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Dekanate

In dieser Übersicht finden Sie alle Dekanate im Bistum Speyer.

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Die Angedacht!-Manuskripte vom 3. bis 9. Februar 2019

Autorin: Maike Jakob, Mainz


Thema: Echte Liebe – unglaublich schön?

Sonntag, 3. Februar 2019, 6:40 Uhr

„Ich liebe dich.“ – Das ist wohl einer der schönsten Sätze, die ihr hören könnt. Egal von wem: Von euren Eltern, euren Kindern, Freunden oder eurem Lebenspartner. Moment: Ist das nicht was ganz anderes, was ihr für euren Partner fühlt oder für 'nen Freund und Familie? Irgendwie ja schon. Das hat ja nochmal 'ne ganz andere Dimension. Aber vom Grundgefühl her ist Liebe doch immer Zuneigung, die mehr ist als „nur“ Sympathie, oder? Bei Menschen, die ihr liebt, fühlt ihr euch zuhause, gut aufgehoben, mit allem, was zu euch gehört. Denen könnt ihr Seiten an euch zeigen, die ihr sonst lieber versteckt. Weil sie euch unangenehm oder peinlich sind. Ist das so, weil diese Leute einfach tolle Menschen sind? Oder hängt’s am Gefühl? Liebe ist eines der intensivsten Gefühle, zu denen Menschen überhaupt fähig sind. Der Apostel Paulus schreibt: "Die Liebe ist geduldig und gütig. Sie prahlt nicht und sie bläht sich nicht auf. Die Liebe sucht nicht ihren Vorteil, lässt sich nicht zum Zorn reizen und trägt Böses nicht nach. Sie freut sich an der Wahrheit. Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles und hält allem Stand." (Nach 1 Kor. 13,4-7) Findet ihr, das klingt total unrealistisch? Aber: Ist „echte“ Liebe nicht auch: Unglaublich schön?! Und das Größte, das man machen oder von andern bekommen könnt?


Thema: Wie viel mehr wert als er leistet – ist ein Mensch?

Montag, 4. Februar 2019, 6:40 Uhr

Heute ist für viele Bauchweh-Tag. Bei euch auch? Montags haben viele Schüler wieder Bauchweh, weil sie wieder in die Schule müssen. Da signalisiert der Körper, dass die Seele Alarm schlägt und sagt: „Ich will da nicht hin. Denn da geht’s mir schlecht.“ Und warum? Oft isses Angst vor schlechten Noten davor, den Anforderungen nicht gewachsen zu sein. Deswegen kommen sich einige Kinder und Jugendliche nämlich so richtig klein und blöd vor. Und wenn‘s dann noch daheim dicke Luft gibt, ist’s noch schlimmer. Denn die Schüler fühlen dann „Ich bin nicht gut genug für meine Eltern. Eine komplette Enttäuschung, ein Versager.“ In meiner Arbeit als Schulseelsorgerin höre ich das so oft. Dabei können gerade diese so genannten „Versager“ oft so viel, was super wichtig ist: Die sind sozial kompetent, praktisch versiert, ehrenamtlich engagiert – nur gibt’s dafür halt keine Note! Aber: Isses deswegen auch nix wert? Überhaupt: Zählt für euch nur, was ein Mensch leistet? Oder gibt‘s da mehr? Und: Ist die Entwicklung zu einer gesunden, selbstbewussten Person nicht viel mehr Wert als ein Abitur? Mal ehrlich: Ohne Abi – könnt ihr glücklich werden. Mit Selbstzweifeln und Versagensängsten - eher nicht. Also: Worauf kommt’s euch an – bei Euren Kindern und allen anderen?


Thema: Wie geht Ihr um – mit Widersprüchlichem?

Dienstag, 5. Februar 2019, 6:40 Uhr

Wenn ihr hört „katholische Kirche“ – Woran denkt ihr zuerst? An den Papst und überkommene Strukturen? An die Jugendlichen, die vor kurzem den Weltjugendtag gefeiert haben oder euer Jugendzeltlager? Ja: die katholische Kirche ist vielseitig. Und wo‘s viele Seiten gibt, da können Widersprüche entstehen. Und das ist gut so! - Sagt wenigstens Regina Laudage-Kleeberg. Sie ist im Bistum Essen für die Arbeit mit Jugendlichen zuständig und meint: Wenn Menschen Widersprüchlichkeit erleben, lernen sie mit Vielfalt umzugehen und, dass man Widersprüche aushalten kann. Und das findet Regina Laudage-Kleeberg total wichtig, denn ihr kommt das in vielen Diskussionen zu kurz. Vor allem in den sozialen Netzwerken wollen User von der Kirche und Politikern kurze und eindeutige Antworten. Aber unsre Welt ist dermaßen komplex  – kann‘s da wirklich für alles und jeden dieselbe Antwort geben? Oder heißt’s da: Lernen Einzelfallregelungen, Widersprüche und Unsicherheiten auszuhalten? – Einfach ist das nicht, aber Gott macht den Spagat mit. Denn er ist selbst vielseitig und handelt widersprüchlich: Er liebt und bestraft, erschafft Leben und vernichtet es. Damit müssen gläubige Menschen umgehen. Wie geht Ihr um mit Widersprüchen – bei Euch und bei anderen?


Thema: Wie frei – macht Gottvertrauen?

Mittwoch, 6. Februar 2019, 5:40 Uhr

Findet ihr’s auch so übel, wenn ihr morgens im Dunkeln raus müsst um zu arbeiten oder die Kinder wegzubringen? Wie lange geht euer Arbeitstag heute – ist’s noch hell, wenn ihr heim kommt? Und was macht ihr dann: Familiengeschäfte, noch schnell was wegschaffen oder Haushalt erledigen? Nebenbei kriegt ihr übers Handy die großen und kleinen Katastrophen auf der Welt rein. Kommt Ihr da noch mit? Oder habt ihr ab und zu das Gefühl, die Zeit rast an euch vorbei, ohne, dass ihr richtig lebt? Befürchtet ihr, plötzlich vierzig zu werden, ohne was davon mitzukriegen? Da geht’s euch wie vielen: Ihr seid überall, aber nirgends richtig, Ihr wollt nichts verpassen, aber merkt: Das geht gar nicht, menschliche Möglichkeiten sind begrenzt. Also könnt ihr gar nicht allen Ansprüchen gerecht werden: Gut organisiert sein, up to date, ein guter Freund, gute Eltern, saubere Wohnung und so weiter. Überlegt mal umgekehrt: Muss das wirklich alles sein? Oder könnt ihr euer Leben nehmen, wie’s ist: vergänglich und nie so ganz beherrschbar. Das nimmt euch 'ne Menge Druck! Auch der Schriftsteller Hermann Hesse findet: „Wer sich einmal dem Schicksal überlassen hat, der ist befreit.“ Ihr habt’s nicht so mit dem Schicksal? Ist verständlich. Ich vertrau auch lieber einem, der’s gut mit mir meint und denke: „Wer auf Gott vertrauen kann, der ist befreit.“ Probiert's doch aus und übt das mal eine Zeit lang!


Thema: Statt KI – lieber herrlich menschliche Menschen?

Donnerstag, 7. Februar 2019, 5:40 Uhr

Künstliche Intelligenz! – Ein Schreckgespenst. Oder findet ihr intelligente Maschinen gut, weil die bei vielem helfen können: Arbeitsprozesse beschleunigen, Krankheiten wie Krebs oder Depressionen womöglich früher erkennen und sicherer als Ärzte? Oder befürchtet ihr eher, dass diese künstliche Intelligenz missbraucht werden wird für kriminelle oder militärische Zwecke zum Beispiel, oder dass wir Menschen unseren besonderen Wert gegenüber Computern verlieren? Weil die intelligenter werden, als wir’s sein können? Der Journalist Frank Hofmann teilt diese Befürchtung nicht. Er findet, auch intelligenten Maschinen haben erhebliche Mängel gegenüber Menschen. Denn keine Maschine wird je lieben können oder über den Sinn ihres Daseins reflektieren, keine Maschine kann sich langweilen, meditieren oder sich entscheiden, ihren Zweck auch mal zu verweigern. Und vor allem: Wenn eine Maschine nicht mehr tut, was sie soll, verliert sie ihren Wert. Eine Maschine kann nicht scheitern, sich neu ausrichten und wieder neu anfangen. All das sind für Frank Hofmann Merkmale, die Menschen von Maschinen unterscheiden, und im christlichen Glauben eine wichtige Rolle spielen: Frei entscheiden können – und deswegen auch mal Fehler machen, zwecklos nachdenken, lieben. So findet Gott den Menschen „sehr gut“ und viel besser als intelligente Maschinen. Oder wie seht ihr das?


Thema: Erste Hilfe – was könnt Ihr tun?

Freitag, 8. Februar 2019, 5:40 Uhr

Boah, was ist das für ein Wetter die letzten Tage: Nasskalt, eiskalt oder verschneit. Zum Glück gibt’s gute Klamotten und wenn ihr euch gut einpackt, bleibt ihr erstmal warm und trocken. Drinnen könnt ihr euch dann mit 'nem warmen Tee oder Kaffee aufwärmen. Nur: Wenn’s kein „Drinnen“ zum Aufwärmen gibt? Weil ihr keine Wohnung habt und überall weg geschickt werdet? Das ist für viele Obdachlose ja leider das tägliche Leben. Auch für Bernd aus Mainz: Mit Sack und Pack steht er da vor dem Krankenhaus. Nach einer Lungenentzündung ist er heute entlassen worden. Und jetzt? Klar: die Klinik ist kein Hotel. Aber die Obdachlosenunterkünfte in der Stadt sind mittags um drei schon belegt, und in der windstillen Nische beim Supermarkt oder im Parkhaus darf Bernd nicht bleiben. Jetzt sitzt er da und fragt mich: „Wo soll ich denn hin? Ich friere!“ Ja: Wo soll er denn hin? Natürlich: Die Politik muss sich was einfallen lassen. Aber: Hilft das in diesem Moment? Zehn Obdachlose sind schon erfroren diesen Winter. Und wie war das mit den Worten Jesu „Was ihr dem kleinsten meiner Geschwister tut, das tut ihr mir“? (Mt 25,39) Was können wir – ihr und ich - tun für Obdachlose? Für Bernd war ein warmer Kaffee immerhin eine erste Hilfe. Und so was „kleines“ geht doch immer. Oder: Was könnt Ihr tun?


Thema: Glaube/n macht – noch glücklicher!

Samstag, 9. Februar 2019, 6:25 h

Seid Ihr glücklich? Gerade jetzt? Und: Überhaupt im Leben? Wenn ihr in Deutschland lebt, stehen die Chancen gut. Denn Deutschland belegt immerhin Platz fünfzehn im aktuellen World-Happines Report. Der untersucht jährlich, wie glücklich Menschen in verschiedenen Ländern sind. Aber: Was entscheidet über euer Glück? Für den World-Happines Report sind es vor allem Fürsorge, Freiheit, Großzügigkeit, Ehrlichkeit, Gesundheit, Wohlstand und gute Regierungsführung. Das ist ja schon einiges. Forscher aus den USA haben jetzt raus gefunden: Die Religion spielt auch 'ne Rolle. Denn religiöse Menschen sind glücklicher. Also: Wenn ihr ab morgen regelmäßig den Gottesdienst besucht, werdet ihr glücklich? Das wär ja ein Knaller! Ah – so einfach isses dann doch nicht. Denn, dass der Gottesdienstbesuch und ein glückliches Leben direkt zusammenhängen, das konnten die Forscher nicht nachweisen. Aber: Menschen, die ihren Glauben aktiv leben, bezeichnen sich selbst deutlich häufiger als „sehr glücklich“. Und den Glauben aktiv leben, das könnt ihr bei vielem: beim Beten, beim Einsatz für Benachteiligte und soziale Zwecke, beim Musizieren, Spenden, ihr könnt bei verschiedenen Aktionen und Kreisen eurer Kirchengemeinde mit machen und viel mehr. Versucht das doch mal! Und werdet noch glücklicher!


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