Die Feels like heaven-Manuskripte vom 26. Juli bis 1. August 2026
Autor: Stefan Weinert, Trier
Thema: Lasst es euch gut gehen – und den anderen auch!
Sonntag, 26. Juli 2026, ca. 6:26 Uhr + 15:26 Uhr
„Lass es dir gutgehen!“ Wünscht ihr das manchmal, oder bekommt es gewünscht? Wenn jemand in Urlaub fährt, zum Beispiel: „Lass es dir, lasst es euch gutgehen!“ Und was könnt ihr anderen Schöneres wünschen, als dass es ihnen gut gehen soll? Aber was bedeutet "gut gehen"? Laut Bibel im Buch Kohelet oder Prediger Salomos zum Beispiel: „Iss freudig dein Brot und trink vergnügt deinen Wein!“ Ein „Leben in Fülle“, wie Jesus sagt – dazu gehört ein Leben nach dem Tod, aber eben auch das Leben hier und jetzt. Oder die Verheißung beim Propheten Micha: „Ein jeder sitzt unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum und niemand schreckt ihn auf.“ Ein gutes, ein friedliches Leben für jeden und jede. Dazu gehört auch, dass ihr mithelft, dass das möglich ist. Für eure Familie, den Freundeskreis, die Kolleginnen und Kollegen. Aber auch darüber hinaus. Nachhaltig leben, also so, dass möglichst alle Menschen jetzt und auch die nach euch auch eine Chance haben auf ein gutes Leben. Also – lasst es euch gut gehen! Und den anderen auch!
Thema: Unser Geld für – welche Leute?
Montag, 27. Juli 2026, ca. 6:26 Uhr + 15:26 Uhr
„Unser Geld für unsere Leute!“ Kennt ihr vielleicht, den Slogan. Gemeint ist: Die Bundesregierung soll kein Geld ins Ausland geben, für Entwicklungs- und Hilfsprojekte. Erst mal für „unsere Leute“ sorgen. Das katholische Hilfswerk Misereor ist anderer Meinung und hat gerade noch mal davor gewarnt, die Entwicklungshilfe weiter zu kürzen. Für Menschen etwa in Afrika kann’s dabei um Leben und Tod gehen – siehe die Ebola-Epidemie im Kongo. Aber wer sind überhaupt „unsere Leute“? In der Bibel erklärt Jesus von Nazareth mit einer Geschichte, wie Nächstenliebe geht: Da liegt ein Mann an der Straße, ausgeraubt, schwer verletzt. Und der Einzige, der ihm hilft, ist ausgerechnet ein Samariter, einer aus Samaria – und die waren aus der Sicht der Jüdinnen und Juden damals eben nicht „unsere Leute“; von denen hielt man sich fern. Aber Jesus macht klar: Nächstenliebe heißt, da anzupacken, wo man Menschen in Not sieht. Und da spielen Herkunft oder Religion oder was auch immer keine Rolle. Was meint ihr – wer sind „unsere Leute“? Wem sollen wir helfen?
Thema: Gott und Menschen - verantwortlich für die Schöpfung
Dienstag, 28. Juli 2026, ca. 6:26 Uhr + 15:26 Uhr
Brütende Sommerhitze mit Rekordtemperatur; und dann wieder Unwetter mit Starkregen – bei uns am schlimmsten vor fünf Jahren im Ahrtal. Wetterextreme werden häufiger. Und die Wissenschaft warnt: Das sind Folgen des menschengemachten Klimawandels. Lange haben wir gedacht, wir hätten die Natur im Griff, mit Hightech und Dünger und Gentechnik. Immer mehr stellen wir fest, dass das nicht stimmt; dass unser Umgang mit der Natur Folgen hat, die wir nicht beherrschen. Die Bibel schildert, dass es Gott ist, der die ganze Welt geschaffen hat und bewahrt – auch wenn das kein wissenschaftliches Protokoll ist. Gott schiebt nicht die Wolken über den Himmel und dreht nicht am Temperaturregler. Aber er hat auch uns, die Menschen erschaffen als sein Abbild, seine Partner. Wir tragen für die Erde Verantwortung, damit alle Menschen jetzt und in künftigen Zeiten darauf leben können. Was könnt ihr dazu beitragen, als Partnerinnen und Partner Gottes? Weniger Auto fahren? Sparsamer duschen? Auf Öko-Strom umsteigen? Oder was sonst noch?
Thema: Steuern: Die Reichen teilen mit den Armen
Mittwoch, 29. Juli 2026, ca. 6:26 Uhr + 15:26 Uhr
Zahlt ihr gerne Steuern? Die Bundesregierung hat ja mehr Netto vom Brutto versprochen; aber da hat sie noch einen ganz schönen Brocken vor der Brust, bis die Steuerreform im Bundestag verabschiedet wird. Die katholischen Bischöfe in England haben mal gesagt: „Steuern sind ein Zeichen der Solidarität und der Menschlichkeit.“ Haben sie recht, die Bischöfe? Mit den Steuern ist es so ein klein bisschen wie bei den ersten Christen. Die haben laut Bibel allen Besitz zusammengeworfen, und davon bekam dann jeder das, was er brauchte. Ähnlich ist es heute bei den Steuern: Wer viel hat, gibt viel; wer wenig hat, gibt eben wenig. Aber jeder bekommt aus dem gemeinsamen Topf das, was er braucht. Und so gibt’s Schulen und Polizei und Straßen und und und – für alle. Klar, wer genug Geld hat, könnte sich Privatlehrer leisten und eine eigene Security. Aber was machen die andern? Im Prinzip heißt das also: Die Reicheren teilen mit den Ärmeren. Und trotz aller Probleme ist das doch eine gute Sache, oder? Wie seht ihr das?
Thema: Frieden stiften – Schrittchen für Schrittchen
Donnerstag, 30. Juli 2026, ca. 6:26 Uhr + 15:26 Uhr
So richtiger Frieden ist das nicht in Gaza. Und auch im Ukraine-Krieg sterben Menschen. Und im Sudan. Und wo noch überall. Vielleicht denkt ihr: Lasst mich in Ruhe damit, ich kann ja doch nichts ändern! Stimmt – einerseits. Andererseits: Trotz aller Rückschläge gibt‘s immer auch Menschen, die versuchen, Schrittchen für Schrittchen dem Frieden näher zu kommen. Die zum Beispiel in Israel schon vor langem ein Dorf gegründet haben, in dem jüdische und arabische Familien gemeinsam leben. Die zum Beispiel im Libanon Flüchtlingsfamilien unterstützen; auch, damit die nicht den Gewaltpredigern auf den Leim gehen. „Selig sind die, die Frieden stiften,“ hat Jesus von Nazareth gesagt. Ihr müsst dafür nicht nach Israel fahren oder in den Libanon. Ihr könnt zum Beispiel solche Friedensstifter unterstützen – mit Spenden, oder indem ihr bei Bekannten davon erzählt. Infos gibt’s im Internet, in Zeitungen, bei Veranstaltungen, bei den Kirchen. Und noch etwas könntet ihr tun: Ihr könnt für Frieden beten. So viele und noch mehr Möglichkeiten – welche wählt ihr?
Thema: Nicht auf Gott verlassen – aber auf ihn vertrauen
Freitag, 31. Juli 2026, ca. 6:26 Uhr + 15:26 Uhr
Der Typ war hart drauf, als junger Mann ein Frauenheld und Raufbold. Im Krieg zerschmettert ihm eine Kugel das rechte Bein. Lazarett, monatelanges Krankenlager, und: Umdenken. Ein Jahr lebt er als Einsiedler, unternimmt eine Wallfahrt ins Heilige Land, und gründet dann mit einigen Freunden einen neuen Orden: die Gesellschaft Jesu, den Jesuitenorden. Als Ignatius von Loyola, so heißt er nämlich, als der auf den Tag genau vor 470 Jahren stirbt, hat der Orden schon tausend Mitglieder in der ganzen Welt. Ein Macher, gleichzeitig ein tieffrommer Mensch. Ein Zitat, dass ihm zugeschrieben wird: „In allen Angelegenheiten handle, wie wenn du alles und Gott nichts täte; vertraue, als wenn du nichts und Gott alles täte." Also, nicht sich zurücklehnen und auf Gottes oder wessen gute Gaben auch immer warten, sondern: selbst anpacken. Und sich dabei trotzdem bewusst sein: Ohne Gott geht’s nicht. Ist das auch eure Haltung, euer Glaube? Warum? – oder: warum nicht?
Thema: Das Meer und das Gewimmel darin
Samstag, 1. August 2026, ca. 6:26 Uhr + 15:26 Uhr
Macht ihr gerne Urlaub am Meer? Schwimmen; am Strand dösen, vielleicht mit den Kindern eine Sandburg bauen - schön, oder? Wenn da nicht dieses Treibgut wäre: Plastiktüten und Kunststoff-Flaschen und so. Die sieben Weltmeere sind voller Plastikmüll. Das kann nicht im Sinn der Menschen sein und ist sicher nicht im Sinne Gottes. Denn Gott, davon ist die Bibel überzeugt, Gott hat die Welt geschaffen, und zwar gut geschaffen: „Da ist das Meer“, heißt es in der Bibel, „so groß und weit, darin ein Gewimmel, nicht zu zählen: kleine und große Tiere.“ Papst Franziskus hatte ausdrücklich Menschen gelobt, die die Vermüllung der Meere bekämpfen. Und wisst ihr was? Ihr könnt mithelfen. Es gibt die Idee, dass jeder, der am Meer ist, jedes Mal drei Stücke Plastikmüll einsammelt und korrekt entsorgt. Das wär‘ doch mal ein allererster Schritt, oder? Und zu Hause könnt ihr darauf achten, dass erst gar nicht so viel Plastikmüll entsteht: keine Plastiktüten, weniger Plastikverpackungen und so weiter. Für das Meer und das Gewimmel darin – packt mit an!
