A - Z Stichwortsuche

Bitte wählen Sie einen Buchstaben aus:

Zur Landkarte Bistum

Informationen

Dekanate

In dieser Übersicht finden Sie alle Dekanate im Bistum Speyer.

Dekanat 1 Bad Dürkheim


Dekanat 2 Donnersberg


Dekanat 3 Germersheim


Dekanat 4 Kaiserslautern


Dekanat 5 Kusel

Dekanat 6 Landau


Dekanat 7 Speyer


Dekanat 8 Pirmasens


Dekanat 9 Saarpfalz


Dekanat 10 Ludwigshafen

Unser Reise-Blog: Südafrika 1. - 15. März 2017

Der Kreis schließt sich,...der Kreis öffnet sich

14. März 2017 Reiseberichte

Die Kundschafter aus der Pfalz mit ihren Gastrgebern.

Am letzten Tag schließt sich für viele ein Kreis: Am Vormittag hatten wir eine Einheit mit Bischof Michael Wüstenberg, der im Oktober 2014 im Bistum Speyer war und unter anderem im Verlauf der Beratungen des Forums VI das pastorale Konzept der Diözese Aliwal vorgestellt hatte. Schon damals hatte er bei einigen unserer Gruppenmitglieder Neugier geweckt – wenngleich niemand ahnen konnte, dass diese Neugier durch eine Kundschafter-Reise gestillt werden würde.

 

[ weiterlesen ]

Kirche gibt Hoffnung: im Kinder- und Jugendzentrum des Township Area 13

13. März 2017 Reiseberichte

Jugendliche mit großen Hoffungen...im Kinder- und Jugendzentrum der Kirche in der Township.

Wir haben wieder eine Nacht im Bildungshaus Mount Carmel verbracht. Nach der anstrengenden Woche in den einfachen Unterkünften der Pfarrhäuser mit langen Fahrten und Tagen fühlen wir uns wieder zu Hause. Wir werden von Cecilia, dem guten Geist des Hauses, umsorgt. Nach dem Frühstück hatten wir eine Nachbereitung mit Bischof Michael und den gastgebenden Priestern auf dem Programm.

Wir schilderten die wichtigsten Eindrücke der vergangenen Woche und stellten ergänzende Fragen. Folgende Punkte wurden angesprochen: das Gebet in spontaner, freier Rede; die Orientierung an der Bibel; die Wertschätzung für Frauen; die Kleinen Christlichen Gemeinschaften; die veränderte Rolle von Priestern und Laien; die konsequente Förderung der Getauften und Gefirmten als Leader/LeiterInnen. Auch unsere Gastgeber haben von uns Dinge mitgenommen: etwa die Anregung Kreise von Paaren bzw. Familienkreise zu bilden, um auch die Männer in die Gemeindearbeit zu integrieren. Für uns überraschend war der Kunstgriff des Bischofs, der seine Priester dazu aufforderte, unsere Beiträge zu kommentieren. So haben zwei Diözesen sich gegenseitig inspiriert.

[ weiterlesen ]

Wir armen Deutschen

12. März 2017 Reiseberichte

Am Sonntag – unserem letzten Tag in der Region Sterkspruit – durften wir Erfahrungen machen, die uns Anlass bieten, über unsere Armut nachzudenken. In den Gemeinden Musong und Hohobeng konnten wir im wahrsten Sinn des Wortes bewegende Gottesdienste feiern. Während zuhause in Deutschland der eine oder andere sonntags gerne länger schläft, hieß es für uns früh aufzustehen. Wir wurden aufgefordert, gut zu frühstücken, denn der Tag würde lang werden. Zum ersten Sonntagsgottesdienst, der um 9.00 Uhr beginnen sollte, müssen wir über eine Stunde fahren. Inzwischen sind wir es gewohnt, dass es über Stock und Stein geht. Aber auch dort, wo die Straßen gut ausgebaut sind, muss man mit allem rechnen. Heute waren wir auf einer Strecke unterwegs, auf der zu Recht viele Schilder vor Steinschlag warnten.

Eines der vielen Kinder im Gottesdienst.
[ weiterlesen ]

Ehrenamtliche gestalten Zukunft der Gemeinden aktiv mit

11. März 2017 Reiseberichte

Am vergangenen Samstag hatten wir bereits in Aliwal das regionale Treffen der Verantwortlichen aus den Gemeinden erlebt. Heute stand die gleiche Veranstaltung mit derselben Tagesordnung in der Region Sterkspruit auf dem Programm. Trotz identischem Ablauf erlebten wir eine atmosphärisch andere Veranstaltung: Zunächst kamen weniger Teilnehmer als erwartet, die jedoch sehr motiviert und konstruktiv an den Themen arbeiteten.

Bischof Wüstenberg demonstrierte der Versammlung die demographische Entwicklung der Diözese seit 1990. Auch hier in Sterkspruit geht der Besuch der Gottesdienste zurück, aber gleichzeitig wächst die Zahl der Kleinen Christlichen Gemeinschaften im gesamten Bistum auf 170, und insgesamt gibt es 700 ehrenamtliche Leadern und Leaderinnen. In der anschließenden Gruppenarbeit setzten sich die Teilnehmer mit der derzeitigen Situation der Diözese auseinander.

Bischof Michael Wüstenberg hört bei der Präsentation der Ergebnisse aufmerksam zu.
[ weiterlesen ]

Beeindruckende Glaubenszeugnisse

10. März 2017 Reiseberichte

Wieder sind wir mit Father William und Father Immanuel (nach einer Stunde Autofahrt in die Berge mit 30 km/h Durchschnittgeschwindigkeit) in einer „gottverlassenen“ Gegend – und treffen dort auf höchst geisterfüllte Menschen, die uns in ihrer lebendigen, authentischen Gläubigkeit sehr beeindrucken. Im Advent und in der Fastenzeit fahren die Priester in die entlegensten Gemeinden, um den Kranken, die nicht aus dem Haus können, die Krankensalbung zu spenden. Heute begleiten uns 14 Gemeindemitglieder, die auf der Ladefläche des Pick-up von Father Immanuel in alle vier Häuser, genauer gesagt Hütten, mitfahren. Vier Wortgottesdienste mit Krankensalbungen und Krankenkommunion. 

14 Gemeindemitglieder passen in und auf einen Pickup - sie begleiten uns in alle Häuser der Kranken.
[ weiterlesen ]

Das wichtigste im Leben ist die Beerdigung

10. März 2017 Reiseberichte

Am Vortag war unsere Gruppe von Dordrecht nach Indwe gereist, um eine Nacht und einen Tag bei Father Franz zu verbringen. Franz Aetker, Priester des Bistums Münster, lebt seit fast 50 Jahren im Bistum Aliwal und hat dort unglaubliche Aufbauarbeit geleistet. Er kam 1968 zusammen mit seinem Zwillingsbruder und seiner Schwester – wie er ebenfalls im geistlichen Stand - in die Diözese Aliwal. Damals wären so viele katholische Ordensleute und Priester aus Europa ins Land gekommen, dass die Regierung von der „römischen Gefahr“ gesprochen hätte, erzählt Father Franz.

Mit 80 Jahren hat er sich nun entschlossen seine Zelte abzubrechen. Im Mai 2017 wird er nach Deutschland zurückkehren und er wird dabei nicht mehr mitnehmen, als was in zwei Koffer passt, wie er uns ohne Wehmut berichtete. Wir durften sein wunderbares Pfarrhaus besuchen, das voller Erinnerungsstücke steht. Etwa ein Couchtisch, den ihm ein befreundeter Pfarrer der protestantischen Burengemeinde getischlert und geschenkt hatte. 

Im Auto von Father Franz auf der Fahrt zur Schulung der Leader: Bernd Wolf, eine Leaderin, Alexandria Pfeifer
[ weiterlesen ]

Zu Gast bei der Kleinen Christlichen Gemeinschaft Sterkstrom

09. März 2017 Reiseberichte

Wir sitzen in einer Garage. – so würde es ein Deutscher nennen. Tatsächlich ist es ein Zuhause. Vier gelbgetünchte Wände in einem Raum der keine 20 Quadratmeter groß ist. Zwei Türen gehen von hier ab
(sie haben keine Türklinken).

Die Uhr an der Wand ist bei 8.00 Uhr stehengeblieben. Ein Kalender von 2010 hängt an der Wand - mittendrin ein Bild der Hausleute. Hier scheint die Zeit stehengeblieben zu sein.

Und doch spüre ich an diesem Ort eine besondere Präsenz. ER ist hier. Mitten unter uns. Das Wort bekommt Gestalt in unserem Alltag. Auf dem Boden im Mittelpunkt des  Raumes liegt eine Bibel. Sie ist an der  Stelle der Schöpfungsgeschichte aufgeschlagen.

Durch das langsame, deutliche leise und doch bewegende Vorlesen wird für uns der Anfang der Schöpfung lebendig.

Wolfgang Appel, Bernd Wolf, Pfarrer Alfred Müller sowie Mitgliedern des Parrish Council (=Pfarrgemeinderat) von Molteno, ganz rechts Father (Pfarrer Paul)
[ weiterlesen ]

Singen befreit

09. März 2017 Reiseberichte

Heute haben wir Father William zusammen mit Father Boniface und Father Emmanuel ins Gefängnis „Goedemoed“ (bedeutet: Gute Laune) in der Nähe von Aliwal begleitet. Er besucht dort jeden Donnerstag für jeweils eine Stunde zwei Gruppen in verschiedenen Gebäuden. Anschließend können die Häftlinge um ein Einzelgespräch bitten. Es war anfangs ein mulmiges Gefühl, durch viele verschlossene Türen in diesen Trakt zu kommen und dort auch keinen Wachmann dabei zu haben. Alle Gefangenen begrüßten uns jedoch so offen und mit dem landestypischen Handschlag, dass wir schnell die Scheu verloren. 

Die jeweilige Stunde begann mit den üblichen Gesängen und freien Gebeten der Häftlinge. Anschließend wurde der Bibeltext aus dem Lukasevangelium vom reichen Prasser und vom armen Lazarus von  Father William vorgelesen, und die Gefangenen konnten ihre Gedanken dazu äußern. Die erste Gruppe haben wir als sehr lebendig erlebt, sie sangen und beteten voller Hingabe und legten all ihre Gefühle mit hinein. Einer der Gefangenen, der früher Lehrer war und einen Banküberfall mit Mord begangenen hat, übersetzte jeweils in Xhosa oder Englisch. 

Voller Neugier und mit herzlichem Lachen werden wir von Kindern in der Nähe von Aliwal empfangen.
[ weiterlesen ]

„To make ‚Effata‘“

08. März 2017 Reiseberichte

„To make ‚Effata‘ – ‚Effata‘ machen, oder etwas freier übersetzt: „die Sinne öffnen‘“ – das ist die Hauptaufgabe der Priester. So formulierten es heute unsere Gastgeber in Sterkspruit im Dienstgespräch des Pastoralteams, das regelmäßig stattfindet. Dass wir heute daran teilnahmen, mag dem Gespräch eine besondere Note gegeben haben, hat aber an der üblichen Struktur nichts geändert: Zunächst tragen die Priester die Punkte zusammen, über die geredet werden muss. Dann informieren sie sich gegenseitig über die zurückliegende Woche und besprechen anschließend die Aufgaben für die kommende Zeit, in der Regel für 14 Tage.

Bei der Verteilung der Aufgaben konnten wir wahrnehmen, wie bewusst die Priester darauf achten, das Pastorale Konzept der Diözese mit Leben zu füllen. Mehr und mehr verinnerlichen sie es und machen es zu ihrer Grundhaltung. So achten sie darauf, viel mit den „Leadern“ für die verschiedenen pastoralen Felder zu arbeiten und sie zu fördern. Sie wollen ihnen die Augen, Ohren und den Mund öffnen, damit sie die verschiedenen Dienste übernehmen können, für die sie in den Gemeinden/Gemeinschaften ausgewählt und vom Bischof beauftragt werden. 

In das heutige Dienstgespräch des Pastoralteams wurden wir voll integriert.
[ weiterlesen ]

Im „House of the Lord“

08. März 2017 Reiseberichte

Nach dem Frühstück fuhren wir ins Township Molteno, ca. 80 km von Dordrecht entfernt. Im Gemeindezentrum angekommen, einer großen Kirche mit einem schönen Pfarrhaus, das bis vor einem halben Jahr noch von zwei Schwestern bewohnt war, stärkten wir uns mit einer Tasse Kaffee. Wir besuchten, begleitet von einer Gruppe engagierter Gemeindemitglieder, eine kommunale Altentagesstätte. Beim Einzug, begleitet von einem traditionellen Tanz, erwartete uns eine fröhliche Gruppe von alten Menschen, die Frauen in bunten Gewändern. Gesänge und Gebete sowie eine Vorstellungsrunde der „Mütter“ und „Männer“, denn so wurden die anwesenden Besucher des Altenzentrums angesprochen, standen auf dem Programm. 

Im Dialog erfuhren wir etwas über die Gemeinschaft. Besonders beeindruckt hatten uns die spontanen Glaubenszeugnisse der Menschen, die sich dabei oft auf die Tagelosung „In the House of the Lord“ (zu Deutsch „Im Haus des Herrn“) bezogen. Zum Abschied führten die Frauen, darunter auch eine fast 100-Jährige, einen traditionellen Hirtentanz auf. Noch beim Abschied entwickelte sich ein spannender und lustiger Austausch, als wir selbstgemachte Strickwaren und traditionellen Schmuck anprobierten.

Abschied aus dem Altenzentrum: Frauen führen einen traditionelle Hirtentanz auf
[ weiterlesen ]

Wenn neue Blogbeiträge erscheinen, möchte ich benachrichtigt werden

Benachrichtigung bei neuen Blog-Artikeln

Anzeige

Anzeige