Die Angedacht!-Manuskripte vom 20. bis 25. Juli 2020

Autor: Uwe Burkert, Speyer


Thema: Urlaub zuhause – wo ist Euer Zuhause?

Montag, 20. Juli 2020, 5:40 Uhr

Wenn Ihr dieses Jahr Urlaub zuhause macht – wo ist das? Zuhause? Ist zuhause dort, wo Ihr wohnt, Eure Postanschrift? Oder ist zuhause – wo Ihr Euch zuhause fühlt: an der See, in den Bergen, im Wald? Oder fahrt Ihr mal wieder in die Gegend, wo Ihr geboren seid, wo Ihr aufgewachsen seid und herkommt? Ist das zuhause? Wo fühlt Ihr Euch - zuhause? Und wo fühlt Ihr Euch - wie zuhause, also fast zuhause? Ist zuhause dort, wo Ihr Euch auskennt? Gut auskennt, sehr gut auskennt? Ist zuhause ein Ort? Oder doch eher ein Gefühl? Ein Zustand? Ein Eindruck? Wo seid Ihr zuhause? Wo Euch alle kennen? Oder wo Euch alle so nehmen, wie Ihr seid? Ist zuhause, wo Ihr lebt? Oder ist zuhause, wo Ihr geliebt werdet, wo andere Euch schätzen, gernhaben und gern mit Euch zusammen sind? Wie sehr fühlt Ihr Euch - bei Euch selbst zuhause? Wie vertraut seid Ihr Euch, wie gut kennt Ihr Euch - wie gut kennt Ihr Euch bei Euch aus? Und wie oft seid Ihr Euch selbst fremd, ein Rätsel, versteht Euch selbst nicht mehr? Ist zuhause, wo Ihr Euch gut aufgehoben fühlt? Wo fühlt Ihr Euch gut aufgehoben? Wann fühlt Ihr Euch gut aufgehoben? Bei wem fühlt Ihr Euch gut aufgehoben? Welche Rolle spielt - Gott dabei? Als Euer - Zuhause?


Thema: Wieviel Hunger habt Ihr – nach Gott?

Dienstag, 21. Juli 2020, 5:40 Uhr

Wenn Ihr richtig hungrig seid, den ganzen Tag nix zu essen hattet: Wie wählerisch seid Ihr dann, wenn Ihr abends in Euren Kühlschrank guckt und Euch was zu essen macht? Oder fragt Ihr dann erstmal, wenn Ihr nach Hause kommt: Was gibt's zu essen? Und wann wart Ihr das letzte Mal so richtig hungrig – nach Gott? Ja, nach Gott. So hungrig nach Gott, dass es Euch geht, wie's die amerikanische Dichterin Anne Sexton beschreibt in einem Gedicht: "Ein Hungernder fragt nicht, was auf den Tisch kommt."? Wann wart Ihr das letzte Mal so richtig hungrig – nach Gott? So richtig hungrig – schon lange nicht mehr? Weil – was Euch die Religionen zum Beispiel anbieten: weil Euch das nicht wirklich schmeckt? Einen Gott zum Beispiel, der die einen in den Himmel schickt, die anderen zur Hölle fahren lässt – je nach persönlichem Lebensbonuspluspunkte-Konto? Einen Gott zum Beispiel, der die einen auf der Sonnenseite leben lässt – und andere nie auf die Füße fallen? Auf welchen Gott – wäret Ihr so richtig hungrig? Zum Beispiel auf einen Gott, der mit Euch durch dick und dünn geht? Auf einen, der/die/das Euch so nahe ist – dass Ihr gar nicht merkt, wie er in einem fort mit Euch unterwegs ist? Oder habt Ihr am Ende vergessen, wie sich Hunger anfühlt? Hunger – nach Gott?


Thema: Expedition zu Euch selbst - im Ashram Jesu!

Mittwoch, 22. Juli 2020, 5:40 Uhr

Würdet Ihr Euch ins Ashram Jesu trauen? Ein Ashram – ist eine sehr einfache "Schule" im Wald im Hinduismus. So wie im Westerwälder Elbtal: Das Ashram Jesu, die einfache Schule im Wald, findet Ihr hier in der Hirsenmühle bei Oberzeuzheim, zwölf Kilometer von Limburg. Genau der richtige Ort, wenn Ihr auf der Suche seid nach dem tieferen Sinn Eures Lebens; wenn Ihr Euch orientieren wollt, wozu Ihr eigentlich lebt, wie Ihr lebt, mit wem, zu welchen Bedingungen, mit welchen Zielen, mit welchem Aufwand, mit welchen Möglichkeiten, mit welchen Fähigkeiten. Zu jedem Ashram gehört ein Guru. Im Ashram Jesu: Jesus. Das Ashram Jesu nennt sich auch: christliche Lebensschule. Prinzip Nummer eins: Einfachheit: einfache Unterkunft, einfache Zimmer, schlichtes Frühstück, vegetarisches Mittagessen, freitags Fasten. Wozu? Um den Kopf frei zu haben, frei zu bekommen und die Seele für das, was wirklich zählt. Und gelassen und superaufmerksam alles aufzunehmen, was in Euch lebt und vibriert und brodelt und arbeitet - und auch außerhalb. Ferien der ganz besonderen Art. Weniger Ferien – mehr Expedition und Abenteuer. Unterwegs zu Euch selbst. Regt Euch so oder so an - oder sogar auf. Lasst Euch inspirieren - auf ashram minus jesu de!


Thema: Wieviel Hunger – nach welchem Gott?

Donnerstag, 23. Juli 2020, 6:40 Uhr

Wenn Ihr richtig hungrig seid, den ganzen Tag nix zu essen hattet: Wie wählerisch seid Ihr dann, wenn Ihr abends in Euren Kühlschrank guckt und Euch was zu essen macht? Oder fragt Ihr dann erstmal, wenn Ihr nach Hause kommt: Was gibt's zu essen? Und wann wart Ihr das letzte Mal so richtig hungrig – nach Gott? Ja, nach Gott. So hungrig nach Gott, dass es Euch geht, wie's die amerikanische Dichterin Anne Sexton beschreibt in einem Gedicht: "Ein Hungernder fragt nicht, was auf den Tisch kommt."? Wann wart Ihr das letzte Mal so richtig hungrig – nach Gott? So richtig hungrig – schon lange nicht mehr? Weil – was Euch die Religionen zum Beispiel anbieten: weil Euch das nicht wirklich schmeckt? Einen Gott zum Beispiel, der die einen in den Himmel schickt, die anderen zur Hölle fahren lässt – je nach persönlichem Lebensbonuspluspunkte-Konto? Einen Gott zum Beispiel, der die einen auf der Sonnenseite leben lässt – und andere nie auf die Füße fallen? Dabei steht im Vorratsschrank, im Kühlschrank der Religionen noch mehr "Gott". In Judentum und Christentum zum Beispiel ist jeder Mensch eine Ikone Gottes, die etwas von Gott zeigt, ein Eben-Bild, das die Züge Gottes trägt und in das Gott einverleibt ist. Wieviel Hunger habt Ihr – nach so einem Gott?


Thema: Euer persönlicher Lieblings-"Rastplatz"?

Freitag, 24. Juli 2020, 5:40 Uhr

"Rastplätze für die Seele" nennen sie sich: In Deutschlands Autobahnkirchen ist viel los in den Ferien. Denn auf langen Urlaubsreisen machen selbst hart gesottene Vielfahrer gerne mal 'ne Pause: alle Glieder von sich strecken, mal tief durchatmen - abseits von Überholmanövern und verengten Fahrstreifen. Da bieten sich Kirchen geradezu an. Denn da drinnen ist es erstens ruhig und zweitens meistens schön kühl. Wie in den beiden rheinland-pfälzischen Autobahnkirchen: Sankt Paul bei Wittlich und die Martinskirche in Waldlaubersheim an der A 61 Koblenz-Bingen. Die Besonderheit der Waldlaubersheimer Autobahnkirche: Ihr fahrt 'runter von der Autobahn und auf einer engen und unübersichtlichen Straße mitten ins Dorf, für Busse und LKW schwierig bis gar nicht zu erreichen. Drum gibt's ausreichend Parkplätze außerhalb, von da könnt Ihr bis zur Kirche laufen. Auftanken der besonderen Art, Rastplätze für die Seele: Gaaanz wichtig, denn wenn Ihr nicht rechtzeitig rastet - rastet Ihr irgendwann aus; wenn Ihr nicht ab und zu die Seele baumeln lasst - hängt Ihr irgendwann durch. Gerade Urlaub und Ferien sind prima Gelegenheiten dafür. Es muss auch nicht die Autobahnkirche sein. Betreibt anderswo Seelenpflege! Wo tankt Ihr am liebsten frisch auf? Was ist Euer persönlicher Lieblings-Rastplatz?


Thema: Vergöttlichung! Wozu sonst – seid Ihr auf der Welt?

Samstag, 25. Juli 2020, 6:25 h

Wozu seid Ihr auf der Welt? Was ist das Ziel Eures Lebens? Wollt Ihr vor allem gute Eltern sein? Wollt Ihr selber glücklich werden – oder vor allem andere glücklich machen? Für Abt Archimandrit Georgios vom heiligen Berg Athos in Griechenland ist das Ziel jedes Menschenlebens klar: Vergöttlichung. Ja, Gott immer ähnlicher zu werden. Sich zwar einerseits zu freuen über die Gottebenbildlichkeit, die Ihr schon habt laut Bibel, gleich im ersten Kapitel steht im Buch Genesis: "Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie." Sich aber andererseits darauf nicht auszuruhen. Sondern das als Ansporn zu nehmen. Denn die Gottebenbildlichkeit will gelebt werden. So wie's nicht genügt, eine begabte Fußballerin zu sein, ein begabter Koch oder eine talentierte Tänzerin. Es muss geübt werden, tagein, tagaus, manchmal hart und manchmal ganz locker mit links – aber es muss geübt werden. Denn was für Fußballerinnen und Köche und für Artisten gilt, gilt auch für Gottes Ebenbilder, gilt auch für Euch: Übt jeden Tag zu sein wie Gott, Gott ähnlich: großmütig, gerecht, nachsichtig und barmherzig, verständnisvoll, aufmerksam, fürsorglich und zugewandt – mit einem Wort: liebevoll. Denn wozu sonst - seid Ihr auf der Welt?