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In dieser Übersicht finden Sie alle Dekanate im Bistum Speyer.

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Die Angedacht!-Manuskripte vom 5. bis 10. August 2019

Autor: Uwe Burkert, Speyer


Thema: Kirchen-Camping: Auf Tuchfühlung mit Gott?

Foto: RPR1./Thommy Mardo

Montag, 5. August 2019, 6:40 Uhr

Wär' das was für die nächsten Ferien: Champing? Church-Camping in der Langform, also Campen in einer Kirche? Könnt Ihr in Schottland oder England zum Beispiel. Denn da bietet die Stiftung "Churches Conservation Trust", kurz CCT, Übernachten an in rund 350 Kirchen. Die Kirchen sind immer noch geweiht und werden ab und zu auch noch für religiöse Zwecke genutzt. Für Hochzeiten zum Beispiel sind sie sehr beliebt: schöne alte Kirchen, die oft unter Denkmalschutz stehen. So macht die Anglikanische Kirche aus der Not eine Tugend. Aus der Not, immer mehr Kirchen schließen zu müssen, weil die Gläubigen immer weniger werden und die Kirchenbesucherinnen und –besucher. Eine Tugend, denn auf einmal bekommt diese Verheißung Jesu aus dem Johannes-Evangelium einen ganz neuen Zungenschlag: "Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen" (Joh 14,2a). Jedenfalls – viele Ruheplätze und Betten beim Kirchen-Camping. Und fast wie von selbst bewahrheitet sich, was Jesus im Matthäus-Evangelium verspricht: "Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen." (Mt 11,28) Ganz zu schweigen von diesem geflügelten Psalm-Wort: "Den Seinen gibt's der Herr im Schlaf" (Ps 127,2b). So auf Tuchfühlung zu gehen mit Gott wie beim Kirchen-Camping – das hat schon was, oder? Oder an welchem Ort könntet Ihr am ehesten auf Tuchfühlung gehen - mit Gott?


Thema: FOMOs – JOMOs? Flug- bzw. Vögel-des-Himmels-Modus!

Dienstag, 6. August 2019, 6:40 Uhr

Seid Ihr FOMOs oder JOMOs? FOMO steht für "Fear of missing out", für die Angst, etwas zu verpassen. JOMO steht für "Joy of missing out", also fürs genaue Gegenteil: für die Freude, etwas zu verpassen. Was dahinter steckt, ahnt Ihr. Denn tausend Dinge: Infos, Events, Schnäppchen, Gelegenheiten, Posts, Trends, Mails, News, Sprachnachrichten und Videos jeden Tag, stündlich, minütlich, könnt Ihr nachjagen – um nur ja nix davon zu verpassen. JOMO meint das genaue Gegenteil: Freut Euch über jedes Funkloch, besser noch: nehmt Euch absichtlich Auszeiten, in denen Ihr nicht auf Empfang seid – sondern im Flugmodus! Mitten im Wald, auf einem Berg, in Eurem kuscheligen Zuhause. Keine News, keine Infos, nix Checks – einfach nur da sein, hier und jetzt. Ihr könnt nicht - aussteigen aus dem Hamsterrad von messagen und liken und connecten und teilen? Ihr könnt! Seht die Vögel des Himmels, seht die Lilien auf dem Feld – kommen prima aus ohne Smartphone und Dauersorge, was zu verpassen. Die Vögel des Himmels und die Lilien auf dem Feld – sind Jesu Muster-Beispiele vor 2000 Jahren: welche Sorge gut tut und welche nicht. FOMOs oder JOMOs? Ihr habt die Wahl!


Thema: Heftet Euch – an Gottes Präsenz-Fersen und Spuren!

Mittwoch, 7. August 2019, 5:40 Uhr

Wenn Euch so kurz nach den Ferien schon wieder alles zu viel zu werden droht und Ihr das Gefühl habt, die Wellen von Verpflichtungen und Terminen und Aufgaben schlagen über Euch zusammen - macht’s: wie der Fisch. Tipp aus Trier, von Bischof Ambrosius. Okay – das ist jetzt rund eintausend siebenhundert Jahre her. Aber Ambrosius nimmt bewusst den unscheinbaren Fisch – als Vorbild dafür, wie wir uns im Alltag bewegen, versuchen vorwärts zu kommen, ohne unter zu gehen. „Der Fisch ist im Meer und er ist auf den Wellen“, predigt Ambrosius, „er schwimmt mit den Wogen des Wassers. Der Sturm wütet auf der See, die Winde brüllen, doch der Fisch schwimmt; er wird nicht verschlungen. Für dich ist die Welt das Meer“, so Ambrosius weiter, „und du musst dieser Fisch sein, damit dich die Wellen der Welt nicht verschlingen.“ Der Fisch als Vorbild. Der Fisch, der nicht weiß, was morgen ist, der auf Unvorhersehbares reagiert, der auch mal in ruhigerem Wasser treibt, aber auch gegen den Strom schwimmt. Unterwegs mit einem inneren Navigationssystem. Der in seinem Element ist – im Wasser. Und der nicht untergeht in den wilden Wassern dieser Welt, in den Anforderungen des Alltags. Denn der Fisch kommt - von Gott; er hat, was er braucht. Wie Ihr. Seid, macht‘s – wie der Fisch!


Thema: Wie Senf- und Reiskorn: Fangt klein an – und lasst es wachsen!

Donnerstag, 8. August 2019, 5:40 Uhr

Was haben Senfkorn und Reiskorn gemeinsam? Man ahnt nicht, welche Kraft in ihnen steckt. Deshalb vergleicht Jesus das Gottesreich mit einem Senfkorn: klein und unscheinbar fängt es an – und wird dann groß wie eine ausgewachsene Senfstaude. Auf die Kraft des Reiskorns vertraut ganz handfest der Bischof von Cassino allo Ionio in Italien, Francesco Savino. Denn der Bischof predigt nicht nur, sondern er baut auch Reis an: in Kalabrien, im Süden Italiens. Mit dem Reisanbau verhindert der Bischof die Versalzung des Trinkwassers: das Salz bleibt dann in den ausgesprochen salzigen Böden und wandert nicht weiter ins Grundwasser. Zugleich versucht Bischof Savino den Einfluss der organisierten Kriminalität zurückzudrängen. Denn sein landwirtschaftliches Unternehmen "Terzeria" beschäftigt mehrere hundert Angestellte, die rund 800 Tonnen Reis pro Jahr produzieren, besonders geeignet für cremiges, leckeres Risotto. So verdienen die Leute sauber sauberes Geld. Sogenanntes "Schutzgeld" zahlt der Bischof nicht, dafür bekommt er ständig Morddrohungen. Ob Senfkorn, ob Reiskorn – alles fängt mal klein an. Hauptsache, es fängt an - Hauptsache, jemand fängt an. Wann fangt Ihr an – und welches Projekt? Womit fangt Ihr klein an – und lasst es dann wachsen, wachsen, wachsen?


Thema: À la Ambrosius: Seid, macht’s - wie der Fisch!

Freitag, 9. August 2019, 5:40 Uhr

Wenn Euch so kurz nach den Ferien schon wieder alles zu viel zu werden droht und Ihr das Gefühl habt, die Wellen von Verpflichtungen und Terminen und Aufgaben schlagen über Euch zusammen - macht’s: wie der Fisch. Tipp aus Trier, von Bischof Ambrosius. Okay – das ist jetzt rund eintausend siebenhundert Jahre her. Aber Ambrosius nimmt bewusst den unscheinbaren Fisch – als Vorbild dafür, wie wir uns im Alltag bewegen, versuchen vorwärts zu kommen, ohne unter zu gehen. „Der Fisch ist im Meer und er ist auf den Wellen“, predigt Ambrosius, „er schwimmt mit den Wogen des Wassers. Der Sturm wütet auf der See, die Winde brüllen, doch der Fisch schwimmt; er wird nicht verschlungen. Für dich ist die Welt das Meer“, so Ambrosius weiter, „und du musst dieser Fisch sein, damit dich die Wellen der Welt nicht verschlingen.“ Der Fisch als Vorbild. Der Fisch, der nicht weiß, was morgen ist, der auf Unvorhersehbares reagiert, der auch mal in ruhigerem Wasser treibt, aber auch gegen den Strom schwimmt. Unterwegs mit einem inneren Navigationssystem. Der in seinem Element ist – im Wasser. Und der nicht untergeht in den wilden Wassern dieser Welt, in den Anforderungen des Alltags. Denn der Fisch kommt - von Gott; er hat, was er braucht. Wie Ihr. Seid, macht‘s – wie der Fisch!


Thema: Schulanfang: Wuchert mit Euren Talenten!

Samstag, 10. August 2019, 6:25 h

Müsst Ihr ab Montag auch wieder jeden Morgen früh 'raus mit Euren Kindern? Und fiebert Ihr mit, welche Lehrer Eure Kinder bekommen? Ihr habt sogar richtige ABC-Schützen? Na, dann kann der "Ernst des Lebens" ja beginnen! Wie viele verschiedene Jungen und Mädchen ab Montag wieder zusammenkommen und fast ein ganzes Jahr ackern dafür, dass am Ende das Zeugnis ordentlich wird! Gehören Eure Kinder eher zu den Überfliegern, Abos auf Einsen, egal welches Fach? Oder sind Eure Kinder gesundes Mittelfeld: manche Fächer klasse, andere geht so? Eure Kinder müssen sich eher durchbeißen, viel arbeiten, büffeln, um überhaupt auf einen grünen Zweig zu kommen? Ja, die Talente sind ungleich verteilt. Das ist schon in der Bibel so. Aber darauf kommt's auch gar nicht an. Worauf's aber ankommt? Sich nicht zu verstecken, sich und seine Talente. Egal wie viele und welche. Denn im Gleichnis von den Talenten erzählt Jesus, dass der Herr diejenigen lobt, die mit ihren Talenten klug und mutig gewirtschaftet haben, egal ob mit fünf oder mit zwei Talenten. Und derjenige bekommt eins auf die Mütze, der vor lauter Angst sein Talent versteckt und vergraben hat. Ob in der Schule oder sonst wo: Den Ritterschlag von ganz oben bekommt Ihr nur, wenn Ihr mit Euren Talenten wuchert. Wie viele Ihr habt, ist schnurzpiepegal. Macht aus dem, was Ihr habt - das Beste!


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