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Dekanate

In dieser Übersicht finden Sie alle Dekanate im Bistum Speyer.

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Dekanat 9 Saarpfalz


Dekanat 10 Ludwigshafen

Die Angedacht!-Manuskripte

vom 26. Mai bis 1. Juni 2019

Autorin: Maike Jakob, Mainz


Thema: 72 Stunden - 'ne gute Sache!

Sonntag, 26. Mai 2019, 6:40 Uhr

Sind sie Euch in den letzten Tagen schon aufgefallen: die Jugendlichen, die der Himmel schickt? Ihr erkennt sie an den meistens grünen T-Shirts und daran, dass sie gerade alle Hände voll zu tun haben. Denn sie sind auf der Zielgeraden der „Zweiundsiebzigstunden-Aktion“. Diese Aktion wird organisiert vom Bund der Katholischen Jugend und findet in ganz Deutschland statt. Seit Donnerstag sind für zweiundsiebzig Stunden tausende Jugendliche im Einsatz für 'ne gute Sache. – Und das in ihrer Freizeit, einige von ihnen sogar nachts. Die Jugendlichen packen tatkräftig an bei Projekten im sozialen Bereich, für die Umwelt oder für das Zusammenspiel der Religionen. In Bingen zum Beispiel gestalten Schülerinnen der katholischen Hildegardisschule den Außenbereich eines Seniorenheims neu: Da, wo am Donnerstag nur unansehnliche Steine waren, soll ein Brunnen hin. Und heute, Punkt siebzehn Uhr sieben müssen alle Projekte fertig sein. Wenn Ihr das 'ne gute Sache findet – überlegt doch selbst mal: Wo könnt Ihr Euer persönliches soziales Projekt starten? Und dann: Krempelt die Ärmel hoch! Eine Stunde, zwei Stunden, zweiundsiebzig Stunden – so lange Ihr dafür eben braucht.


Thema: Friedhof ein (digitaler) Lebensraum

Montag, 27. Mai 2019, 5:40 Uhr

Geht Ihr eigentlich ab und zu auf den Friedhof? Gerade in größeren Städten ziehen sich manche ja gern für 'ne Pause auf einen Friedhof zurück. – Um die Stille zu genießen oder etwas im Grünen zu spazieren, wenn’s keinen Park in der Nähe gibt. Und: Warum nicht? Wenn Ihr ab und zu dort seid, könnt Ihr merken: Da hausen keine Totengeister. Im Gegenteil: Da könnt Ihr Natur erleben und auch Kultur: – Zum Beispiel, wenn Ihr euch anseht, wie unterschiedlich einige Gräber her gerichtet sind: von liebevoll gepflegt bis wild überwuchert. Oder: Wenn Ihr Euch Grabsteine betrachtet, könnt Ihr merken, wie sehr sich unsre Welt in den letzten dreisig Jahren verändert hat: Da gibt’s welche mit Fotos, traditionelle Kreuze, farbige Stelen und: Inzwischen sogar die digitale Variante: Dabei ist auf 'ner kleinen Tafel ein QR-Code angebracht. Wenn Ihr den per Smartphone scannt, landet Ihr auf 'ner Homepage, wo Ihr Bilder, Videos, Anekdoten und andere Erinnerungen an den Verstorbenen findet. Und: Die könntet Ihr auch teilen mit den Leuten, die einen Verstorbenen nicht persönlich an seiner letzten Ruhestätte besuchen können. Ob das die Grabsteine der Zukunft werden? Oder geht Euch die Digitalisierung an so 'nem besonderen, irgendwie „heiligen“ Ort zu weit?


Thema: Ambrosius und die Bienen

Dienstag, 28. Mai 2019, 6:40 Uhr

Sie ist braun gelb und eine super hilfreiche Zeitgenossin: Die Biene. Trotzdem fürchten sie viele von Euch. Denn wenn eine Biene zu sticht dann tut‘s richtig weh. Umso erstaunlicher ist diese Legende aus dem frühen Mittelalter: Im vierten Jahrhundert erblickte der kleine Ambrosius die Welt. Als er ein Kind war, flog ihm ein Schwarm Bienen mitten aufs Gesicht. Die Erwachsenen um ihn herum wollten die Bienen sofort vertreiben. Aber Ambrosius‘ Vater hat das verboten. Denn er wusste: Bienen stechen nur dann, wenn sie Angst kriegen. Also ist er ruhig geblieben und hat drauf vertraut, dass sie seinem Sohn nichts tun. – Könntet Ihr das bei Euren Kindern? Zugucken, wie Bienen auf ihnen rum krabbeln? Ambrosius‘ Papa muss ganz schönes Gottvertrauen gehabt haben! Und die Legende berichtet: Damit hatte er Recht: Dem Ambrosius ist nämlich nichts passiert! Außer, dass er in seinem späteren Leben 'ne ganz besondere Beziehung zu Bienen gehabt haben soll. – Deswegen gilt er heute als Schutzpatron für Bienen und Imker. Und als der hat er jetzt richtig viel zu tun. Denn: Die Bienen sterben aus. Ihr könnt auch helfen Bienen zu schützen: Indem Ihr vertraut, dass die Bienen auch Euch nicht mit ihrem Stachel belästigen, wenn auch Ihr sie in Ruhe lasst. – Das geht doch, oder?


Thema: Das „Heilige“ steckt hinter den Dingen

Mittwoch, 29. Mai 2019, 5:40 Uhr

Wie steht Ihr denn zu Schmuck? Da unterscheiden sich die Geschmäcker ja gewaltig: Besondere Schmuckstücke wie den Ehering oder ein Familienerbstück tragen aber auch viele Schmuckmuffel. Denn bei denen kommt’s mehr auf die Erinnerung an. Möglicherweise stecken da sogar ganz handfeste Erinnerungen drin. Das musste kürzlich ein Mann entdecken, der einen Ring geerbt hat: Sein Ring war nämlich an einer Stelle total verformt. Der Mann wollte wissen, warum und hat die Stelle untersuchen lassen. Und dabei kam raus: die Ring ist so unförmig, weil da ein Stück Knochen drin steckt. Uh. -  Würdet Ihr so 'nen Ring tragen? Und: Könnt Ihr Euch vorstellen, dass sich Leute früher für so ein Stück Knochen die Köpfe eingehauen haben? Im Mittelalter haben sie regelrecht danach gejagt. Das Ergebnis könnt Ihr in manchen Kirchen noch sehen: Da gibt’s Vitrinen und Schatullen mit Knochen oder anderen Körperteilen. Drin sind Überreste von Heiligen, so genannte „Reliquien“. Darauf waren die Menschen früher richtig stolz. Denn sie haben geglaubt: Der Heilige, von dem sie eine Reliquie besitzen, der beschützt sie.– Ist ähnlich wie bei 'nem Erbstück: Entscheidend ist nämlich, was die Augen nicht sehen. Was habt Ihr für ein Erbstück oder einen Lieblingsgegenstand, den nicht unbedingt alle schön finden müssen, der Euch aber heilig ist?


Thema: Das Paradies könnte auch anders sein!

Donnerstag, 30. Mai 2019, 5:40 Uhr

Was verbirgt sich wohl hinter dem „Tor zum Paradies“? Könnte ja vieles sein: Ein Schlaraffenland, Blaues Meer und weißer Sand, ein Ort, wo es niemals Montagmorgen wird oder einer, an dem Engel aus dem Halleluja-Singen nicht mehr raus kommen. Tatsächlich steht der Spruch auf dem Türchen zu einem total chaotischen, verwucherten und mit alten Möbeln zugestellten Fleck Land, der mitten in einer Siedlung von sorgfältigst gepflegten Schrebergärten liegt. Fragt Ihr Euch auch, was daran paradiesisch sein soll? Aber: Wer weiß denn schon so genau, wie es da aussieht im Paradies, beziehungsweise im „Himmel“? Möglicher Weise ist das ganz anders als Ihr denkt! Die Bibel kennt verschiedene Vorstellungen, zum Beispiel: Da ist es, wie bei einer Feier mit riesigem Festgelage, oder: Der Himmel ist wie eine große, festlich geschmückte Stadt und viele andere. – Es ist also gar nicht so sicher, wie es im Paradies so ist und aussieht. Da, wo Jesus hin ist heute, an Christi Himmelfahrt, so wie's die Bibel beschreibt. Wo genau er da hin gefahren ist, wissen wir nicht. Er hat angekündigt, dass er dort eine Wohnung für uns vorbereitet. – Ob’s da so ist, wie Ihr’s Euch vorstellt oder noch viel besser? Bleibt auf jeden Fall – neugierig!


Thema: Jede Liebe kommt von Gott

Freitag, 31. Mai 2019, 5:40 Uhr

„Vincent kriegt kein‘ hoch, wenn er an Mädchen denkt. Er hat’s oft versucht und sich echt angestrengt.“ – So beginnt Sarah Connors aktueller Hit über die Liebe. Und der kommt bei vielen von Euch so richtig gut an. Könnte sein, weil’s nicht eins von den üblichen Liebeskuschelliedern ist, sondern weil er alle Seiten der Liebe beleuchtet. Auch die schweren und traurigen, die Euch in die Verzweiflung stürzen können und, die Ihr so nicht wollt: Echte Liebe ist eben unkontrollierbar. – Ihr könnt Euch nicht aussuchen, wen’s trifft. Echte Liebe könnt Ihr auch mit aller Mühe und Kraft nicht immer festhalten. Und: Echte Liebe ist ein Gefühl, das „fühlen manche nie“, wie Sarah singt. Aber: Ist das nicht viel mehr als „nur“ ein Gefühl? Wenn Liebe, wie’s im Lied heißt, Fieber auslösen kann, oder das Gefühl zu zerbrechen, gar zu sterben, fast wie 'ne Krankheit. Muss Liebe dann nicht viel mehr, viel kraftvoller sein als „nur“ ein Gefühl? In der Bibel heißt’s „Gott ist die Liebe“ (1 Joh 4,8) . Kann das für Euch diese übermenschliche Kraft, die Liebe hat, erklären? Wenn Gott die Liebe ist – dann ist dagegen kein Kraut gewachsen. Und: dann hat jeder, der ehrlich liebt, Anteil an Gott. Egal, wer es ist und wen er liebt. Oder?


Thema: Kinder – Kalkül oder Geschenk?

Samstag, 1. Juni 2019, 6:25 h

„Also Papa, eigentlich ist Kinder kriegen doch total blöd: Erst plärren sie die Gegend voll, dann muss man ständig drauf aufpassen und wenn sie in die Pubertät kommen machen sie nur Stress. Und dann werden sie achtzehn und ziehen aus! Wieso tut man sich das denn an?“ Gute Frage? – Die hat eine Dreizehnjährige ungefähr so ihrem Papa gestellt. Der hat ziemlich schlagfertig geantwortet: „Naja weißt du, dafür gehen wir Eltern ja davon aus, dass ihr uns mal pflegen werdet.“ Darauf hat seine Tochter aber „auch kein Bock“. Na wunderbar. – Sind damit alle Argumente für oder gegen Kinder ausgetauscht? Was meint Ihr: Geht’s bei der Entscheidung für Kinder um eine Kalkulation im Sinn von: Was muss ich reinstecken, damit ich für mich das Beste rausholen kann? Oder geht’s um mehr: Darum, Liebe weiter zugeben, einem Menschen das Leben schenken und diesen Menschen, so wie er ist, in Freude anzunehmen? Ohne Berechnung des Maßstabs, den er einmal erfüllen soll. Im Alten Orient galten Kinder als Reichtum und das höchste Gut überhaupt. Kinder waren ein Geschenk Gottes. Und sind sie das nicht immer noch: Ein Geschenk? – Könnt Ihr Kinder annehmen wie ein Geschenk, und ihnen das zeigen?


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