteigen: heute, morgen, übermorgen. Denn viel wichtiger als das Wann ist ja das Warum und Wozu? Denn immer noch hält sich das hartnäckige Vorurteil, in der Fastenzeit komme es vor allem darauf an, auf etwas zu verzichten, was einem besonders schwer fällt. Aber zu was soll das gut sein? Damit Ihr Euch Ostersonntagmorgen selber auf die Schulter klopfen könnt, wie toll Ihr seid, dass Ihr das durchgehalten habt: nix Süßes oder kein Fernsehen, kein Alkohol oder keine neuen Klamotten? Dabei soll das ja alles nur Mittel zum Zweck sein. Euch dem zuzuwenden und das mal wieder in den Blick zu nehmen, was wirklich zählt in Eurem Leben. Was Euch wichtig ist, was war, wo's hingehen soll, Eure Pläne, Wünsche, Ideen vom Glück - mit denen zusammen, die Euch am Herzen liegen. Spielt Gott dabei eine Rolle? Welche? Wenn Ihr merkt, ohne Süßkram fehlt Euch echt was und wenn Ihr Euch nicht regelmäßig neue Klamotten kauft, fühlt Ihr Euch nur als halber Mensch - dann, ja dann ist es genau Zeit für eine innere, innerliche Inventur. Die Fastenzeit bietet sich dafür an. Hauptsache aber, Ihr reserviert Euch überhaupt ab und zu solche Zeiten - in denen Ihr in Euch geht!