Klimaschutz und globale Gerechtigkeit

Der Auftrag zum Einsatz für die Schöpfung gehört zum Kern der christlichen Botschaft. In seiner Enzyklika „Laudato si“ erklärt Papst Franziskus die Sorge für die Erde als "gemeinsames Haus" zur vordringlichen Aufgabe der Christen und der Kirche. Wir werden aktuell Zeuge von extremen Klimaphänomenen wie Hitzewellen, Dürren und Überschwemmungen. Bereits heute vernichtet die Klimakrise Leben und Lebensgrundlagen von Millionen Menschen weltweit. Sie verschärft bereits bestehende Ungleichheiten und verletzt grundlegende Menschenrechte.

Die Erde gehört uns nicht - wir gehören ihr. Wir Menschen sind nicht selbst das Netz des Lebens, sondern nur ein Faden darin. Es ist höchste Zeit, für die Zukunft der Erde und das Lebensrecht der nachwachsenden Generationen entschlossen einzustehen und uns der Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen entschlossen entgegenzustellen. Das schließt die Forderung an die Politik ein, den Empfehlungen der Wissenschaft zu folgen und die Maßnahmen zum Beispiel zur nachhaltigen Energiegewinnung und gegen eine weitere Abholzung der Wälder zu verstärken. Es darf nicht sein, dass Politik und Wirtschaft kurzfristige Profite über das Wohlergehen der nächsten Generationen stellen. Gefordert ist ein entschlossenes politisches Handeln, denn das Zeitfenster zum Gegensteuern schließt sich. Dabei spielt die Vernetzung mit anderen Akteuren eine wichtige Rolle. Denn die Klimaprobleme können wir nicht als Einzelne lösen, sondern nur im Zusammenwirken mit anderen.

Das Bistum Speyer engagiert sich in seinem Verantwortungsbereich mit zahlreichen Beiträgen für den Klimaschutz und globale Gerechtigkeit:

  • Teilkonzept „Energie- und Klimaschutzmanagement – Klimaschutz in eigenen Liegenschaften“ für 25 Gebäude des Bistums Speyer. Stetige Umsetzung der darin genannten Ziele im Blick auf Gebäudemanagement und Sanierungsmaßnahmen
  • St. Christophorus-Haus in Bad Dürkheim als „Leuchtturm“ für Klima- und Nachhaltigkeitsmanagement, EMAS-Zertifizierung
  • Betrieb eines Block-Heizkraftwerkes im Bischöfliches Ordinariat (seit 2014)
  • Energiecontrolling in Pfarreien (Pilotprojekt in 2 Pfarreien)
  • Seit 2020 Verwendung von 100 % Ökostrom in verschiedenen Einrichtungen der Diözese (z. B. Maria-Ward-Schule Landau) und Einrichtungen anderer kirchlicher Träger im Bereich des Bistums
  • Dienstwagenflotte mit geringem CO2-Ausstoß (Energieeffizienzklasse A und A+)
  • Bei Dienstreisen: Aufforderung zur Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Einsatz eines Umweltbeauftragten
  • Beteiligung an Klimaprotest
  • Beteiligung an der „Klima-Kollekte“ (Kompensation von CO2-Ausstoss unserer Dienstwägen)
  • Kampagnen „Gutes Leben für alle“ (www.gutesleben-fueralle.de) und „Trendsetter Weltretter“ (www.trendsetter-weltretter.de)
  • Ökumenische Exerzitien („erd-verbunden“)
  • Ökumenische Lernreise von Leitungspersonen des Bistums und der Protestantischen Landeskirche zu den Klimaforschungsinstituten in Potsdam (März 2020)
  • Neuausrichtung der Anlagerichtlinien des Bistums nach Kritierien des Klimaschutzes und der globalen Verantwortung
  • Berücksichtigung von Umwelt- und Klimaschutz bei Veranstaltungen (kein Plastik, faire Beschaffung, vegetarisches Essen, …)
  • Verwendung von Recyclingpapier im Bischöflichen Ordinariat (seit 2012)
  • Kopier- und Druckersysteme (incl. Verbrauchsmaterialien) im Bischöflichen Ordinariat ausgezeichnet mit Blauer Engel und Energy Star Imaging Products
  • Büro- und Verbrauchsmaterial im Bischöflichen Ordinariat fast ausschließlich ausgezeichnet mit Blauer Engel, 100% Recycling Papier und recycelten Plastik, naturbasierten Rohstoffen, CO² neutral, Lösungsmittelfrei, FSC (Forest Stewardship Council), PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes)
  • Multiplikatorenschulung von ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern mit dem Ziel, Menschen in den Themenbereichen globale Verantwortung fortzubilden und zu sensibilisieren. (2018 durchgeführt und in 2020 wieder geplant)

Kontakt zum Umweltbeauftragten des Bistums Speyer