Religion im Unterricht

"Es ist das Leben, das die Liebe lehrt." (Madeleine Delbrel)

Kinder und Jugendliche haben Fragen: Was kommt nach dem Tod? Was ist warum gut oder böse? Wie werde ich glücklich? Gibt es Engel? Wir nehmen religiöse Fragen von Kindern und Jugendlichen ernst.

Religion prägt unsere Gesellschaft und Kultur. Im Religionsunterricht erschließt sich ein verstehender Zugang zu religiösen Weltdeutungen und Lebensweisen. Er trägt dazu bei eine "gesprächsfähige Identität" zu entwickeln, in Toleranz und Dialogfähigkeit: Denn tolerant kann nur sein, wer einen eigenen Standpunkt hat.

Die Freiheit zu glauben, das Recht zu wissen

Religionsunterricht dient der Religionsfreiheit. Die religiöse Neutralität des Staates lässt Glaubens- und Gewissensfreiheit positiv zu (Art. 4 Grundgesetz). Auch nach christlichem Verständnis gehört zur Freiheit immer auch die freie Entscheidung zum Glauben. Das Fachprofil des katholischen Religionsunterrichts trägt dem Rechnung:

  • Vermittlung von strukturiertem und lebensbedeutsamen Grundwissen über den katholischen Glauben und anderen Konfessionen und Religionen
  • Vertrautmachen mit Formen gelebten Glaubens
  • Förderung religiöser Dialog- und Urteilsfähigkeit


Bildungsauftrag der Schule

Die Schule trägt wesentlich zur Entfaltung einer freien und eigenverantwortlich handelnden Person bei. Religionsunterricht vermittelt religiöses Grundwissen und gibt Orientierung für das eigene Leben. Ein bekenntnisneutraler Unterricht kann Sachinformationen über Religionen geben, aber keine Antworten zu gelebten existenziellen Fragen.

Religionslehrer kennen die Fragen ihrer Schüler: "Glauben Sie das denn" - die Wahrheitsfrage, wo stehe ich? Glaubwürdig ist, wer hier authentisch ist.

Die Kompetenzorientierung ordnet religiöse Fragen einer ästhetischen Weltdeutung zu. Ohne Zugänge zur religiösen Bildung, bleibt diese Dimension verschlossen.

konfessioneller Religionsunterricht - ökumenische Projekte

Der Religionsunterricht ist ein konfessioneller Unterricht. Er wird aus Sicht der verantwortlichen Kirche oder anerkannten Gemeinschaft unterrichtet. Ein Recht auf den Religionsunterricht ihrer Konfession haben Schülerinnen und Schüler, die dieser angehören. Interessierte können teilnehmen, wenn der Vertreter der Religion und die schulischen Bedingungen es zulassen.

Die katholische und die evangelischen Kirchen ermöglichen eine ökumenische Zusammenarbeit im konfessionellen Religionsunterricht.