Sonntag • 1. August 2021 • 6 - 10 Uhr ∞ RPR1. Einfach himmlisch!


Premiere zu SoFiAs 30. im Bistum Trier! Junge Mutter mit Kind zum Freiwilligendienste im Ausland

Dreißig Jahre SoFiA im Bistum Trier! Im Jubiläumsjahr starten zwölf junge Freiwillige zu einem einjährigen Friedensdienst im Ausland in sozialen Einrichtungen in Bolivien, Frankreich, Litauen, Rumänien, Ruanda und der Ukraine. Der Freiwilligendienst fördert den interkulturellen Austausch und verändert die Sicht auf manches Gewohnte zu Hause. Denn wer beispielsweise erlebt hat, wie bolivianische Dorfbewohner*innen an Wasserknappheit leiden, schaut auch nach seiner Rückkehr nach Deutschland vermutlich anders auf natürliche Ressourcen. Die Freiwilligen starten gut vorbereitet in ihren Dienst und haben die ersten Vorbereitungsseminare schon im Februar besucht. Auch für ein engmaschiges Krisenmanagement sorgt der Verein SoFiA, sodass die jungen Frauen und Männer im Notfall wieder sicher nach Hause kommen. So wie im vergangenen Jahr beim Ausbruch der Corona-Pandemie: dank einer großangelegten Rückholaktion konnten alle Freiwilligen in kürzester Zeit wohlbehalten nach Deutschland zurückreisen. Erstmals in der Geschichte des Vereins sendet SoFiA eine junge Mutter mit Kind in den Freiwilligendienst: Louise Grohme (24) aus Mendig reist im August in Begleitung ihrer dreijährigen Tochter in die Hauptstadt des ostafrikanischen Binnenstaats Uganda. Dort wird sie in einer Township, einem Stadtviertel, in dem vorwiegend ärmere Menschen leben, arbeiten. Das Somero-Center ist eine Anlaufstelle für junge Frauen. Dort wird es ihnen ermöglicht, einen Schulabschluss oder berufsbildende Kurse zu machen, damit sie eine Chance auf ein selbstbestimmtes Leben haben. Zum Somero-Center gehört auch ein Kindergarten, damit junge Mütter ihre Kinder während der Unterrichtszeiten gut betreut wissen. In diesen Kindergarten wird auch Louise Grohmes Tochter gehen. Falls Ihr interessiert seid an einem freiwilligen sozialen Dienst im Ausland: das nächste Orientierungswochenende darüber könnt Ihr vom 17. bis 19. September in Wallerfangen besuchen.


Biblische (Modell-)Welten-Reise! Welcher Expedition - schließt Ihr Euch an?

Zum Beispiel: Hört auf, Böses zu tun! Lernt, Gutes zu tun! (Jes 1,11-17)

Die Bibel ist im Grunde ein dickes Dokument voller Entwürfe und mit zahlreichen Schilderungen und „Modellen“ über Jahrhunderte, wie Menschen sich die Welt wünschen, in der sie leben möchten. Welche Regeln darin gelten sollen, was erlaubt sein soll, was verboten; wie wichtig darin das zwischenmenschliche Miteinander und Füreinander ist - und was dabei weiterhilft und was eher nicht; welche Rolle dafür die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse spielen; und nicht zuletzt, welche zentrale Rolle Gott darin spielt oder spielen soll und sollte. Vom Paradies und Garten Eden (Gen 1f) ganz am Anfang über die Zehn Gebote, den sogenannten „Dekalog“, und die eigentumslose Gütergemeinschaft der urchristlichen Gemeinde, in der alle alles gemeinsam haben (Apg 4,32), bis zur apokalyptischen Vision einer Welt ohne alles Leid (Apg 21). Aber auch die Geschichte von Kain und Abel, die mit dem berühmtesten Brudermord der Welt- und Literatur-Geschichte endet, transportiert im Hintergrund Ideen, Vorschläge und Visionen, wie Miteinander gut gelingen kann – und wie es vollkommen schief geht. Oder dass Schwerter besser zu Pflugscharen umgeschmiedet werden, wie vom Propheten Micha angekündigt - sodass aus zerstörerischem Kriegsgerät (Heils-)Werkzeuge werden für den Ackerbau: um Lebensmittel zu erzeugen. Und dass es keine gute Idee ist und ein Zeichen von Überheblichkeit, „immer höher, schneller, weiter“ Gott gleich und als das Nonplusultra menschlichen Daseins zu definieren und danach zu handeln – sondern wie dabei der tiefe Fall droht und Gier und maßlose Selbstüberschätzung ins nackte Chaos münden: zusammengefasst in der Geschichte vom Turmbau zu Babel! Stattdessen stellt Gott die Verhältnisse, wie sie nun mal sind in dieser Welt, gern auf den Kopf. Wovon Maria, die Mutter Jesu, ein Lied singt: das berühmte Magnifikat. Oder wenn alle sozial gleichgestellt sind und allen die gleiche Würde zukommt - unabhängig von Vermögen und Herkunft; wenn’s nicht mehr „die oben“ und „die unten“ gibt, nicht mehr Kleine und Große, nicht mehr Wichtige und weniger Wichtige – weil „alle eins sind in Christus Jesus“, wie’s im Galaterbrief heißt? Und schon das Buch Hosea beschreibt anschaulich, wie menschliches Miteinander und Umwelt in partnerschaftlicher Wechselwirkung zueinanderstehen: gerät eines von beiden in Schieflage – hat das vergleichbare Folgen auch für's Pendant.


Hochwasser-Katastrophe – zum Beispiel an der Ahr: Mein Gott – wie weiter?

Die Flutkatastrophe hat viele an der Ahr, in der Eifel, rund um Trier und an vielen anderen Orten mit einer unvorstellbaren Wucht getroffen, die die meisten bisher noch nicht erlebt haben! Viele Tote, Vemisste, Verletzte, zerstörte Häuser und Wohnungen – unfassbare Bilder wie nach einem Krieg. Mit den Folgen der Flut werden die Betroffenen noch lange zu kämpfen haben: Verluste, Traumen, Angst. Doch die Hilfsbereitschaft ist überwältigend. Die Malteser sind zum Beispiel im Einsatz mit Helfer*innen aus dem Bistum Mainz. Pfadfinder*innen von der DPSG St. Michael aus Andernach kochen für Flutopfer in Ahrweiler. Notfallseelsorger*innen wie Carolin Bollinger aus Worms begleiten die Betroffenen und teils auch die Einsatzkräfte vor Ort. Spenden fließen in Millionenhöhe. Auch die Bistümer in Rheinland, darunter das Bistum Mainz, und die Landeskirchen in Rheinland-Pfalz stellen Gelder zur Verfügung, um die akute Not vor Ort zu lindern. Und auch Nürburgring-Pfarrer Klaus Kohnz packt mit an: auf dem Nürburgring, dem Logistik-Zentrum für Hilfsgüter und Einsatzkräfte und ihre Einsatzfahrzeuge für das benachbarte, zerstörte Ahr-Tal.


HoT Sinzig – Notbetreuung und Ferienprogramm für "Hochwasser"-Kinder

Das HoT in Sinzig in der Barbarossastraße 43, eine Einrichtung der katholischen Kirche, bietet aktuell eine Notbetreuung an mit Ferienprogramm für Kinder und Jugendliche aus den Hochwassergebieten: im Haus und in großen Zirkuszelten. Mit Bastelangeboten und Workshops wie Hiphop-Tanz. Für die Verpflegung ist ebenfalls gesorgt. So können die Kinder wenigsten ein bisschen Ferien-Feeling bekommen. Außerdem werden so die Familien entlastet, die bis ans Limit mit Aufräumen, Aufräumen, Aufräumen beschäftigt sind – wenn sie die eigenen Kinder gut aufgehoben wissen. Spontaner Anruf genügt – das Haus der offenen Tür macht seinen Namen alle Ehre.


Kirchliche Freiwilligendienste – zum Beispiel in Flüchtlingsunterkunft in Koblenz

Nach der Schule nicht gleich weiterlernen, sondern erst mal was anderes machen - und sich dabei auch klarer werden über die eigenen Zukunftspläne: das bewegt junge Leute oft, wenn sie einen Freiwilligendienste leisten wie ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder den Bundesfreiwilligendienst (BFD). Einsatzstellen für ein FSJ oder den BFD vermittelt zum Beispiel auch das Bistum Trier. Sonja Alizada zum Beispiel hilft und arbeitet in Koblenz in einer Flüchtlingsunterkunft.


SMS – Songs mit Sinn: „Holy Water“ von JP Cooper

Auch Popstars zerbrechen sich ab und zu den Kopf darüber: Was soll das Ganze eigentlich? Wozu, wieso, weshalb, warum? Was ist der Sinn meines Lebens, der Sinn des Lebens? Und geben musikalisch(e) Antworten darauf. Zum Beispiel JP Cooper und „Holy Water“.


Jerusalem am Rhein - SchUM-Städte Speyer, Mainz und Worms sind Weltkulturerbe!

Sie haben es geschafft! Die SchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz gehören ab sofort zum offiziellen Weltkulturerbe der UNESCO. Was bedeutet SchUM? Die Abkürzung SchUM setzt sich zusammen aus den hebräischen Anfangsbuchstaben für die mittelalterlichen Städtenamen Schpira, Warmaisa und Magenza. Der auch als "Jerusalem am Rhein" bezeichnete Städteverbund entlang des Oberrheins beherbergt außerordentliches jüdisches kulturelles Erbe – wie beispielsweise den ältesten, erhaltenen jüdischen Friedhof Europas "Heiliger Sand" in Worms, die mittelalterliche Mikwe, ein jüdisches Ritualbad in Speyer oder in Mainz den alten jüdischen Friedhof "Judensand". Jede Sehenswürdigkeit ist an und für sich schon einen Ferienausflug wert. Den Weg zu den einzelnen Locations mit noch mehr Infos dazu zeigt Euch zum Beispiel die SchUM-App.


Dachschaden! Binger Basilika Sankt Martin akut Reparatur bedürftig

Von der Basilika in Bingen lösen sich größere Metallteile vom Dach ab. Die bis zu einem halben Meter großen Teile aus Blei sollen eigentlich die Ecken abrunden am Schieferdach. Die bleischweren Teile wiegen mehrere Kilo, deshalb ist die Basilika weiträumig abgesperrt. Nur noch ein Gottesdienst pro Woche wird in der Basilika gefeiert, zu dem die Gottesdienstbesucher*innen durch einen provisorischen Tunnel in die Kirche kommen. Die akuten Schäden sollen jetzt im Sommer repariert werden, dazu gehören auch die größeren Blasen, die sich unter dem Putz gebildet haben und jederzeit aufplatzen können. Für 2023 bis 2026 ist dann schon seit längerem die komplette Sanierung des Daches geplant – Kosten: nach aktueller Planung 4,2 Millionen Euro. Davon muss die Pfarrei zehn Prozent selbst finanzieren, der Rest soll über Drittmittel von Land, Denkmalpflegeamt und vielleicht der Bundesgartenschau 2029 eingeworben werden.