Die Angedacht!-Manuskripte

vom 31. August bis 5. September 2020

Autor: Uwe Burkert, Speyer


Thema: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst – AHA!

Montag, 31. August 2020, 5:40 Uhr

Kennt Ihr die kürzeste Übersetzung von "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst"? AHA. Aha? Ja, AHA – Abstand, Hygiene, Alltagsmaske: die Top drei der Corona-Vorsorge und -Fürsorge. Dabei sind beide Anteile – gleich wichtig. Zum einen "Liebe deinen Nächsten" – also kümmer' dich um die andern, sorge für sie, pass auf sie auf! Und genau so wichtig: "wie dich selbst". Kümmer' dich um dich selbst, sorg' für dich, pass auf dich auf! Denn wer meint, Maske ist Quatsch, ich brauch' das nicht, mir passiert doch nix – liebt vor allem sich selbst zu wenig. Ja, klar, gefährden Maskenmuffel die andern damit, wenn sie ohne Maske einkaufen oder Bus fahren und nicht überall Abstand halten, wo's nur geht. Aber die eigentliche Ursache dafür ist: wer keine Maske trägt, ist es sich selber nicht wert, ist sich selber nicht genug wert. Nur wer sagen kann: hey, ich bin es mir wert, mich so gut zu schützen, wie es geht – wird's auch mit den andern so machen. Denn nur dann können ihm auch die andern, die Nächsten so viel wert sein, so nahe sein – dass die lästige Maske tragen selbstverständlich wird und eine Frage der Ehrfurcht und des Respekts: vor sich und den andern. "Liebe deinen Nächsten so wie dich selbst" – oder kurz AHA: Abstand, Hygiene, Alltagsmaske. Oder was bedeutet für Euch – die Nächsten lieben wie sich selbst?


Thema: Change is good – oder wie wandelt Ihr die Welt?

Dienstag, 1. September 2020, 5:40 Uhr

Was ist Euch lieber? Wenn alles so bleibt, wie es ist? Oder wenn Ihr Euch verändern und wandeln könnt – und so auch die Welt verändern könnt, in der Ihr lebt und leben möchtet? Das Männermagazin GQ beantwortet die Frage eindeutig. Denn alle 21 aktuellen Ausgaben der GQ rund um den Globus erscheinen vorne auf dem Cover mit dem Logo "Change is good" – also "Wandel, Veränderung ist gut". Denn die GQ-Herausgeber finden, dass Wandel und Veränderung sein müssen für eine bessere Zukunft. Wandel und Veränderung – als gemeinsame Aufgabe von allen und für alle, als Herausforderung, die zusammen zu meistern ist. Die Euch mit allen verbindet. Und mit der deshalb auch niemand alleine bleiben soll. So betont GQ Chef-Kreativ-Direktor Pollmann: "Wir sind alle eins. Es gibt niemanden, der gewinnt, wenn irgendwo auf der Welt Ausgrenzung, Hass oder Angst regieren, und niemanden, der nicht gewinnt durch Toleranz, Liebe und Verständigung." Das könnte so fast in der Bibel stehen. Beim Apostel Paulus zum Beispiel, der an die Galater schreibt, dass alle Kinder Gottes sind und eins und einer. (Gal 3,26-28) Oder an anderer Stelle: "Ertragt einander in Liebe" (Eph 4,2; Kol 3,13) Setzt Ihr auch auf Toleranz, Liebe und Verständigung, um gemeinsam die Welt zu verändern? Oder – worauf sonst?


Thema: Comic-Bibel: Was hat Euer Leben - mit Gott zu tun?

Mittwoch, 2. September 2020, 5:40 Uhr

Los geht's natürlich ganz vorne, wenn der "Big Boss", wie es heißt, eine "super Idee" hat und erst mal Himmel und Erde und alles andere dazu in die Welt setzt. Viel Arbeit, sechs Tage lang, deshalb überlegt Big Boss, was er am nächsten Tag Sinnvolles machen könnte – und hat schließlich die tolle Idee, sich am siebten Tag "mal so richtig gemütlich auszuruhen". So beginnt die neue Comic-Bibel aus dem Herder-Verlag, an der unter anderem renommierte Marvel-Comics-Zeichner mitgearbeitet haben und auch ein "Wallace und Gromit"-Illustrator. Wieselflink jagt ein Comic-Strip den anderen mit der ganzen Palette biblischer Geschichten: Mord- und Totschlag, Flucht und Vertreibung, Betrug, Liebesgeschichten und königliche Affären, Kriege, Märtyrer, Superhelden, miese, fiese Typen und Tyrannen – alles kommt vor bis zu den Paulusbriefen; und immer wieder Schafe, die launig vom Rand kommentieren, was sie gerade beobachten und was gerade geschieht. Denn nichts anderes ist ja die Bibel: eine Sammlung von lauter Geschichten, von Erlebtem und Erzähltem, das Menschen zusammengetragen haben unter der großen Überschrift: Was hat all das, was hat das Leben, mein Leben, unser Leben - mit Gott zu tun? Was würdet Ihr erzählen – unter der großen Überschrift: Was hat Euer Leben – mit Gott zu tun?


Thema: Jesus(-Echse): Nichts ist unmöglich?!

Donnerstag, 3. September 2020, 6:40 Uhr

Ist Euch schon mal 'ne Jesus-Echse über den Weg gelaufen? Dann muss das in Costa Rica, Nicaragua oder Panama gewesen sein. Denn dort huschen die leuchtend grünen Eidechsen blitzschnell übers Wasser, über Bäche und Seen. Oder Ihr besucht mal das Dynamikum in Pirmasens! Denn auch dort findet Ihr die Jesus-Echse, allerdings nur auf Schautafeln und im Kurzfilm. Die Jesus-Echse heißt hochoffiziell "Stirnlappenbasilisk", ihren Spitznamen Jesus-Echse trägt sie, klar, weil sie wie Jesus übers Wasser flitzen kann. Aber konnte Jesus wirklich übers Wasser laufen? Oder wusste er nur, wo die Steine liegen, wie Scherzbolde behaupten? Konnte Jesus wirklich übers Wasser laufen? Konnte Jesus wirklich Kranke gesund machen: Taube, Blinde, Lahme, Aussätzige? Konnte Jesus sogar Tote wieder ins Leben zurückholen, Tote wie seinen Freund Lazarus, der schon anfing zu riechen und dann plötzlich auf Zuruf munter aus seinem Grab herausspaziert kam? Für die Bibel und die biblischen Geschichten ist das nicht das Entscheidende. Entscheidend ist, was Ihr Jesus zutraut. Ob Ihr ihm überhaupt traut und vertraut, ob Ihr ihm glaubt und an ihn glaubt. Dann allerdings, so die Bibel, ist nichts mehr unmöglich; dann, so das geflügelte Wort, kann Euer Glaube, könnt Ihr - sogar Berge versetzen! Oder was meint Ihr? Was glaubt Ihr?


Thema: Was klingt für Euch – nach Leben und nach Gott?

Freitag, 4. September 2020, 5:40 Uhr

Wie klingt für Euch der Sound des Lebens, der Klang quicklebendiger Lebendigkeit? Isses das Gluckern und Gurgeln einer Quelle oder das Rauschen eines Baches – weil Wasser erst Leben überhaupt möglich macht auf diesem Planeten? Oder isses das Summen der Insekten oder das Zwitschern der Vögel? Was klingt für Euch wie das pralle Leben? Wenn die Sonne heiß und hell am Himmel steht, die Luft still zu stehen scheint und die Ohren dröhnen vor Hitze? Was ist für Euch der Sound des Lebens? Euer Herzschlag, Euer Herz, das klopft und Euch lebendig hält? Oder isses eher das Rauschen des Windes, das für Euch klingt nach Frische, Leben und Bewegtheit? Was ist für Euch der Sound des Lebens? Euer Lieblingssong, der Euch unter die Haut geht und das Rückenmark entlang krabbelt – bis Ihr Gänsehaut bekommt und vollgepumpt seid mit Glückshormonen? Oder geht's Euch wie dem Propheten Elija im älteren Teil der Bibel? Der Gott ganz unerwartet und überraschend ausgerechnet im leisesten, hauchzarten Säuseln entdeckt? Was klingt für Euch – nach Leben wie sonst nichts, nach Leben wie nichts anderes? Und wenn Ihr Eure Ohren spitzt und auf die Stille hört und lauscht ins Schweigen – was hört Ihr dann? Euer Herz schlagen, die Unendlichkeit des Kosmos – oder wie Elija Gott?


Thema: Werdet immer mehr – Wettergöttin und Wettergott!

Samstag, 5. September 2020, 6:25 h

Macht Ihr auch Euer Wetter lieber selber? So wie die kleine Anna, die in ihren berühmten Briefen an Mister Gott schreibt, dass "doch das Wetter, was man in sich selber macht, viel, viel wichtiger is wie das von draußen"? Gerade jetzt, wenn der Herbst sich langsam ausbreitet und die Tage kürzer werden und die Nächte länger, kann das ein sehr gutes Rezept sein gegen Herbst-Blues und Winter-Depression. Einfach – isses nicht. Oder könnt Ihr Eure Stimmung einfach auf Knopfdruck umschalten: von betrübt auf heiter, von besorgt auf happy-halleluja? Das können die wenigsten. Aber üben, es probieren, dranbleiben – das wäre doch einen Versuch wert, oder? Um das Wetter, das Ihr in Euch selber macht, immer besser aushalten zu können und immer öfter aufhellen zu können. Was nicht heißt, nicht auch mal Trübsal zu blasen und traurig zu sein. Aber sich dem nicht ausgeliefert zu fühlen. Werdet immer mehr Eure innere Wettergöttin oder Euer Wettergott. Denn als Ebenbilder Gottes, wie's gleich am Anfang der Bibel heißt, als Ikonen Gottes – seid Ihr durchaus auch zuständig fürs Wetter Machen in Euch. Lasst die Sonne in Euch scheinen, die viele Religionen Gott nennen – und lasst Eure innere Sonne scheinen für andere. In diesem Sinne - sonniges Wochenende!