Sonntag • 15. Mai 2022 • 6 - 10 Uhr ∞ RPR1. Einfach himmlisch!


Beim Rheinland-Pfalz-Tag in Mainz katholische Kirche mittenmang dabei!

  • Friedenskirche Mainzer Dom – dank selbstgebastelter Origami-Tauben
  • Von Glockenausstellung bis Schatzsuche

Wir feiern unser Bundesland - beim Rheinland-Pfalz-Tag vom 20. bis 22. Mai in Mainz. Drei Tage volles Programm - und auch die Kirchen sind dabei. Zum Beispiel mit einer besonderen Glockenausstellung in der Karmeliterkirche. Zwanzig Glocken aus Romanik, Gotik und Barock sind in einem Seitenschiff aufgebaut - und wenn Ihr mögt, könnt Ihr die Glocken zum Klingen bringen. Im Dommuseum können Familien auf Schatzsuche gehen. An der Kasse im Dommuseum bekommt Ihr dafür die Geheimnisbox mit Fragekarten. Mit der geht Ihr dann auf Entdeckungstour durch Museum und Dom, um “Siegfrieds Geheimnis“ zu lüften. Am Sonntag ist im Museum der Eintritt sogar frei. Am Stand der Caritas auf dem Liebfrauenplatz könnt Ihr in Graffiti-Workshops, Leinwände und Stofftaschen selbst kreativ gestalten. Der Mainzer Dom verwandelt sich während der drei Tage in eine Friedenskirche - dank ganz vieler selbstgebastelter Origamitauben aus Papier. Und das ist noch längst nicht alles im prallvollen Programm der Kirchen.


Hochzeits-Hoch-Zeit im Wonnemonat Mai! Läuft - der kleine Trauungs-Knigge

Der Wonnemonat Mai gehört zu den absoluten Favoriten unter den Hochzeits-Monaten. Denn wenn alles grünt und blüht und sprießt und es wieder schön warm wird – ist das doch schon mal ein optimales Drumherum für den schönsten Tag im Leben eines Brautpaares. Damit der Tag auch hält, was er verspricht, ist außerdem entsprechendes Know-how angesagt - um stilsicher durch den Tag zu kommen und alle Fettnäpfchen, die lauern könnten, möglichst zu meiden beziehungsweise ihnen elegant und weiträumig aus dem Weg zu gehen.


Der Krieg in der Ukraine: Entsetzen, Hilfsbereitschaft und Solidarität!

  • Katholischer Pfarrer Dietmar Seiffert aus Kujbyschew im Bezirk Nowosibirsk in Westsibirien

Das größte Land Europas überfällt das zweitgrößte Land Europas: Russland ist im Krieg mit der Ukraine. Das über Jahrzehnte in Europa Unvorstellbare – ist über Nacht grauenhafte Wirklichkeit geworden. Millionen Menschen fliehen jetzt aus ihrer ukrainischen Heimat. Zum Beispiel ins Nachbarland Slowakei. Hier kommen beispielsweise im Priesterseminar des Erzbistum Košice aktuell bis zu sechzig Frauen mit ihren Kindern unter und bekommen zu essen, einen Schlafplatz und gegebenenfalls auch medizinische Hilfe. Das slowakische Erzbistum hat seine Gläubigen außerdem dazu aufgerufen, ihre Häuser für Kriegsflüchtlinge zur Verfügung zu stellen. Das Bistum Limburg ist Partner-Bistum des Erzbistums Košice und stellt 45.000 Euro bereit - für Hilfsprojekte in der Ukraine selbst, aber auch in Nachbarländern wie der Slowakei. Die evangelische Kirchengemeinde in Lachen-Speyerdorf nahe Neustadt an der Weinstraße hat schon zwei Hilfstransporte an die ungarisch-ukrainische Grenze geschickt. Der Arbeitskreis Ukraine-Pfalz der Protestantischen Landeskirche, die protestantische Kirchengemeinde und die Ortsgemeinde haben dafür eng zusammengearbeitet – und die Hilfsbereitschaft war überwältigend. Die russische Kirche in Mannheim macht keinen Unterschied zwischen Russ:innen und Ukrainer:innen: Flüchtlingen wird geholfen, alle stehen zusammen im Geist des Evangeliums und christlicher Nächstenliebe – egal, was im Unterschied dazu der Patriarch in Moskau Kyrill Unsägliches vom Stapel lässt. Die Malteser im Bistum Trier unterhalten seit vielen Jahren eine Partnerschaft mit Maltesern in Iwano-Frankiwsk im Westen der Ukraine. Und auch die Salesianer Don Boscos mit Zentrale in Bonn unterhalten Einrichtungen und Projekte an verschiedenen Orten in der Ukraine – und insbesondere für Kinder. Und sie versprechen: wir bleiben. Zu Projekt-Partner:innen des Bistums Mainz dagegen ist der Kontakt abgebrochen. Auch wenn noch unklar ist – warum: zu befürchten ist im Krieg das Schlimmste. Auch die ukrainische Seelsorgestelle in Heidelberg unterstützt die Opfer des Krieges und hilft Flüchtlingen aus der Ukraine. Dabei helfen auch viele Ehrenamtliche mit. Ihren Einsatz und ihr Engagement könnt Ihr unterstützen mit Euren Spenden: Ukr. Gr.-Kath. Seelsorge / Erzdiözese Freiburg Heidelberger Volksbank eG, IBAN:  DE41 6729 0000 0044 4335 08, BIC: GENODE61HD1  Die ukrainische Seelsorgestelle ist zuständig für Gemeindemitglieder in den Bistümern Speyer und Trier sowie im Erzbistum Freiburg. 10.000 Postkarten für den Frieden – hat die Pfarrei Zum Guten Hirten in Dillenburg im Bistum Limburg gedruckt und will so ein Zeichen setzen gegen den Krieg in der Ukraine. Deshalb ruft das Pfarrteam dazu auf, möglichst viele dieser Postkarten an den russischen Präsidenten Putin zu verschicken. Blau sind sie, mit weißer Friedenstaube darauf. Daneben steht auf Russisch und auf Deutsch: „Herr Putin, bitte stoppen Sie den Krieg!“ Auf der Rückseite ist Platz für eine kleine Nachricht. Die Postkarten liegen kostenlos aus in den Kirchen und Pfarrbüros der Pfarrei Zum Guten Hirten. Das Porto nach Russland kostet 95 Cent. Ihr könnt Euch die Postkarte aber auch hier kostenlos herunterladen. Unterdessen warnen Organisationen und Hilfswerke wie SOLWODI in Boppard davor, dass Frauen aus der Ukraine auf der Flucht vor dem Krieg nicht in die Hände von falschen Helfer:innen geraten und in ihrer Not nicht auch noch Opfer von Menschenhändler:innen werden und Zwangsprostitution. Der Krieg in der Ukraine treibt viele Menschen um. Viele machen sich Sorgen und haben Angst – davor, welche Auswirkungen der Krieg auch auf uns haben könnte. Das spürt auch die Telefonseelsorge, denn jeder fünfte Anruf hat den Krieg in der Ukraine zum Thema - zum Beispiel auch bei der Ökumenischen Telefonseelsorge Pfalz mit Sitz in Kaiserslautern. Die Telefonseelsorge ist Anlaufstelle für alle, die über die eigenen Ängste und Probleme sprechen möchten, darüber, was sie gerade bewegt und beschäftigt. Ihr könnt die Telefonseelsorge  anrufen unter 0800-1110111 oder 0800-1110222 oder Euch auch online melden. Auch russisch-orthodoxe Gemeinden beschäftigt der Krieg in der Ukraine und wie sie Betroffenen helfen können - zum Beispiel die russisch-orthodoxe Gemeinde in Wiesbaden. Die innerrussische Perspektive auf den Krieg in der Ukraine ist erwartungsgemäß noch einmal eine andere. Und die - beschäftigt auch den katholischen Pfarrer Dietmar Seiffert und seine Pfarrei in Kujbyschew in Westsibirien. Seiffert ist seit rund zwanzig Jahren hier Pfarrer.


Haute Couture meets "holy" Couture! Mode-Fotoshooting im Dommuseum Mainz

Coole Location für coole Klamotten - Studierende der “Akademie Mode und Design Wiesbaden“ haben sich ausgerechnet das Dommuseum in Mainz ausgesucht für ihr Fotoshooting! Aus gutem Grund. Denn sie haben sich für ihre aktuelle Kollektion auch im Dommuseum inspirieren lassen: von alten Messgewändern. Herausgekommen sind 23 Designs, die alles abdecken: vom Klischee bis zur ernsthaften Auseinandersetzung zwischen Kunst und Kirche. Die Studierenden planen gerade eine Ausstellung mit dem Dommuseum, in der dann die alten Messgewänder zu sehen sind neben der neuen Kollektion. Die Eröffnung der Ausstellung ist für Ende Juni geplant. Erste Eindrücke vom Fotoshooting bekommt Ihr jetzt schon in einem Video.


Biblische (Modell-)Welten-Reise! Welcher Expedition - schließt Ihr Euch an?

Zum Beispiel: Demütig, friedfertig und geduldig! (Eph 4,1-3)

Die Bibel ist im Grunde ein dickes Dokument voller Entwürfe und mit zahlreichen Schilderungen und „Modellen“ über Jahrhunderte, wie Menschen sich die Welt wünschen, in der sie leben möchten. Welche Regeln darin gelten sollen, was erlaubt sein soll, was verboten; wie wichtig darin das zwischenmenschliche Miteinander und Füreinander ist - und was dabei weiterhilft und was eher nicht; welche Rolle dafür die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse spielen; und nicht zuletzt, welche zentrale Rolle Gott darin spielt oder spielen soll und sollte. Vom Paradies und Garten Eden (Gen 1f) ganz am Anfang über die Zehn Gebote, den sogenannten „Dekalog“, und die eigentumslose Gütergemeinschaft der urchristlichen Gemeinde, in der alle alles gemeinsam haben (Apg 4,32), bis zur apokalyptischen Vision einer Welt ohne alles Leid (Apg 21). Aber auch die Geschichte von Kain und Abel, die mit dem berühmtesten Brudermord der Welt- und Literatur-Geschichte endet, transportiert im Hintergrund Ideen, Vorschläge und Visionen, wie Miteinander gut gelingen kann – und wie es vollkommen schief geht. Oder dass Schwerter besser zu Pflugscharen umgeschmiedet werden, wie vom Propheten Micha angekündigt - sodass aus zerstörerischem Kriegsgerät (Heils-)Werkzeuge werden für den Ackerbau: um Lebensmittel zu erzeugen. Und dass es keine gute Idee ist und ein Zeichen von Überheblichkeit, „immer höher, schneller, weiter“ Gott gleich und als das Nonplusultra menschlichen Daseins zu definieren und danach zu handeln – sondern wie dabei der tiefe Fall droht und Gier und maßlose Selbstüberschätzung ins nackte Chaos münden: zusammengefasst in der Geschichte vom Turmbau zu Babel! Stattdessen stellt Gott die Verhältnisse, wie sie nun mal sind in dieser Welt, gern auf den Kopf. Wovon Maria, die Mutter Jesu, ein Lied singt: das berühmte Magnifikat. Oder wenn alle sozial gleichgestellt sind und allen die gleiche Würde zukommt - unabhängig von Vermögen und Herkunft; wenn’s nicht mehr „die oben“ und „die unten“ gibt, nicht mehr Kleine und Große, nicht mehr Wichtige und weniger Wichtige – weil „alle eins sind in Christus Jesus“, wie’s im Galaterbrief heißt? Und schon das Buch Hosea beschreibt anschaulich, wie menschliches Miteinander und Umwelt in partnerschaftlicher Wechselwirkung zueinanderstehen: gerät eines von beiden in Schieflage – hat das vergleichbare Folgen auch für's Pendant.


SMS – Songs mit Sinn! „Plan A“ von Johannes Oerding

Auch Popstars zerbrechen sich ab und zu den Kopf darüber: Was soll das Ganze eigentlich? Wozu, wieso, weshalb, warum? Was ist der Sinn meines Lebens, der Sinn des Lebens? Und geben musikalisch(e) Antworten darauf. Zum Beispiel Johannes Oerding und „Plan A”.


„Wie schön, dass Du geboren bist“ - zum 75. Geburtstag von Rolf Zuckowski

„In der Weihnachtsbäckerei“ - das Lied kennt Ihr, oder? Habt Ihr selber schon gesungen oder Eure Kinder. Das dürfte auch gelten für: „Wie schön, dass Du geboren bist“ - ein ultimativer Dauerbrenner auf Kindergeburtstagen. Beide Lieder hat Rolf Zuckowski komponiert. Der Liedermacher und gläubige Katholik ist am Donnerstag 75 geworden – wie schön, dass er geboren ist!


Gasembargo sofort? Was ein Lieferstopp für Krematorien bedeutete

Deutschland und die EU spielen immer wieder Szenarien durch, welche Folgen ein Importstopp von russischem Gas für wen hätte? Wen's unmittelbar betreffen würde und wen mittelbar? Welche Wirtschaftszweige und wie die privaten Haushalte? Dabei wirklich alle und alles umfassend in den Blick zu nehmen beziehungsweise im Blick zu haben ist eine echte Herkules-Aufgabe. Oder hättet Ihr zum Beispiel auf dem Schirm, welche Folgen ein Importstopp von russischem Gas - für die Krematorien im Land hätte?


RPR1. Angedacht! - aktuell

Angedacht! ist das tägliche Wort in den Tag der Kirchen bei RPR1. Evangelische und katholische Kirche produzieren Angedacht! im wöchentlichen Wechsel. Angedacht! - das sind neunzig Sekunden Aktuelles, Emotions, Events und Zeitgeistliches aus christlicher Sicht.


Die RPR1.-Sonntagsengel!

"Die RPR1. Sonntagsengel" - sorgen sonntags dafür, dass alle, die frei haben, ihren Sonntag genießen können. Denn "Die RPR1. Sonntagsengel" - arbeiten sonntags: als Hebammen oder Busfahrer*innen, bei den Wasserwerken, den Strom- und Gasversorgern, bei der Feuerwehr, in der Gastronomie, bei der Polizei, in Pflegediensten, als Rheinfähren-Kapitäne, in Zoos, Bäckereien und wo überall sonst noch. Wenn Ihr ein "Sonntagsengel" seid – meldet Euch gerne, wir würden Euch gerne kennenlernen und gerne anderen zeigen, wie wichtig Ihr seid und das, was Ihr tut, damit der Sonntag seinen geregelten Gang nehmen kann. Und wenn Ihr "Sonntagsengel" kennt, die sich aber niemals selber melden würden, weil sie dafür viel zu bescheiden sind – gebt uns Bescheid und einen kleinen Tipp. Denn, wie es in einem Gedicht so schön heißt: "Es müssen nicht Männer mit Flügeln sein, die Engel." Stimmt! Engel: müssen nicht Männer sein - und nicht mit Flügeln.