A - Z Stichwortsuche

Bitte wählen Sie einen Buchstaben aus:

Zur Landkarte Bistum

Informationen

Dekanate

In dieser Übersicht finden Sie alle Dekanate im Bistum Speyer.

Dekanat 1 Bad Dürkheim


Dekanat 2 Donnersberg


Dekanat 3 Germersheim


Dekanat 4 Kaiserslautern


Dekanat 5 Kusel

Dekanat 6 Landau


Dekanat 7 Speyer


Dekanat 8 Pirmasens


Dekanat 9 Saarpfalz


Dekanat 10 Ludwigshafen

Die Angedacht!-Manuskripte vom 13. bis 19. Oktober 2019

Autor: Stefan Weinert, Trier


Thema: Was ist Eure – Mission?

Foto: Helmut Thewalt

Sonntag, 13. Oktober 2019, 6:40 Uhr

Gibt’s Dinge, die Euch so wichtig sind, dass Ihr sie unbedingt weitersagen müsst? Dass Ihr andere davon überzeugen wollt? Weil Ihr selbst fest davon überzeugt seid, dass es wichtig ist, dass es gut tut? „Missionseifer“ nennt man so was – und viele Leute grinsen ein bisschen darüber. „Missionieren“ – das tut man nicht. Das klingt nach überreden, anderen etwas aufdrängen. So, wie christliche Missionare den Glauben an Jesus von Nazareth manchmal mit Zwang und Gewalt verbreitet haben, in früheren Jahrhunderten. Heute ist bei den meisten Christen nicht mehr viel „Missionseifer“ zu spüren, jedenfalls in Deutschland nicht; auch in diesen Tagen nicht, obwohl der Oktober in der katholischen Kirche der Monat der Weltmission ist. Aber das, was Jesus von Nazareth getan und gesagt hat - wär’s das nicht wert, dass auch andere davon erfahren? Schaut Euch mal um: in Eurer Familie, in Eurer Umgebung, in Deutschland, der Welt: Wie sieht’s da aus? Ob die Botschaft „Selig sind die, die Frieden stiften“ da nicht doch gut täte? Das Versprechen, dass Gott die Hungernden mit seinen Gaben beschenkt? Der Appell, anderen zu helfen und Feinden zu verzeihen? Die Zusage, dass Gott alle Tränen abwischen wird? Ist das nicht eine frohe Botschaft, die weitererzählt werden kann, soll, oder sogar muss? Wovon seid Ihr so felsenfest überzeugt, dass Ihr’s andern unbedingt weitersagen wollt?


Thema: Auf wen setzt Ihr – wenn Ihr Angst habt?

Montag, 14. Oktober 2019, 5:40 Uhr

Wovor habt Ihr Angst? Davor, dass es in Deutschland Spannungen geben könnte, weil Ausländer kommen? Über die Hälfte der Deutschen hat davor Angst. Oder vor Terrorismus oder davor, dass Wohnen unbezahlbar wird? Auch das sind zwei deutsche Top-Ten-Ängste. Nachzulesen in der aktuellen Studie einer Versicherung. Und diese Ängste haben ja durchaus mehr oder weniger reale Ursachen. Angst gehört dazu zum Menschenleben. Selbst in der Bibel, einem Buch der Hoffnung, gibt es Angst-Geschichten. Ganz klassisch: Die Israeliten auf der Flucht vor den Ägyptern am Roten Meer; vorne Wasser, hinten rückt die hochgerüstete Armee der Ägypter an. Wichtig ist dann erst mal, dass nicht jeder versucht, seine Schäfchen ins Trockene zu bringen, nach dem Motto: Rette sich, wer kann! Sondern das man nach Rettung für alle sucht. Keiner soll auf der Strecke bleiben. Das heißt aber, dass die Starken die Schwachen nicht im Stich lassen dürfen. Das gelingt nur, wenn aus der Angst keine allgemeine Panik wird. Auch die Israeliten hatten keine Heiden-Angst, sondern riefen in ihrer Angst immer wieder zu Gott, setzten auf seine Hilfe – mit Erfolg: Sie wurden gerettet. Wen ruft Ihr, wenn Euch das Wasser bis zum Hals steht? Auf wen setzt Ihr, wenn Ihr Angst habt? Auf Euch selbst? Die Familie? Auf Eure Freunde? Auf Gott?


Thema: Vor großen Entscheidungen und im kleinen Alltag: beten hilft!

Dienstag, 15. Oktober 2019, 5:40 Uhr

Wie macht Ihr das, wenn Ihr eine wichtige Entscheidung treffen müsst – zum Beispiel über Euren Arbeitsplatz? Entscheidet Ihr spontan? Wägt Ihr gründlich ab? Beratet Euch mit Freunden? Wälzt Fachliteratur? Betet Ihr? Wenn Ihr betet, dann gehört Ihr zu den wenigen Deutschen, die das tun, so Meinungsforscher. Offenbar sind die allermeisten der Meinung, das beten da nicht hilft. Ganz anders in der Bibel. In der Bibel beten viele Menschen. Zum Beispiel Jesus von Nazareth. Der hat sich immer wieder zurückgezogen, um sich über seine nächsten Schritte klar zu werden. Aber er hat nicht um sich selbst gekreist, sondern hat gebetet, war im Kontakt mit Gott. Und auch, als die Apostel einen Nachfolger für den Verräter Judas ausgewählt haben, haben sie zuerst gebetet. Beten ersetzt nicht Euer eigenes Nachdenken, die Entscheidungen fallen Euch dadurch nicht in den Schoß; es geht nicht ohne Euch. Andererseits ist beten mehr als eine Art mentales Training; es geht nicht nur um Euch. Beten heißt, mit Gott in Kontakt zu treten. Wie? Es gibt keine Rezepte für richtiges Beten; aber es gibt Vorlagen, zum Beispiel das Vaterunser. Probiert's aus, tastet Euch ran, findet so Eure Form des Betens!


Thema: Goldene Regel Jesu: Was Du willst, was man Dir tut!

Mittwoch, 16. Oktober 2019, 5:40 Uhr

Hat man Euch als Kind mit Benimm-Regeln getriezt? Ist da auch mal der Name „Knigge“ gefallen? Den Mann gab’s ja wirklich: Adolph Freiherr von Knigge hieß er, und heute hätte er Geburtstag – allerdings würde er dann 267 Jahre alt. Sein Name steht geradezu sprichwörtlich für gutes Benehmen, für Umgangsformen. Und das ist ja auch was Feines; gutes Benehmen macht das Zusammenleben leichter. Kritisch wird’s allerdings, wenn damit nur der äußere Schein gemeint ist. Bei manchen Benimm-Gurus könnt Ihr lesen, es sei gar nicht wichtig, was man sage, sondern nur, wie man dabei auftrete. Umgangsformen gelten als wichtig, weil sie bei der Karriere helfen und gut sind fürs Image. Aber ist das nicht genau die Form von gutem Benehmen, die zu Recht als verlogen und oberflächlich gilt? Wer zu anderen nur deshalb höflich und freundlich ist, weil es ihm selbst nützt - ist der denn wirklich besser als der Ellenbogen-Brutalo? Wenn Höflichkeit mehr ist als bloßes Getue, dann aus Respekt vor dem Anderen; weil der mir genauso wertvoll ist, wie ich selbst. "Alles, was ihr von anderen erwartet, das tut auch ihnen“, sagt Jesus von Nazareth. Sozusagen: „Was Du willst, das man dir tu, das füg’ auch bitte andern zu!“. Also: Was erwartet Ihr von anderen? Dann macht’s bitte selbst genau so!


Thema: Jesus ins Gesicht sehen

Donnerstag, 17. Oktober 2019, 5:40 Uhr

Wie hat Jesus ausgesehen? Auf Gemälden wird er oft mit langen Haaren und Bart gezeigt, und viele Filmregisseure haben dieses Bild übernommen. Ist aber vermutlich falsch, sagt der Bibelwissenschaftler J. Andrew Doole – damals seien lange Haare und Bart eher unüblich gewesen. Vor ein paar Jahren haben andere Wissenschaftler schon mal versucht zu rekonstruieren, wie Männer in Palästina damals ausgesehen haben – auch dieses Gesicht war anders als die meisten Jesus-Darstellungen. Jesus von Nazareth hat vor rund 2.000 Jahren in Israel gelebt. Er war ein ganz bestimmter Mensch, mit ganz persönlichen Gesichtszügen. Aber Details kennt heute niemand mehr. Im Gegensatz zu den Menschen in Israel vor 2.000 Jahren könnt Ihr Jesus nicht Auge in Auge gegenübertreten. Aber Ihr habt andere Möglichkeiten, ihn zu sehen. Nämlich, wie Jesus in der Bibel selbst sagt: Wer einen Kranken besucht, einem Hungrigen zu Essen gibt, wer einen Fremden oder einen Obdachlosen aufnimmt, wer einem Gefangenen beisteht – der ist ihm, Jesus, begegnet. Das ist wichtiger, als über Jesu Augenfarbe nachzudenken. Also: Wenn Ihr wollt, könnt Ihr auf die Art heute sozusagen Jesus treffen. Oder wie könnte Jesus Euch sonst treffen, wann und wo?


Thema: An Lukas' Namenstag – findet Eure Lieblingsstelle im Lukas-Evangelium!

Freitag, 18. Oktober 2019, 5:40 Uhr

Wer von Euch heißt Lukas? Herzlichen Glückwunsch! Alle Lukasse haben heute nämlich Namenstag; heute ist der Gedenktag des heiligen Lukas. Lukas? Bibel? Richtig – eins der vier Evangelien über Jesus von Nazareth soll von einem Lukas geschrieben worden sein. Und auch die Apostelgeschichte, in der erzählt wird, wie es nach Jesu Tod, Auferstehung und Himmelfahrt weiterging; wie Petrus, Paulus und die anderen die Geschichten über Jesus weitererzählen. In seinem Vorwort könnt Ihr lesen, warum Lukas das alles aufgeschrieben hat, nämlich für einen Bekannten oder Freund namens Theophilus. Und der hat die beiden Bücher, Evangelium und die Apostelgeschichte, die hat Theophilus offenbar nicht für sich behalten, sondern er hat sie an andere weitergegeben, oder Lukas selbst hat das getan. Bis heute haben jedenfalls Milliarden von Menschen darin gelesen, und viele haben da Stellen entdeckt, die sie spannend fanden, bedeutungsvoll, wichtig für ihr Leben. Habt Ihr auch so eine Lukas-Stelle? Aus der Weihnachtsgeschichte vielleicht, wo der Engel den Hirten Mut macht: „Fürchtet euch nicht“? Aus der Bergpredigt - „liebt eure Feinde“? Oder wie 5.000 Menschen von fünf Broten und zwei Fischen satt werden? Lest doch mal rein ins Lukas-Evangelium - und findet Eure Lieblingsstelle!


Thema: Wie mutig seid Ihr unterwegs – und wohin?

Samstag, 19. Oktober 2019, 6:25 h

Kennt Ihr die Huronen? Den Indianerstamm aus Lederstrumpf und dem letzten Mohikaner? Da haben sie die Rolle der Bösen. Jean de Brébeuf aber kam gut mit ihnen aus, damals, vor 400 Jahren, in Kanada - zu der Zeit eine französische Kolonie. Dorthin schifft sich der junge Franzose Jean de Brébeuf ein. Nachdem er an der Ostküste Kanadas angekommen ist, lernt er, sich mit den Indianern zu verständigen, rüstet sich aus und macht sich mit einem Kanu auf den Weg eben zu den Huronen. Jean de Brébeuf ist aber weder Fallensteller noch Siedler, sondern – Missionar. Ein Jesuitenpater. Mehrere Jahre lebt er bei den Huronen, lernt ihre Sprache, schreibt Wörterbücher – und predigt und tauft. Die Lage wird kritisch, als die Engländer das Territorium für sich wollen und Verbündete bei den Irokesen suchen. Im März 1649 überfällt eine Irokesen-Armee die Dörfer der christlichen Huronen und tötet viele der Bewohner, auch Jean de Brébeuf. Später wird er heiliggesprochen, heute ist sein Gedenktag. – Jean de Brébeuf hätte auch Held einer Lederstrumpf-Erzählung werden können. Aufbruch ins Unbekannte, in eine neue Welt. Dazu braucht es Mut, Zähigkeit – und ein klares Ziel. Wohin seid Ihr unterwegs? Zu welchem Ziel? Und - wie mutig?


Anzeige

Anzeige