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Was ich erklären kann, nimmt Angst.

Es ist leicht Menschen Angst zu machen. Umso wichtiger ist es in diesen Tagen, den Kopf und den Verstand mit einzubeziehen. Bei allen verständlichen und berechtigten Gefühlen, ist das Wissen um Fakten und Zusammenhänge sowie das Kennen von Lösungsstrategien entscheidend. Informationen schützen und können helfen, die Kontrolle zu behalten und einander bestmöglich beizustehen.

Thomas Stephan, Schul- und Notfallseelsorger

 

KrisenBlog

Glück kann man lernen

17. Juni 2021, KEB - KrisenBlog

Glück gehabt. Das hätte in einer Katastrophe enden können. Nicht auszudenken, was alles hätte passieren können.

Die Rede ist von der missglückten Greenpeace-Aktion wenige Augenblicke vor dem Anpfiff des EM-Spiels Deutschland gegen Frankreich. Ein Motorgleitschirmflieger der Umweltorganisation kam über dem Münchner Fußballstation zum Absturz und verletzte dabei zwei Menschen. Dass sich der Pilot schon wenige Augenblicke zuvor in unmittelbarer Lebensgefahr befand, wurde erst im Nachhinein deutlich, als öffentlich wurde, dass er sich bei dieser Aktion ständig im Visier von Scharfschützen befunden hatte. Wenn sie in ihm eine terroristische Bedrohung gesehen hätten, wäre er abgeschossen worden. Glück gehabt, kann man da nur sagen.

Das mit dem Glück ist so eine Sache. Gerne würden wir es erzwingen und gerade Fußballspieler*innen sollen Gerüchten zur Folge besonders abergläubisch sein und ihre Glücksbringer dabei haben bzw. ihre "glückbringenden Rituale" einhalten.

Doch "Glück" ist weit mehr wie Zufall. Glück im Leben zu haben, ist eine Aufgabe und Anstrengung, die es sich lohnt anzugehen.

Glück kann man lernen

Seelische Gesundheit ist ein hohes Gut

10. Juni 2021, KEB - KrisenBlog

Körperliche und seelische Gesundheit sind unbezahlbar. Vor allem psychischen Belastungen und Krankheiten, haben einen enorm negativen Einfluss auf die Lebensqualität. Nichts kann mehr wirklich genossen werden und für Angehörige und Freunde wird es mit der Zeit immer schwerer, Verständnis für die Betroffenen aufzubringen.

Laut Bundesministerium für Gesundheit erkranken schätzungsweise 16 bis 20 von 100 Menschen irgendwann in ihrem Leben mindestens einmal an einer Depression oder einer chronisch depressiven Verstimmung, Tendenz steigend. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation, werden im Jahr 2030 Depressionen weltweit das häufigste Leiden sein.

Quelle: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/gesundheitsgefahren/depression.html (Zugriff 10.06.2021)

Seelische Gesundheit ist ein hohes Gut

Glücklich machende Hormone

31. Mai 2021, KEB - KrisenBlog

Was macht Sie glücklich?

Wenn wir jetzt eine Umfrage unter allen Leser*innen des KrisenBlogs starten würden, dann käme sicher ein lange Liste von Dingen heraus, die uns bzw. die Sie glücklich machen. Familienangehörige und Freunde werden sicherlich bei vielen eine große Rolle spielen. Vielleicht aber auch Haustiere, Hobbys, Beruf, Natur, Orte, Musik usw.

Vier Quellen des Glücks stecken in uns allen. Die Rede ist von vier Hormonen, die von großer Bedeutung in uns sind:

Serotonin - Oxytocin - Dopamin - Endorphin

 

Glücklich machende Hormone

Freiheit

21. Mai 2021, KEB - KrisenBlog

Wann ist es endlich wieder soweit, dass wir ...

  • wieder in Urlaub fahren
  • ins Restaurant
  • ins Kino
  • schwimmen gehen
  • uneingeschränkt einkaufen
  • unbeschwert feiern
  • Konzerte besuchen
  • in den Biergarten
  • auf das nächste Weinfest
  • einander umarmen
  • die Hände schütteln
  • einfach zusammensitzen
  • uns besuchen
  • Pläne machen
  • in den Flieger steigen
  • angstfrei leben
  • optimistisch sein
  • ohne Maske herumlaufen
  • ...

dürfen???

Freiheit

Geschmack-los oder Geschmack-voll?

12. Mai 2021, KEB - KrisenBlog

Zu den unterschätzten Folgen einer Corona-Erkrankung zählt der (zeitweise) Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns. Ananas und Melone schmecken auf einmal gleich und Nagellack stinkt überhaupt nicht mehr.

Nicht Wenige, die unter Corona leiden bzw. gelitten haben, beklagen den Verlust dieser Sinne, die manchmal auch Monate später sich noch nicht wieder voll eingestellt haben. Auch wenn im Vergleich zu anderen Folgen der Corona-Erkrankung dies eher unbedeutend erscheinen mag, ist der (zeitweise) Verlust dieser Sinne dennoch alles andere als unerheblich.

Denn gerade in Zeiten der Entbehrung, war und ist das Essen und Trinken für viele eine der wenigen übrig gebliebenen Genußquellen. Dann den Geschmack und Geruch los zu sein, ist bitter.

Geschmack-los oder Geschmack-voll?

Lebenszeichen für harte Zeiten

05. Mai 2021, KEB - KrisenBlog

Der Frühling ist für zahlreiche Menschen eine Zeit des Aufbruchs und des neu erwachten Lebensgefühls. Sattes Grün, blühende Blumen, ausschlagende Bäume und warme Sonnenstrahlen tun einfach gut. Das Leben ist wieder zurück und das hebt die Stimmung bei vielen.

Doch was für die einen wohltuend und kraftspendend ist, ist für die anderen der Verweis, dass es in ihnen dunkel und leer ist. Die Rede ist von Trauernden, die sich von der Aufbruchstimmung abgehängt und zurückgelassen fühlen. Das Lächeln der anderen, wird bei ihnen zur finsteren Miene, die niemand mehr sehen und hören kann. Vielleicht nie im Jahr wird die Diskrepanz zwischen der inneren Welt trauernder Menschen und der Außenwelt so eklatant deutlich, wie an schönen Frühlingstagen.  

Lebenszeichen für harte Zeiten

Notbremse für alle Fälle

26. April 2021, KEB - KrisenBlog

Thomas Elliot Harrison darf als Erfinder der Notbremse angesehen werden. Auch wenn sein 1859 von der Eisenbahnaufsicht zugelassenes Seilsystem sich erst Jahre später in modifizierter Form durchgesetzt hat, gilt seine Erfindung als ein wichtiger Meilenstein in der Eisenbahngeschichte. Mit ihr wurde das Bahnfahren für alle Beteiligten sicherer, weil damit auch auf Notfälle in Zügen schneller reagiert werden konnte.

Die (Bundes-)Notbremse im Zusammenhang mit kritischen Inzidenzzahlen ist in unseren Tagen in aller Munde. Auch hier geht es darum, ein "Instrument" zu haben, mit dem auf kritische (Infektions-)Geschehnisse schnell reagiert werden kann. Ziel ist in Analogie zur Notbremse in Zügen, auch hier für mehr Sicherheit zu sorgen.

Notbremse für alle Fälle

Abstammung als Ressource

08. April 2021, KEB - KrisenBlog

"Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm" ist ein Redewendung, die anzeigen soll, dass Kinder im Laufe ihres Lebens (un)bewusst Verhaltensweisen ihrer Eltern nachahmen oder an den Tag legen. Dementsprechend werden nicht nur äußerliche Merkmale vererbt, sondern auch Charaktereigenschaften und Grundhaltungen.

Spannend kann es werden, wenn man versucht, sich diesen Einfluss einmal bewusst zu machen. Wir leben nämlich nicht frei und losgelöst von unseren familiären Kontexten, sondern sind eng verwoben mit dem, was wir von "zuhause" mitbekommen haben.

Wissenschaftlich betrachtet können wir mittels eines "Ressourcen-Genogramm" versuchen herauszufinden, welches Potential jede(r) von uns von Seiten seiner Familie mitbekommen hat.

Abstammung als Ressource

Toten gedenken und Helfenden danken

07. April 2021, KEB - KrisenBlog

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bundesweit zu einem Corona-Gedenken am 18. April 2021 aufgerufen. Um 10.15 Uhr werden an diesem Tag der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, und der Ratsvorsitzende der EKD, Heinrich Bedford-Strohm, einen ökumenischen Gottesdienst im Dom zu Berlin feiern. Im Anschluss findet eine zentrale Gedenkfeier im Bundestag statt.

„Bis heute sind weltweit mehr als 2,6 Millionen Menschen und in Deutschland knapp 74.000 Menschen an und mit dem Coronavirus gestorben“, machen Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst und Generalvikar Andreas Sturm deutlich. In Rheinland-Pfalz sind mehr als 3.200 Menschen verstorben und im Saarland mehr als 900.

Toten gedenken und Helfenden danken

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