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Montag, 28. August 2017

Neues Gemeindezentrum St. Martin in Bexbach eingeweiht

Schlüsselübergabe für das neue Gemeindezentrum: Pfarrer Ulrich Weinkötz und Architekt Thomas Hampp. 

Zweijährige Bauzeit - Raum für vielfältige Angebot der Gemeinde

Bexbach. Groß ist die Freude in Bexbach. Das Gemeindezentrum St. Martin ist nach zweijähriger Bauzeit fertig. Mit einem Festgottesdienst und einem anschließenden Empfang wurde es am Sonntag, 27.  August, eingeweiht. 

Obwohl der eine oder andere Handgriff am neuen Gemeindezentrum noch notwendig sei, „wollten wir nicht länger mit der Einweihung warten“, sagte Pfarrer Ulrich Weinkötz in seiner Predigt. Denn „wir, die Vereine, die Verbände, die Jugend und auch die Bücherei brauchen Räume“. Gemeinde lebe von Begegnung und „so wurde es höchste Zeit, dass wir das Gemeindezentrum beziehen können“. Der Pfarrer lobte das Haus als „offen und zugänglich, attraktiv und technisch gut ausgestattet“. Er hoffe, dass es gut angenommen werde. 

Den Psalm 127 – „Wenn nicht der Herr das Haus baut, müht sich jeder umsonst, der daran baut“ – zitierend, verwies Weinkötz darauf, dass bei allem Tun stets Gott gegenwärtig sei. Weinkötz dankte seinem Vorgänger, dem „Vordenker Pfarrer Andreas Münck“, dem verstorbenen Werner Sandmaier und dessen Sohn Bernhard, die sich große Verdienste um das Gemeindezentrum erworben hätten, aber auch dem Architekten, den Handwerkern und nicht zuletzt der Stadt in Person von Bürgermeister Thomas Leis und der Denkmalbehörde, kurz allen, die Verantwortung trugen. Es sei ungewöhnlich, dass in der heutigen Zeit noch ein solches Vorhaben genehmigt werde, meinte der Pfarrer und verwies auf die Schließungen und Zusammenlegungen von Gebäuden. 

In einer Prozession zogen die Zelebranten, neben Pfarrer Weinkötz, Domkapitular Peter Schappert und Diakon Kurt Ardner, die Messdiener und die Besucher ins Gemeindezentrum. Pfarrer Weinkötz segnete die neuen Räume und alle, die sich nutzen. Der Domkapitular freute sich mit den Bexbachern – die immer schon eine Vorreiterrolle übernommen hätten – über die Einweihung des Gemeindezentrums. Er zitierte den Werbespruch eines Möbelhauses und argumentierte: „Irgendwann muss man nicht mehr nur wohnen, sondern auch leben.“

Für die protestantische Kirchengemeinde sprachen Pfarrer Jürgen Sawitzki, Doris Stenz und Klaus Pirrung Glückwünsche. Sie hofften auf viele Begegnungen und Treffen „mal hier und mal bei uns“. Gern habe die Kirchengemeinde ihr Haus währen der Bauphase zur Verfügung gestellt. Dafür dankte Pfarrer Weinkötz nochmals ausdrücklich. 

Architekt Thomas Hampp stellte das Gebäude vor, das sich zwischen Pfarrhaus und Kirche einschmiegt. Die zwei Geschosse mit je einem separaten Zugang weisen eine Fläche von 230 Quadratmeter auf. Im Untergeschoss finden sich Bücherei und Jugendraum, im Erdgeschoss drei Veranstaltungsräume und die Küche. Der gesamte Komplex ist natürlich belichtet. 

An die Entstehungsgeschichte des Neubaus erinnerte Bernhard Sandmaier, die nach seinen Worten bereits vor über 30 Jahren begann. Als 2011 für das Gelände des alten Pfarrheims ein Investor gefunden war, habe sich das Vorhaben konkretisiert. Und mit einem Konzept fuhren Verantwortliche im Januar 2012 nach Speyer. Der Plan wurde als gut befunden, aber abgelehnt. Neue Überlegungen – auch zur Finanzierung - wurden angestellt und Anfang 2013 gab’s grünes Licht. Beim Pfarrfest im September 2015 gab es den ersten Spatenstich. 

Die Gesamtkosten bezifferte Petra Betz, stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrats, mit rund einer Million Euro. Ein Drittel schieße das Bistum zu. Erlöse aus dem Verkauf des alten Jugendheims und einiger Bauplätze flössen ein; Rücklagen seien gebildet. Das Spendenaufkommen liege bei gut 30.660 Euro. Dennoch hoffte sie auf weitere Zuwendungen. 

Lobende Worte fanden Landrat Dr. Theophil Gallo und Bürgermeister Thomas Leis. Letzterer sagte zu, für die Gestaltung des Vorplatzes das Land mit ins Boot zu holen. Das gesamte Ensemble wertete er als Beitrag zur „aktiven Stadt“. Der Ortsvorsteher von Bexbach-Mitte, Franz-Josef Müller, würdigte die „gute Entscheidung“. Der Neubau werde das soziale Leben der Stadt bereichern. 

Den Gottesdienst hatte der Kirchenchor mitgestaltet; die Einweihung bereicherten Christina Weyers und Ulrich Heil am Saxophon. Es moderierte Bernhard Wittling, Vorsitzender des Pfarreirats.

Text/Foto: Regina Wilhelm

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