Donnerstag, 11. März 2021
Krisenintervention in der Schule
Online-Fortbildung für Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger
Speyer. Immer dann, wenn es irgendwo einen Notfall oder eine Krise gibt, können sie zur Unterstützung von Polizei, Feuerwehr oder medizinischem Personal angefordert werden: Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger. Das Bistum Speyer und die Evangelische Kirche der Pfalz tragen seit vielen Jahren gemeinsam die ökumenische Notfallseelsorge und bilden Frauen und Männer für diesen Einsatz aus. Rund 140 haupt- und ehrenamtlich Engagierte gibt es in diesem Bereich. Um Einsätze in dem ganz speziellen Einsatzort Schule ging es bei einer Online-Fortbildung der Notfallseelsorge mit dem Titel „Notfallseelsorge: Einsatzraum Schule“. 30 Engagierte nahmen daran teil. Referent war Thomas Stephan, Leiter der Abteilung Lernkultur und Schulseelsorge im Bistum Speyer.
„Es gibt in der Schule ganz spezifische Fragen in der Notfallseelsorge. In einer Krisensituation stellt sich unter anderem die Frage, wie die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure wie Schulpsychologischer Dienst, Schulsozialarbeit und Notfall- und Schulseelsorge aussieht“, erklärt Anke Lind, Pfarrerin im Schuldienst und als Koordinatorin der Schulseelsorge der Landeskirche Kollegin von Stephan. „Wenn es zum Beispiel in einer Klasse einen Todesfall gibt, muss ich mir überlegen, wen ich besonders in den Blick nehmen sollte, wo ich eventuell einen Trauerraum einrichte oder wie lange dieser dann geöffnet sein sollte.“ Grundsätzlich, davon ist sie überzeugt, kann der Einsatz der Notfallseelsorge in solchen Fällen hilfreich sein, auch wenn es in allen Schulen in Rheinland-Pfalz ein Krisenteam gäbe. „Todesfälle bringen das System Schule ins Wanken und die Begleitung durch Seelsorger in der Krise kann dann sehr wertvoll sein“. Schüler, Lehrer und Eltern dürften damit nicht allein gelassen werden. Und das gelte auch bei anderen Krisenfällen in der Schule.
Anhand von Fallbeispielen konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Fortbildung sich mit konkreten Handlungsmöglichkeiten und Abläufen in der Krisenbewältigung in der Schule befassen. Im April soll aufgrund der großen Nachfrage eine weitere Fortbildung zu dem Thema angeboten werden.
Kontakt:
Thomas Stephan
Hauptabteilung II - Schulen, Hochschulen und Bildung
Abteilung Lernkultur und Schulseelsorge
Große Pfaffengasse 13
67343 Speyer
Mobil: +49 0151 14880017
E-Mal: thomas.stephan@bistum-speyer.de
Foto: pixabay
