A

 

Arbeitsmedizin / Arbeitsmedizinische Betreuung

Gemäß dem Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) ist jeder Arbeitgeber verpflichtet Betriebsärzte zu bestellen. Diese sollen ihn beim Arbeitsschutz und bei der Unfallverhütung unterstützen. Damit soll erreicht werden, dass
1. die dem Arbeitsschutz und der Unfallverhütung dienenden Vorschriften den besonderen Betriebsverhältnissen entsprechend angewandt werden,
2. gesicherte arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Erkenntnisse zur Verbesserung des Arbeitsschutzes und der Unfallverhütung verwirklicht werden können,
3. die dem Arbeitsschutz und der Unfallverhütung dienenden Maßnahmen einen möglichst hohen Wirkungsgrad erreichen.

Im Bistum Speyer wird der Betriebsarzt durch folgenden Dienstleister gestellt:

AMD TÜV Arbeitsmedizinische Dienste GmbH
Hambacher Str. 12a
67434 Neustadt a.d. Weinstraße
Tel. 0800 66490620

Arbeitsmedizinische Vorsorge

Gemäß der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) hat der Dienstgeber auf der Grundlage der Gefährdungsbeurteilung für eine angemessene arbeitsmedizinische Vorsorge zu sorgen. Ziel ist das frühzeitiges Erkennen und Verhüten arbeitsbedingter Erkrankungen. Arbeitsmedizinische Vorsorgen sollen während der Arbeitszeit stattfinden. Über die Vorsorgen hat der Dienstgeber eine Vorsorgekartei zu führen mit Angaben, dass, wann und aus welchen Anlässen arbeitsmedizinische Vorsorge stattgefunden hat. Die arbeitsmedizinischen Vorsorgen werden unterschieden in die Pflichtvorsorge, Angebotsvorsorge und Wunschvorsorge. Während die Pflichtvorsorge eine Tätigkeitsvoraussetzung darstellt, kann die Angebotsvorsorge vom Mitarbeiter ausgeschlagen werden. Für die Beschäftigten ist die Teilnahme an der Angebotsvorsorge somit freiwillig. In begründeten Fällen hat der Dienstgeber den Beschäftigten auf ihren Wunsch hin regelmäßig arbeitsmedizinische Vorsorge nach § 11 des Arbeitsschutzgesetzes zu ermöglichen, es sei denn, auf Grund der Beurteilung der Arbeitsbedingungen und der getroffenen Schutzmaßnahmen ist nicht mit einem Gesundheitsschaden zu rechnen.

Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV)

Mustervorlage Vorsorgekartei

Beispiele Pflichtvorsorgen

  •  Feuchtarbeit von regelmäßig vier Stunden oder mehr je Tag
  • Tätigkeiten in Einrichtungen zur vorschulischen Betreuung von Kindern mit regelmäßigem direkten Kontakt zu Kindern
  • Tätigkeit in der Grünpflege (niederer Vegetation)
  • Tätigkeit mit ausgewählten Gefahrstoffen wenn der Arbeitsplatzgrenzwert für den Gefahrstoff nach der Gefahrstoffverordnung nicht eingehalten wird

Beispiele Angebotsvorsorgen

  • Tätigkeiten an Bildschirmgeräten (Bildschirmarbeitsplatz)
  • Feuchtarbeit von regelmäßig mehr als zwei Stunden je Tag

Arbeits-/ Wegeunfälle

Arbeitsunfälle

Arbeitsunfälle sind Unfälle, die Beschäftigte oder Ehrenamtsträger bei der Ausübung ihrer Arbeit oder auf Dienstreisen erleiden.

Dazu gehören z. B. auch Unfälle

  • auf allen mit der Arbeit verbundenen Dienstfahrten
  • beim Betriebssport
  • bei vom Unternehmen veranstalteten Betriebsfeiern und Ausflügen.

Entscheidend ist, dass die Tätigkeit dem Unternehmen und nicht privaten Zwecken dient.

 

Wegeunfälle

Wegeunfälle sind Unfälle auf dem direkten Weg zur Arbeit oder zurück. In der Regel beginnt dieser mit dem Verlassen des Wohnhauses und endet mit dem Erreichen der Arbeitsstätte.

Der Versicherungsschutz besteht auf dem direkten Weg und auf Umwegen, die notwendig werden,

  • um Kinder während der Arbeitszeit unterzubringen,
  • bei Fahrgemeinschaften,
  • bei Umleitungen oder
  • weil der Arbeitsplatz über einen längeren Weg zügiger erreicht werden kann.

Kein Versicherungsschutz besteht:

  • während einer Unterbrechung des Weges (z. B. Einkauf)
  • bei Umwegen, die aus privaten Gründen erfolgen
  • in der Regel bei Abwegen (d. h. bei Wegen, die nicht in Richtung Wohnung oder Arbeitsstätte führen)

Hinweis: Wird der Weg aus privaten Gründen länger als zwei Stunden unterbrochen, steht der restliche Weg nicht mehr unter Versicherungsschutz.

 

Unfallanzeigen

Ein Arbeits- oder Wegeunfall eines Arbeitnehmers oder Ehrenamtsträgers ist per Unfallanzeige dem jeweiligen Unfallversicherungsträger (Berufsgenossenschaft) innerhalb von drei Tagen zu melden, wenn der Unfall

  • mehr als dreitägige Arbeitsunfähigkeit oder
  • sogar den Tod des Versicherten zur Folge hat.

Hierbei ist zu beachten, dass alle Arbeitnehmer und Ehrenamtsträger aus den Pfarreien und dem Bischöflichen Ordinariat bei der VBG und lediglich die Arbeitsnehmer, welche in Kindertageseinrichtungen (Kita, Hort) beschäftigt sind, bei der BGW versichert sind.

Unfallmeldung der VBG

Unfallmeldung der BGW

Unfallmeldung der UK Rheinland-Pfalz

Unfallmeldung der UK Saarland

 

Alle weiteren Unfälle sowie Erste-Hilfe-Leistungen die nicht meldepflichtig sind, müssen im Verbandbuch dokumentiert werden.Hierzu kann folgendes Formblatt verwendet werden, welches 5 Jahre vertraulich aufzubewahren ist:  Verbandbuch

Unfälle von Kindern in der Tagesbetreuung infolge einer Tätigkeit, die mit dem Besuch der Einrichtung zusammenhängt, und Wegeunfälle (z. B. Unfall auf dem Weg zwischen Wohnung und Einrichtung) sind anzuzeigen, wenn sie ärztlich behandelt werden müssen oder zum Tod führen. Die Unfallanzeige ist an die zuständige Unfallkasse (Rheinland-Pfalz oder Saarland) zu senden. Auch Bagatellunfälle von Kita-Kindern sind zu dokumentieren („Meldeblock“).

Alle Unfallanzeigen sind zudem an die Regionalverwaltung und an das Rechtsamt weiterzuleiten sowie 5 Jahre unter Verschluss aufzubewahren.

Asbest

Asbest ist ein eindeutig krebserregender Stoff. Charakteristisch für Asbest ist seine Eigenschaft, sich in feine Fasern zu zerteilen, die sich der Länge nach weiter aufspalten und dadurch leicht eingeatmet werden können. Die eingeatmeten Fasern können langfristig in der Lunge verbleiben und das Gewebe reizen. Die Asbestose, das heißt die Lungenverhärtung durch dabei entstehendes Narbengewebe, wurde bereits 1936 als Berufskrankheit anerkannt. Heute ist auch anerkannt, dass an Arbeitsplätzen mit hoher Freisetzungswahrscheinlichkeit von Asbestfasern, durch die Reizwirkung in der Lunge oder das Wandern der Fasern zum Brust- und Bauchfell, Lungenkrebs beziehungsweise ein Mesotheliom (Tumor des Lungen- oder Bauchfells) entstehen kann.

Durch eine Reihe von gesetzlichen Bestimmungen und Vorschriften soll der Mensch vor den gesundheitsschädlichen Auswirkungen von Asbest geschützt werden. Auch beim Abbruch eines Bauwerks dürfen die öffentliche Sicherheit und Ordnung, besonders Leben und Gesundheit, nicht gefährdet werden. Der Bauherr ist deshalb unter anderem verpflichtet, schon vor dem Abbruch nach Asbest suchen zu lassen. Wird Asbest gefunden, ist es vor dem Abbruch zu beseitigen.

Da Asbest vor dem Verbot oft in langlebigen Bauprodukten und anderen Anwendungen verwendet wurde, ist er noch heute in der Umwelt, dem Wohnumfeld, Wohnungen und Haushalten anzutreffen. Daher lohnt sich ein genauerer Blick auf die Verwendungen. Grundsätzlich unterscheidet man bei Asbest zwischen schwach- und festgebundenen Faserprodukten.

Schwach gebundener Asbest

Bei schwach gebundenen Asbestprodukten beträgt der Asbestanteil meist über 60 Prozent; die Dichte liegt unter 1.000  Kilogramm pro Kubikmeter.

Mögliche Asbestprodukte:

  • Spritzasbest als Hitze- und Brandschutz an tragenden Stahl-Elementen
  • asbesthaltiger Putz
  • Leichtbauplatten (Decken- und Wandplatten, Heizkörpernischen)
  • Elektroinstallationen (Nachtspeicheröfen, Heizkesseln, Auskleidungen bei Elektrogeräten wie Toaster, Haartrockner, Bügeleisen)
  • Cushion-Vinyl-Beläge (Asbest-Trägerpappe)

Fest gebundener Asbest

Weniger problematisch ist Asbest wenn er im Bauprodukt fest gebunden vorliegt. Hier ist der Asbestanteil meist deutlich geringer mit einem Anteil von 10 bis 15 Prozent und einer Dichte von mindestens 1.400  Kilogramm pro Kubikmeter.

Mögliche Asbestprodukte:

  • Dach- oder Wellplatten
  • Rohre
  • Kabelkanäle
  • freistehende Formteile wie Blumenkästen, Gartenmöbel, Sommerrodelbahnen, Tischtennisplatten oder Minigolfbahnen
  • Bodenbelägen (Vinyl-Asbest-Fliesen, Floor-Flex- oder Flex-Platten
  • schwarzbraune Bitumenkleber

Vorgehen bei Verdacht auf astbesthaltige Baustoffe

Werden schwach gebundene Asbestprodukte wie Spritzasbest in einem Gebäude vorgefunden, muss die Dringlichkeit der Sanierung geprüft und bewertet werden. Die Bewertung erfolgt durch zertifizierte Sachverständige auf Grundlage der Asbest-Richtlinie.

Bei fest gebundenen Asbestprodukten besteht kein generelles Sanierungsgebot. Sind die eingebauten fest gebundenen Asbestprodukte verwittert, nicht mehr gebrauchstauglich oder anderweitig beschädigt, sollte der bauliche und technische Zustand durch zertifizierte Sachkundige für Asbest nach den Bestimmungen der Technischen Regel für Gefahrstoffe TRGS 519 bewertet werden. Ist eine Sanierung notwendig, müssen die Asbestprodukte fachgerecht entfernt und beseitigt werden. Solche Arbeiten dürfen nur von Handwerkern oder Unternehmen vorgenommen werden, die ihre Sachkunde nach TRGS 519 nachweisen können.

Weitere Informationen und Regelwerke zum Thema

Asbest

TRGS 519 - Asbest Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten

Asbestsanierung

 

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B

Bauen

In Kirchengemeinden werden häufig kleinere und mittlere Bauvorhaben sowie Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten von Ehrenamtlichen ausgeführt. Oft sind diese Arbeiten mit Gefährdungen für die Gesundheit verbunden. Die nachfolgende Broschüre richtet sich in erster Linie an die Mitglieder des Kirchenvorstandes, gleichzeitig aber auch an Verantwortliche in der Kirchengemeinde und Personen, die die Bau-, Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten mit Ehrenamtlichen leiten.

In der nachfolgenden Broschüre der VBG finden Sie Infos und Hilfen zur Planung und sicheren Durchführung von Baumaßnahmen mit Ehrenamtlichen.

Bauen mit Ehrenamtlichen

Behörden

Brandschutzdienststellen

Die Brandschutzdienststellen bei den Kreisverwaltungen und Verwaltungen der kreisfreien Städte nehmen  folgenden, wesentlichen Aufgaben wahr: Beratungen bei Bauvorhaben, fachtechnische Stellungnahmen im Baugenehmigungsverfahren und Durchführung von Gefahrenverhütungsschauen. Die mit Beamten des gehobenen feuerwehrtechnischen Dienstes - den so genannten feuerwehrtechnischen Bediensteten - besetzten Brandschutzdienststellen arbeiten dabei vertrauensvoll mit den Bauaufsichtsbehörden und den kommunalen Aufgabenträgern der Feuerwehren zusammen. Die Gefahrenprävention durch die feuerwehrtechnischen Bediensteten, insbesondere die Organisation und die Durchführung der Gefahrenverhütungsschauen, erfolgt im Rahmen der staatlichen Auftragsverwaltung, so dass hier sowohl die Struktur- als auch die Durchführungsverantwortung beim Land liegen.

Quelle: Ministerium des Innern und für Sport, https://mdi.rlp.de/ar/unsere-themen/sicherheit/feuerwehr/aufgaben/

 

Gesundheitsämter

Die Gesundheitsämter beobachten, untersuchen und bewerten die gesundheitlichen Verhältnisse der Bevölkerung in ihrem Dienstbezirk. Daneben übernehmen die Gesundheitsämter Aufgaben nach dem Landesgesetz zum Schutz von Kindeswohl und Kindergesundheit (LKindSchuG) und überwachen folgende Einrichtungen bezüglich der Einhaltung von Gesetzen im Bereich Infektionsschutz und Hygiene:

  • in ambulanten, teilstationären und stationären Einrichtungen, in denen durch medizinische, pflegerische oder sonstige Hilfeleistungen Krankheiten oder Behinderungen festgestellt, geheilt oder gelindert werden,
  • in Blutspendeeinrichtungen und bei Blutspendeterminen,
  • in Einrichtungen des Rettungs- und Krankentransportwesens sowie des Zivil- und Katastrophenschutzes mit Ausnahme der Leitstellen nach § 7 des Rettungsdienstgesetzes,
  • in Schulen und sonstigen Einrichtungen im Sinne des 6. Abschnitts des Infektionsschutzgesetzes,
  • in Anlagen zur Trinkwasserversorgung, Abwasserbeseitigung und Abfallentsorgung,
  • in Einrichtungen des Kur- und Heilbäderwesens sowie bei Heilquellen,
  • in Gast- und Beherbergungsstätten sowie auf Camping- und Zeltlagerplätzen,
  • in Einrichtungen der Körper- und Schönheitspflege,
  • in öffentlich zugänglichen Sportstätten, Bädern und Badestellen sowie auf Kinderspielplätzen,
  • in Einrichtungen des Bestattungs- und Friedhofwesens,
  • in Häfen und Flughäfen,
  • auf Jahrmärkten und Messen sowie bei sonstigen Großveranstaltungen,
  • bei sonstigen Einrichtungen, Anlagen und Veranstaltungen, an die vergleichbare Anforderungen zu stellen sind.

Bestellungsformulare / Pflichtenübertragungen im Arbeitsschutz

Wenn Sie mehrere Einrichtungen betreiben, können Sie den Arbeits- und Gesundheitsschutz auch an eine zuverlässige und fachkundige Person vor Ort übertragen. Dies ist schriftlich zu tätigen. Hierzu können Sie folgende Vorlage verwenden:

Pflichtenübertragung Arbeitsschutz

 

Auch die Beauftragung bzw. Bestellung der Mitarbeiter*innen zu bestimmten Rollen im Arbeitsschutz sollte schriftlich getätigt werden. Hierzu stehen Ihnen folgende Vorlagen zur Verfügung:

Bestellung Ersthelfer*in

Bestellung Brandschutzhelfer*in

Bestellung Sicherheitsbeauftragte*r

 

Blitzschutzanlagen

Im § 15 (5) Landesbauordnung Rheinland-Pfalz bzw. § 44 Landesbauordnung Saarland wird gefordert, dass bauliche Anlagen, bei denen nach Lage, Bauart oder Nutzung ein Blitzeinschlag leicht eintreten oder zu schweren Folgen führen kann, mit dauernd wirksamen Blitzschutzanlagen zu versehen sind. Für jedes Gebäude ist im Brandschutznachweis durch eine bauwerksbezogene Risikoabschätzung zu klären, ob eine Blitzschutzanlage erforderlich ist.

Mit großer Wahrscheinlichkeit ist für Gebäude die

  • die Umgebung wesentlich überragen (z. B. Hochhäuser) bzw. einzelstehend sind;
  • besonders brand- und explosionsgefährlich sind (z. B. Gasbehälter, Lager brennbarer Flüssigkeiten)
  • aufgrund der Nutzung (z. B. Kirchen, Kindertagesstätten, Schulen, Hotels) und
  • wegen möglicher schwerer Folgen (z. B. Gebäude unter Denkmalschutz, Archive)

eine Blitzschutzanlage erforderlich.

Blitzschutzanlagen sind von Fachkräften zu errichten und müssen auch funktionstüchtig gehalten werden. Hierzu sind folgende Überprüfungen empfohlen:

  • Dreijährlich: Versammlungsstätten, Schulen, Hochhäuser etc.
  • Fünfjährlich: Kindergärten, Beherbergungsstätten, Kirchen, Gebäude mit besonderem Wert etc.

Als Prüfer kommen Sachkundige bei einfachen Anlagen sowie Sachverständige bei komplexen Schutzeinrichtungen in Frage.

Für die Prüfung einfacher Anlagen steht ein Mustervertrag mit IBK Ingenierbüro Krieger zur Verfügung:

Vertrag Prüfung Blitzschutz

 Informationsschrift Blitzschutz VDS

Brandschutzhelfer*in

Auszug aus der ASR A2.2 "Maßnahmen gegen Brände":

3.9 Brandschutzhelfer sind die Beschäftigten, die der Arbeitgeber für Aufgaben der Brandbekämpfung bei Entstehungsbränden benannt hat.

7.3 Brandschutzhelfer
(1) Der Arbeitgeber hat eine ausreichende Anzahl von Beschäftigten durch Unterweisung und Übung im Umgang mit Feuerlöscheinrichtungen zur Bekämpfung von Entstehungsbränden vertraut zu machen.
(2) Die Anzahl von Brandschutzhelfern ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung. Ein Anteil von 5 % der Beschäftigten ist in der Regel ausreichend. Eine größere Anzahl von Brandschutzhelfern kann z. B. in Bereichen mit erhöhter Brandgefährdung, bei der Anwesenheit vieler Personen, Personen mit eingeschränkter Mobilität sowie bei großer räumlicher Ausdehnung der Arbeitsstätte erforderlich sein.
(3) Bei der Anzahl der Brandschutzhelfer sind auch Schichtbetrieb und Abwesenheit einzelner Beschäftigter, z. B. Fortbildung, Urlaub und Krankheit, zu berücksichtigen.
(4) Die Brandschutzhelfer sind im Hinblick auf ihre Aufgaben fachkundig zu unterweisen. Zum Unterweisungsinhalt gehören neben den Grundzügen des vorbeugenden Brandschutzes Kenntnisse über die betriebliche Brandschutzorganisation, die Funktions- und Wirkungsweise von Feuerlöscheinrichtungen, die Gefahren durch Brände sowie über das Verhalten im Brandfall.
(5) Praktische Übungen (Löschübungen) im Umgang mit Feuerlöscheinrichtungen gehören zur fachkundigen Unterweisung der Brandschutzhelfer. Es wird empfohlen, die Unterweisung mit Übung in Abständen von 3 bis 5 Jahren zu wiederholen.

Die Ausbildung der Brandschutzhelfer wird in der DGUV Information 205-023 beschrieben.

DGUV Information 205-023

Nach erfolgter Ausbildung ist der Brandschutzhelfer schriftlich zu bestellen. Eine Vorlage für die schriftliche Bestellung finden Sie hier:

Bestellung Brandschutzhelfer*in

Brandschutzordnungen

Die Brandschutzordnung ist eine zusammenfassende Regelung für das Verhalten von Personen innerhalb eines Gebäudes oder Betriebes im Brandfall sowie für Maßnahmen, welche Brände verhüten sollen. Die Erstellung einer Brandschutzordnung ist nicht für jedes Gebäude bundeseinheitlich vorgeschrieben. Auch in arbeitsschutzrechtlichen Regelungen wird die Brandschutzordnung lediglich empfohlen, da die Ordnung den Stellenwert einer Hausordnung besitzt. Es ist daher für alle Gebäude empfehlenswert eine Brandschutzordnung zu erstellen. Je nach Art, Nutzung und Größe der baulichen Anlage darf im Ausnahmefall und im Einvernehmen mit der für den Brandschutz zuständigen Dienststelle nur der Teil A erstellt und auf das Erstellen der Teile B und C verzichtet werden (z. B. für Kirchen) oder nur der Teil A und B erstellt und auf das Erstellen des Teil C verzichtet werden (z. B. Kitas).Die Auflagen aus dem Baugenehmigungsverfahren sind zu berücksichtigen.


Brandschutzordnungen müssen stets auf aktuellem Stand gehalten werden und sind mindestens alle 2 Jahre von einer fachkundigen Person zu prüfen.Die Brandschutzordnung Teil A besteht aus dem Aushang.


Die Brandschutzordnung Teil B (für Personen ohne besondere Brandschutzaufgaben) richtet sich an die Personen (z. B. Beschäftigte), die sich nicht nur vorübergehend in einer baulichen Anlage aufhalten.
Die Brandschutzordnung Teil C (für Personen mit besonderen Brandschutzaufgaben) richtet sich an Personen, denen über ihre allgemeinen Pflichten hinaus besondere Aufgaben im Brandschutz übertragen sind (z. B. Brandschutzbeauftragte, Brandschutzhelfer).

Brandschutzordnung Teil A - Kirche

Brandschutzordnung Teil B - Kita

Brandschutzordnung Teil B - Pfarramt

E

Erste Hilfe Organisation

Alle Einrichtungen müssen gemäß ArbSchG und DGUV Vorschrift 1 die Erste Hilfe in der Einrichtung organisieren. Hierzu gehört unter anderem Erste Hilfe Material (Verbandkästen) zur Verfügung zu stellen, Ersthelfer regelmäßig ausbilden zu lassen und die Meldewege festzulegen. Hierzu zählt auch die Meldung eines Arbeits- oder Wegeunfalls oder der Eintrag im Verbandbuch (Meldeblock).

Ersthelfer

Ersthelfer kann nur sein, wer in Erster Hilfe ausgebildet ist.

Mindestanzahl der Ersthelfer im Betrieb (§ 26, DGUV Vorschrift 1):
- von 2 bis zu 20 anwesenden Versicherten 1 Ersthelfer
- bei mehr als 20 anwesenden Versicherten:

  • in Verwaltungs- und Handelsbetrieben 5 % der Anzahl der anwesenden Versicherten,
  • in Kindertageseinrichtungen 1 Ersthelfer je Kindergruppe.

Die Ausbildung zum Ersthelfer besteht aus dem Erste-Hilfe-Lehrgang (9 Unterrichtseinheiten).
Um Ersthelfer zu bleiben ist eine Fortbildung spätestens alle 2 Jahre durch das so genannte Erste-Hilfe-Training (9 Unterrichtseinheiten) erforderlich.
Beide Lehrgänge können nur durch speziell dazu ermächtigte Stellen durchgeführt werden. Diese finden Sie auf der Liste der Ermächtigten Stellen (§ 26 Abs. 2, DGUV Vorschrift 1).
Die Lehrgangsgebühren werden von den Unfallversicherungsträgern in Form von Pauschalgebühren getragen und direkt mit den Ausbildungsstellen abgerechnet. Weitere Lehrgangsgebühren, weder für die Teilnehmer noch für Unternehmer, entstehen nicht. Lediglich Kosten für Entgeltfortzahlung und Fahrtkosten trägt der Unternehmer. Je nach Unfallversicherungsträger ist vor der Anmeldung zum Lehrgang eine Kostenübernahme zu beantragen. Dies betrifft die Unfallkasse RLP, Unfallkasse Saarland und die BGW.

Nach erfolgreicher Teilnahme am Ersthelferlehrgang muss der Unternehmer den Beschäftigten als Ersthelfer im Betrieb benennen. Hierzu steht die Vorlage "Bestellung Ersthelfer*in" (siehe unten) zur Verfügung. Es bietet sich an, z. B. durch Verleihung einer Ernennungsurkunde auf diese besondere Funktion deutlich hinzuweisen.

Die/der Ersthelfer*in ist zudem auf dem Erste Hilfe Plakat einzutragen.

 

Quelle: https://www.dguv.de/fb-erstehilfe/themenfelder/betrieblicher-ersthelfer/index.jsp

Bestellung Ersthelfer*in

Erste Hilfe Plakat

Hinweise zur Kostenübernahme von Ersthelfern in Kitas

Kostenübernahme Ersthelfer UK Rheinland-Pfalz

Kostenübernahme Ersthelfer UK Saarland - Formular 1

Kostenübernahme Ersthelfer UK Saarland - Formular 2

Kostenübernahme Ersthelfer BGW

 

Erste Hilfe Material / Verbandkasten

In jedem Betrieb ist es notwendig, ausreichendes Erste-Hilfe-Material zur Verfügung zu haben (§ 25 Abs. 2, DGUV Vorschrift 1).

Art und Menge sowie Aufbewahrungsorte des Erste-Hilfe-Materials richten sich im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung nach der Betriebsgröße, den vorhandenen betrieblichen Gefahren, der Ausdehnung und Struktur des Betriebes und der Organisation des betrieblichen Rettungswesens.

Die Arbeitsstättenregel A4.3 enthält Angaben, die sich jedoch nur auf das Erste-Hilfe-Material erstrecken.

Geeignetes Erste-Hilfe-Material enthalten z. B.:
großen Verbandkasten, nach DIN 13169 "Erste-Hilfe-Material
kleiner Verbandkasten, nach DIN 13157 "Erste-Hilfe-Material

  

Zahl der

Versicherten

Verbandkasten

klein

Verbandkasten

groß 1)

1 - 501
51 - 3001

1) Zwei kleine Verbandkästen ersetzen einen großen Verbandkasten.

Quelle: https://www.dguv.de/fb-erstehilfe/themenfelder/erste-hilfe-material/index.jsp

 

Erste Hilfe Materialien und Verbandkästen sind regelmäßig auf Vollständigkeit und Haltbarkeit zu prüfen. Ein Prüfintervall von max. 6 Monaten hat sich in der Praxis bewährt. Für die Prüfung können Sie das "Formblatt Erste Hilfe Material" verwenden. Es bietet zudem die schnelle Möglichkeit der Nachbestellung des fehlenden oder abgelaufenen Materials bei der Fa. Söhngen, indem Sie das ausgefüllte Formblatt per Fax oder E-Mail an die Fa. Söhngen senden.

Formblatt Erste Hilfe Material  

Für die Bestellung von Erste Hilfe Material liegen bei der Fa. Söhngen Sonderkonditionen vor. Verwenden Sie für eine Bestellung von kompletten Verbandkästen den Bestellschein oder geben Sie die Kennung EKV – 914 – WGKD bei der Bestellung an.

Wir empfehlen den Verbandkasten Office (Art.-Nr.: 30 03 056) nach DIN 13157.

Bestellschein Söhngen

G

Gefährdungsbeurteilungen

Die im Zusammenhang mit der Arbeitsausführung auftretenden Gefährdungen sind in einer Gefährdungsbeurteilung zu erfassen und zu bewerten. Zur Übersicht aller im Unternehmen benötigten Gefährdungsbeurteilungen, die unter anderem durch das Arbeitsschutzgesetz §§ 5 und 6, Gefahrstoffverordnung sowie der Betriebssicherheitsverordnung gefordert werden, kann das Organigramm herangezogen werden.

Die Gefährdungsbeurteilung ist einmal jährlich und bei sich grundsätzlich ändernden Bedingungen und vorhandenen akuten Gefährdungen durch den Verantwortlichen zu überprüfen und ggf. anzupassen. Die Verantwortung zur Erstellung und Dokumentation von Gefährdungsermittlungen und -beurteilungen obliegt der Leitung der Einrichtung (Leitender Pfarrer, Verwaltungsrat, …) es sei denn diese wurde delegiert. Bei der Erstellung berät die Fachkraft für Arbeitssicherheit.

Die Gefährdungsermittlung sollte auf den Beobachtungen vor Ort und Mitarbeiterbefragungen beruhen. Die dort analysierten Gefahren sind aufzulisten und zu beurteilen, wobei folgende Gefährdungs- bzw. Belastungsfaktoren zu berücksichtigen sind:

 

Arbeitsschutzorganisation

  • Verantwortung im Arbeitsschutz, Kontrolle der Arbeitsschutzaufgaben und -pflichten
  • Sicherheitstechnische und arbeitsmedizinische Betreuung
  • Qualifikationen, Unterweisungen
  • Erste - Hilfe - Organisation
  • Unfallanalysen / Unfallstatistik
  • Brandschutzorganisation
  • Arbeitsmedizinische Vorsorge
  • Arbeitsmittelprüfungen
  • Persönliche Schutzausrüstung
  • Besondere Personengruppen
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement
  • Fremdfirmenkoordination
  • Behördliche Auflagen
  • Kommunikation und Verbesserung
  • Planung und Beschaffung 

 

 Mechanische Gefährdungen

  • ungeschützt bewegte Maschinenteile
  • Teile mit gefährlichen Oberflächen
  • bewegte Transportmittel, bewegte Arbeitsmittel
  • unkontrolliert bewegte Teile
  • Sturz, Ausrutschen, Stolpern, Umknicken
  • Absturz

 

Elektrische Gefährdungen

  • Elektrischer Schlag
  • Lichtbögen
  • elektrostatische Aufladung

 

Gefahrstoffe

  • Gase
  • Dämpfe
  • Aerosole
  • Flüssigkeiten
  • Feststoffe
  • Arbeiten in feuchtem Milieu

 

Biologische Gefährdungen

  • Infektionsgefährdung durch pathogene Mikroorganismen (z.B. Bakterien, Viren, Pilze)
  • sensibilisierende Wirkungen von Mikroorganismen (Gefährdungen durch Einatmen, Verschlucken, Hautkontakt)

 

Brand- und Explosionsgefährdungen

  • brennbare Feststoffe, Flüssigkeiten, Gase
  • explosionsfähige Atmosphäre
  • Explosivstoffe

 

Thermische Gefährdungen

  • heiße Medien / Oberflächen
  • kalte Medien / Oberflächen

 

Gefährdungen durch spezielle physikalische Einwirkungen

  • Lärm
  • Ultraschall / Infraschall, luftgeleiteter Schall
  • Ganzkörpervibrationen
  • Hand-Arm-Vibrationen
  • nicht ionisierende Strahlung (z.B. UV-, IR-, Laserstrahlung)
  • ionisierende Strahlung (z.B. Röntgen-, Gamma-, Teilchenstrahlung)
  • elektromagnetische Felder
  • Unter- und Überdruck

Gefährdungen durch Arbeitsumgebungsbedingungen

  • Klima (z.B. Hitze, Kälte)
  • Beleuchtung, Licht
  • Ertrinken

 

Physische Belastungen

  • schwere, dynamische Arbeit (dynamische Ganzkörperarbeit)
  • einseitige, dynamische Arbeit
  • statische Arbeit (Haltungsarbeit)
  • Kombination aus statischer und dynamischer Arbeit

 

Psychische Faktoren

  • ungenügend gestaltete Arbeitsaufgabe
  • ungenügend gestaltete Arbeitsorganisation
  • ungenügend gestaltete soziale Bedingungen
  • ungenügend gestaltete Arbeitsplatz- und Arbeitsumgebungsbedingungen

 

Sonstige Gefährdungen

  • durch Menschen
  • durch Tiere
  • durch Pflanzen

 

Neue Arbeitsmittel, Arbeitsstoffe, Arbeitsverfahren

  • Neuartige Maschinen, Geräte
  • Einrichtung neuer Arbeitsplätze; Veränderung der Arbeitsplatzgestaltung
  • Neuartige Arbeitsstoffe, Materialien
  • Veränderungen betrieblicher Abläufe, Prozesse, Arbeitsverfahren

 

Weiterhin ist ein Augenmerk auf die zum Einsatz kommende Technik, die Materialien, Hilfs- und Betriebsstoffe und die angewendete Arbeitsmethoden zu legen.

Ausgehend vom Ist-Zustand sind in der Gefährdungsbeurteilung die notwendigen technischen, organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen festzulegen. Im zugehörigen Maßnahmenplan ist einzutragen, wer für die Umsetzung verantwortlich ist und bis wann die Umsetzung zu erfolgen hat. Das Datum der Umsetzung ist ebenfalls im Maßnahmenplan festzuhalten. Die Überprüfung, inwieweit die festgelegten Maßnahmen im Hinblick auf die entsprechenden Schutzziele ausreichend und wirksam umgesetzt sind, erfolgt im Rahmen der Wirksamkeitsprüfung durch den Verantwortlichen.

Gefährdungsbeurteilung Pfarrei

Gefährdungsbeurteilung für Küster und Mesner

Gefährdungsbeurteilung Kindertagesstätte

Gefährdungsbeurteilung Kindertagesstätte - online

Schritt-für-Schritt-Anleitung online-Gefährdungsbeurteilung für Kindertagesstätten 

Gefährdungsbeurteilung Flüchtlingsunterkünfte

Checkliste "sichere Kita" - online

 

Glastüren / Glaswände

In der Architektur wird häufig Glas als Werkstoff für Türen und Wände verwendet. Um schwere Unfälle durch splitterndes Glas zu vermeiden, müssen beginnend bei der Bauplanung, über die Montage, die Wartung bis hin zur Nutzung alle sicherheitsrelevanten Aspekte berücksichtigt werden. Die Broschüre enthält hilfreiche Hinweise und Beispiele dazu.

https://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/208-014.pdf

 

O

Organigramme

Organigramme geben eine Übersicht über die jeweiligen Strukturen in der Einrichtung. So kann das Organigramm einer Pfarrei abbilden, welche Unterorganisationen in der Pfarrei bestehen, wer die Verantwortung für die einzelnen Organisationen trägt und welche Tätigkeiten wo stattfinden.

Musterorganigramm Pfarrei

Musterorganigramm Kita - Tätigkeiten

Musterorganigramm Kita - Räumlichkeiten

Musterorganigramm Hort - Tätigkeiten

Musterorganigramm Hort - Räumlichkeiten

S

Sicherheitsbeauftragte*r

Sicherheitsbeauftragte geben Anstöße zur Verbesserung der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes und informieren über Sicherheitsprobleme. Insbesondere achten Sie darauf, dass die vorgeschriebenen Schutzeinrichtungen und persönlichen Schutzausrüstungen ordnungsgemäß benutzt werden und machen auf Unfall- und Gesundheitsgefahren aufmerksam. Kurz gefasst finden Sie hier Antworten auf einige wichtige Fragen zu diesem Thema:

Welche Erwartungen sind an den Sicherheitsbeauftragten zu stellen?
• Unterstützung des Unternehmers
• Aufdecken von Unfall- und Gesundheitsgefahren und Hinwirken auf deren Beseitigung
• Unterbreitung von Verbesserungsvorschlägen
• Ansprechpartner für Kollegen
• Vermittler zwischen Kollegen und Vorgesetzten
• Vorbild sein

Tragen Sicherheitsbeauftragte Verantwortung?

"Der Sicherheitsbeauftragte wird innerhalb seines Beschäftigungsverhältnisses beobachtend und beratend als Hilfsperson des Unternehmers tätig, ohne Anweisungen geben oder korrigierende Maßnahmen ergreifen zu können oder auch nur im geringsten, was die Verantwortlichkeit betrifft, an die Stelle des Unternehmers zu rücken." (Bundessozialgericht)

Welche Rechte hat man in dieser Funktion?
• Teilnahme an Aus- und Fortbildungsseminaren der VBG
• Teilnahme an Betriebsbegehungen durch Berufsgenossenschaft oder staatliche Aufsichtsbehörde
• Kenntnisnahme von Unfällen
• Mitwirkung im Arbeitsschutzausschuss
• keine Benachteiligung durch diese Aufgabe

Wo stehen die Rechtgrundlagen?
• § 22 SGB VII
• § 20 DGUV Vorschrift 1 "Grundsätze der Prävention", bisher: BGV A1
• Kapitel 4.2 DGUV Regel 100-001 "Grundsätze der Prävention"

Die/der Mitarbeiter*in ist schriftlich zur/zum Sicherheitsbeauftragte/n zu bestellen. Hierzu steht Ihnen folgende Vorlage zur Verfügung:

Quelle: http://www.vbg.de/DE/3_Praevention_und_Arbeitshilfen/2_Themen/01_Arbeitsschutz_organisieren/7_Arbeitsschutzorganisation_Einzelthemen/2_Sicherheitsbeauftragte/2_Sicherheitsbeauftragte_Unternehmer/aufgaben_und_funktion_des_sicherheitsbeauftragten_node.html

Bestellung Sicherheitsbeauftragte*r

 

Spielplatzprüfungen

Wer eine Außenspielfläche oder einen Spielplatz betreibt, hat dafür zu sorgen, dass dieser sicher genutzt werden kann. Daher fordert der Gesetzgeber zunächst bestimmte Sicherheitsregeln insbesondere beim Bau zu berücksichtigen aber auch regelmäßige Kontrollen durchzuführen.

DGUV Information 202-022  Außenspielflächen und Spielplatzgeräte

DGUV Information 202-019 Naturnahe Spielräume

Information Kontrollpflichten Außenspielflächen

Dokumentationsbogen Sichtkontrolle

Dokumentationsbogen Funktionskontrolle

Dokumentationsbogen Mängelbericht

Rahmenvertrag jährliche Spielplatzkontrolle IfR

 

Sportgeräte, Sportstätten und Bewegungsräume

DGUV Information 202-044 "Sportstätten und Sportgeräte" (Hinweise zur Sicherheit und Prüfung)

DGUV Information 202-048 "Checklisten zur Sicherheit im Sportunterricht"

DGUV Information 202-052 "Alternative Nutzung von Sportgeräten" (Sicherheit im Schulsport)

DGUV Information 202-018 "Klettern in Kindertageseinrichtungen und Schulen"

DGUV Information 202-035 "Matten im Sportunterricht"

DGUV Information 202-081 "Trampoline in Kindertageseinrichtungen und Schulen"

DGUV Information 202-033 "Minitrampolin – mit Leichtigkeit und Sicherheit" (nur für Schulsport!)

DGUV Information 202-072 "Seilgärten in Kindertageseinrichtungen und Schulen"

U

Unfälle und Unfallanzeigen

siehe Arbeits- und Wegeunfälle

Unfallversicherer / Berufsgenossenschaften

Die gesetzliche Unfallversicherung gehört zu den deutschen Sozialversicherungen und ist der einzige Zweig, dessen Beiträge vollständig vom Arbeitgeber bezahlt werden.

Aufgabe der Unfallversicherung ist die Prävention von Arbeitsunfällen, arbeitsbedingten Erkrankungen und Gefahren sowie im Schadensfall die Gewährleistung der medizinischen Behandlung und angemessene Entschädigung.

 

Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienste und Wohlfahrtspflege (BGW)

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege, kurz BGW, ist die gesetzliche Unfallversicherung für nicht staatliche Einrichtungen im Gesundheitsdienst und in der Wohlfahrtspflege. Bei der BGW sind alle Mitarbeiter im Bistum versichert, welche in den Kindertagesstätten tätig sind.

BGW Bezirksstelle Mainz
Göttelmannstraße 3
55130 Mainz
Telefon: 06131/808-39 02

 

Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG)

Die SVLFG ist Träger der landwirtschaftlichen Sozialversicherung und unter anderem zuständig für die Durchführung der Unfallversicherung für die bei der Kirche angestellten Friedhofsgärtner.

Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau
Weißensteinstraße 70 - 72
34131 Kassel
Telefon: 0561/785-0
poststelle@svlfg.de

 

Unfallkasse Rheinland-Pfalz (UK RLP) und Unfallkasse Saarland (UKS)

Damit die Kinder in den Einrichtungen des Bistums Speyer sicher aufwachsen können, kümmern sich die Unfallkassen Rheinland-Pfalz und Saarland um ihren Unfallversicherungsschutz. So erhalten bereits die Jüngsten den gleichen Schutz wie Beschäftigte und die gleiche Aufmerksamkeit, wenn es um die Sicherheit und Gesundheit geht.

Unfallkasse Rheinland-Pfalz
Orensteinstraße 10
56626 Andernach
Telefon: 02632/960-0
info@ukrlp.de

www.ukrlp.de

 

Unfallkasse Saarland
Beethovenstr. 41
66125 Saarbrücken-Dudweiler
Telefon: 06897/9733-0
service@uks.de

www.uks.de


Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG)

Bei der Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG) sind neben den Angestellten in den Verwaltungen unter anderem auch alle Ehrenamtsträger in den kirchlichen Einrichtungen versichert. Im Versicherungsfall erstattet die VBG sowohl medizinische als auch berufliche und soziale Rehabilitation und unterstützt mit weiteren finanziellen Leistungen an die Versicherten oder deren Hinterbliebene.

VBG Bezirksverwaltung Mainz
Isaac-Fulda-Allee 3
55124 Mainz
Telefon: 06131/389-0
bv-mainz@vbg.de

www.vbg.de

Unterweisungsmanagement

Mitarbeiter wie auch Ehrenamtsträger müssen gemäß Arbeitsschutzgesetz vor Aufnahme einer Tätigkeit (Erstunterweisung) und danach regelmäßig (Wiederholungsunterweisung) mindestens jedoch einmal jährlich, über die Gefahren und die Verhaltensweisen zu den jeweiligen Tätigkeiten durch den Dienstgeber aufgeklärt werden. Die notwendigen Unterweisungsthemen ergeben sich aus den Organigrammen und den zugehörigen Gefährdungsbeurteilungen.  

 Allgemeine Themen sind:

  • Rechte und Pflichten der Mitarbeiter im Arbeitsschutz
  • Verhalten bei Unfällen
  • vorbeugende Brandschutzmaßnahmen und Verhalten im Brandfall
  • Erste Hilfe (betriebliche Organisation und Einrichtungen)
  • Verkehrssicherheit
  • persönliche Schutzausrüstung
  • Suchtmittel am Arbeitsplatz (Medikamente, Drogen, Alkohol)
  • arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren durch psychische Belastungen
  • Hautschutz, Hautreinigung, Hautpflege
  • Lärm
  • Heben und Tragen
  • elektrische Betriebsmittel
  • Umgang mit besonderen Maschinen
  • Tätigkeiten mit Gefahrstoffen
  • hoch gelegene Arbeitsplätze 
  • Bauarbeiten
  • Leitern und Tritte
  • Grünpflege

Weitere Informationen und Empfehlungen zu Unterweisungen erhalten Sie in der Veröffentlichung "Unterweisung - Bestandteil des betrieblichen Arbeitsschutzes"

 

Jahresunterweisungsplan

Zur Organisation der Unterweisungen ist ein Jahresunterweisungsplan sehr dienlich. Er bildet ab, welcher Mitarbeiter / Ehrenamtsträger zu welchen Themen und bis wann zu unterweisen ist. Hierzu ist die Vorlage an die einrichtungsspezifischen Belange anzupassen und das "x" bei der Zuordnung zum Unterweisungsthema durch das entsprechende Datum zu ersetzen.

Muster Jahresunterweisungsplan

 

Unterweisungsnachweis

Ein weiterer wichtiger Bestandteil im Unterweisungsmanagement ist die Dokumentation der Unterweisung. Dies sollte mit dem Formblatt Unterweisungsnachweis erfolgen. Es kann natürlich auch auf andere Unterweisungsnachweise zurückgegriffen werden. In allen Fällen ist aber darauf zu achten, dass die Unterlagen vollständig ausgefüllt, von den Anwesenden unterzeichnet und 2 Jahre aufbewahrt werden. 

Unterweisungsnachweis

Für Mitarbeiter und Ehrenamtsträger, welche nicht an der Unterweisung teilnehmen konnten, hat die Unterweisung zum nächstmöglichen Zeitpunkt (zeitnah) zu erfolgen.

 

Unterweisungshilfen

Die Unfallversicherer bieten einige Praxishilfen zum Unterweisen kostenlos online an:

Unterweisungshilfen VBG

Unterweisungsfilme UK RLP für Kindertagesstättenpersonal

 

V

Verantwortungsmatrix

Musterverantwortungsmatrix Arbeitsschutz in der Pfarrei

Musterverantwortungsmatrix Prüfung von elektrischen Anlagen und Geräten

Verbandbuch

Verbandbuch

Erläuterungen siehe Arbeits- und Wegeunfall.

Verkehrserziehung

Die Mobilitäts- und Verkehrserziehung ist eine übergreifende Bildungs- und Erziehungsaufgabe der Schule. Eines der wichtigsten verkehrserzieherischen Ziele in der Grundschule ist die Vorbereitung der Kinder auf eine eigenständige und sichere Teilnahme am Straßenverkehr. Dazu gehört insbesondere die Vermittlung von Theorie und Praxis des Radfahrens. Eine sichere Verkehrsteilnahme mit dem Rad setzt voraus, dass bei sich dynamisch verändernden, komplexen Verkehrssituationen anspruchsvolle Mehrfachhandlungen routiniert ausgeführt werden können. Um diese Situationen zu üben und zu trainieren eignet sich in der Schule insbesondere der Schulsport. Die Schrift bietet Lehrkräften eine Sammlung von unterschiedlichen Übungen und Spielen für den Einsatz im Schulsport, die zur Verbesserung der kindlichen Bewegungs- und Verkehrssicherheit beitragen können. Ziel der Schrift ist, die Verkehrserziehung durch sportliche Angebote zu unterstützen. Die DGUV Information kann von Aufsichtspersonen und Präventionsfachkräften im Rahmen ihrer schulischen Beratungstätigkeit als gesicherte Fachmeinung herangezogen werden.

https://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/202-049.pdf

 

Z

Zecken

Umgang mit Zecken bei Kindern und Jugendlichen in Kitas und Schulen

Hintergrund:
Mit steigenden Temperaturen – in der Zeit von April bis Oktober – ist das Risiko von Zeckenstichen am größten. Zecken  lauern  auf  Grashalmen  und  im  Unterholz auf Menschen und Tiere, die sie im Vorbeigehen abstreifen. Grundsätzlich ist die bei uns vorkommende Zecke nicht giftig. Jedoch sind Zecken potenzielle Wirte für Bakterien  und  Viren,  die  bei  Menschen  ernsthafte  Infektionskrankheiten  hervorrufen  können. Hierzu gehören neben dem Frühsommer-Meningoenzephalitis-Virus (FSME-Virus) vor allem Bakterien der Gattung „Borreliaburgdorferi“, die Lyme-Borreliose verursachen.
Eine Impfung gegen FSME ist dann zu empfehlen, wenn man als Wanderer oder Naturfreund in Risikogebieten unterwegs ist. In Deutschland sind FSME-Risikogebiete in Landkreisen von Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Thüringen ausgewiesen. In Rheinland-Pfalz ist bisher der Landkreis Birkenfeld als FSME-Risikogebiet betroffen.


Genereller Schutz vor Zeckenstichen:

  • Bei Spaziergängen möglichst auf festen Wegen bleiben und Unterholz, hohes Gras und Hautkontakt zu bodennahen Pflanzen meiden.
  • Beim Aufenthalt in möglichen Zeckengebieten feste Schuhe anziehen.
  • Auf helle Kleidung achten, die den Körper weitestgehend bedeckt. Hierauf lassen sich die Zecken leichter auffinden.
  • Nach dem Aufenthalt in möglichen Zeckengebieten, vor allem bei Kindern, sollten die Eltern den Körper sorgfältig nach Zecken absuchen. Bevorzugte Saugstellen sind am Kopf und am Hals sowie unter den Armen, zwischen den Beinen und in den Kniekehlen.

Empfehlungen der Unfallkasse Rheinland-Pfalz:

Kinder und Jugendliche stehen während des Besuchs und bei allen Veranstaltungen der Kita und Schulen unter Aufsicht und Betreuung. Anstelle der Eltern müssen die Erzieherinnen und Erzieher bzw. Lehrkräfte als Verantwortliche handeln, wenn für die Kinder und Jugendlichen eine Gefahr besteht. Das gilt auch, wenn Sie bei einem Kind oder einem Jugendlichen eine Zecke bemerken! Nach dem Entdecken sollte eine Zecke unbedingt unverzüglich entfernt und nicht auf eine Zeckenentfernung nach dem Besuch der Kita oder Schule durch die Eltern der Kinder bzw. Jugendlichen gewartet werden. Je schneller eine Zecke entfernt wird, desto geringer ist die Gefahr einer Infektion! Die Übertragung der Borreliose-Erreger erfolgt nach medizinischen Erkenntnissen bereits in den ersten Stunden nach dem Stich. Die Infektionsgefahr steigt mit zunehmender Verweildauer der Zecken. Das Warten auf einen Arzttermin erhöht hier eine vermeidbare Infektionswahrscheinlichkeit.

Was tun?
Auch Laien dürfen Zecken entfernen. Die Zecke sollte zwar schnellstmöglich, aber ruhig und besonnen entfernt werden. Wichtig ist bei der Entfernung, dass der Zeckenleib nicht gequetscht wird, da sonst Krankheitserreger in den Körper „ausgedrückt“ werden. Die Verantwortlichen der Kitas und der Schulen sollten im Vorfeld mit den Erziehungsberechtigten die Verfahrensweise beim Zeckenbefall absprechen. Informieren Sie die Erziehungsberechtigten in jedem Fall über das Entfernen einer Zecke und die weiter durchgeführten Maßnahmen. Dokumentieren Sie diese.

Haftung
Die Erzieherinnen und Erzieher sowie die Lehrkräfte haften nicht für Ansprüche der Kinder und Jugendlichen oder für die Aufwendungen der Unfallkasse, wenn eine Infektion auftritt. Ihre Haftung gegenüber den Kindern und Jugendlichen ist – wie in allen anderen Fällen – beschränkt auf vorsätzliches Herbeiführen des Unfalls bzw. der Infektion. Für Ansprüche der Unfallkasse haften sie wegen der zu tragenden Aufwendungen nur bei grober Fahrlässigkeit, d. h. bei Nichtanstellen naheliegender Überlegungen. Da die Unfallkasse die Entfernung der Zecken empfiehlt, wird sie solche Ansprüche nicht geltend machen können, auch wenn die Zecke unsachgemäß entfernt wurde.

Darauf sollten Eltern achten:
Nach Zeckenstichen sollte man für mindestens eine Woche genau auf Hautveränderungen an der Einstichstelle achten. Besonders wenn eine kreisförmige Hautrötung auftritt, ist einen Arzt bzw. eine Ärztin aufzusuchen. Eine Borreliose kann im Frühstadium gut behandelt werden. Wenn in den Wochen nach einem Zeckenstich gesundheitliche Probleme auftreten, sollte man seinen Arzt bzw. seine Ärztin über den Zeckenstich informieren.

Quelle: Information Zecken der UK RLP