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Kommt, alles ist bereit!

Über 250 ökumenische Veranstaltungen in der (Saar)Pfalz zum Weltgebetstag 2019 – Gebete und Texte haben Frauen aus Slowenien verfasst

Speyer (is/lk). „Kommt, alles ist bereit!” – unter diesem Motto steht der Weltgebetstag der Frauen, der am 1. März über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg begangen wird. Auch im Bistum Speyer und der Evangelischen Kirche der Pfalz laden Anfang März über 250 Gemeinden zu ökumenischen Gottesdiensten und Andachten aus Anlass des Weltgebetstages ein. Die Gebete, Lieder und Texte haben in diesem Jahr Frauen aus Slowenien verfasst.

Slowenien ist eines der jüngsten und kleinsten Länder der Europäischen Union. Von seinen gerade mal zwei Millionen Einwohnern sind knapp 60 Prozent katholisch. Obwohl das Land tiefe christliche Wurzeln hat, praktiziert nur gut ein Fünftel der Bevölkerung seinen Glauben. Bis zum Jahr 1991 war Slowenien nie ein unabhängiger Staat. Dennoch war es über Jahrhunderte Knotenpunkt für Handel und Menschen aus aller Welt. Sie brachten vielfältige kulturelle und religiöse Einflüsse mit. Bereits zu Zeiten Jugoslawiens galt der damalige Teilstaat Slowenien als das Aushängeschild für wirtschaftlichen Fortschritt. Heute liegt es auf der „berüchtigten“ Balkanroute, auf der im Jahr 2015 tausende vor Krieg und Verfolgung geflüchtete Menschen nach Europa kamen.

„In den letzten Wochen haben über 600 Frauen aus verschiedenen katholischen und protestantischen Gemeinden an unseren 25 Vorbereitungsseminaren für den Weltgebetstag teilgenommen“, berichtet Monika Kreiner. Die Referentin für Frauenseelsorge im Bistum Speyer hat im vergangenen Jahr zusammen mit ihrer protestantischen Kollegin Christine Gortner auch eine ökumenische Studienreise nach Slowenien angeboten. "Das landschaftlich so vielseitige Land und das hohe Engagement des dortigen Weltgebetstagskomitees hat unsere Reisegruppe begeistert" schwärmt Gortner.
Kreiner ist besonders auch vom biblischen Motto angetan: "Mit dem Bibelzitat: `Kommt, alles ist bereit`" wird dieses Jahr in besonderer Weise auf die Offenheit des Weltgebetstagskonzepts hingewiesen. Auch Menschen, die die Aktion noch nicht kennen, sind herzlich eingeladen, zu einer der Feiern hinzugehen." Oft gibt es nach dem Gottesdienst noch ein Beisammensein mit landestypischen Speisen. "Das ist eine schöne Möglichkeit, Menschen aus dem Wohnviertel kennenzulernen, die ich vorher vielleicht noch nie angesprochen habe" , zeigt sich Kreiner begeistert. "Das biblische Zitat: `Es ist noch Platz` weist allerdings über die direkte Nachbarschaft hinaus. Der Weltgebetstag ist insofern auch politisch, dass er immer auch die gesellschaftliche Situation im Blick hat und für eine Veränderung hin zu mehr Gemeinschaft und mehr Solidarität mit den Schwächeren eintritt." Und ihre Kollegin Christine Gortner ergänzt: „Der Weltgebetstag ist eine großartige ökumenische Basisbewegung, durch den viele Frauen ein Bewusstsein für die Wirksamkeit von solidarischem Handeln bekommen und sich im Gebet miteinander verbinden."

Hintergrund:
Zum Weltgebetstag, der am ersten Freitag im März gefeiert wird, laden elf Mitgliedsorganisationen aus verschiedenen christlichen Konfessionen gemeinsam ein. Nach eigenen Angaben hat sich der Weltgebetstag in den letzten 130 Jahren zur größten Basisbewegung christlicher Frauen entwickelt und wird in über 120 Ländern gefeiert. Er wird jedes Jahr von christlichen Frauen aus einem anderen Land vorbereitet. Im Jahr 2018 kamen in Deutschland anlässlich des Weltgebetstags aus Surinam Spenden und Kollekten von über 2,5 Mio. Euro zusammen. Neben der internationalen Weltgebetstagsbewegung wurden mit diesem Geld 58 Frauen- und Mädchen-Organisationen in 26 Ländern gefördert.

Weitere Informationen: www.weltgebetstag.de

Aktion "Stifte machen Mädchen stark"

Auch die Aktion "Stifte machen Mädchen stark" des Weltgebetstages ist sehr gut angelaufen, freut sich Monika Kreiner, Referentin für Frauenseelsorge im Bistum. Gruppen der katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands haben bereits zwei Pakete mit je 15 kg recycelbarer Filzstifte an die Projektpartner geschickt, die den Erlös für Schulmaterial für syrische Flüchtlingsmädchen spenden.

Auch Hanna Fuhrbach vom Leibniz-Gymnasium in Neustadt hat in ihrer Klasse einen Schuhkarton aufgestellt, in dem leere Stifte für die Aktion gesammelt werden. Gebrauchte Stifte können sowohl bei der Frauenseelsorge in Speyer als auch bei verschiedenen kfd-Gruppen im Bistum abgegeben werden.


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