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Samstag, 28. November 2015

Auf dem Weg zu einer "neuen Art von Pfarrei"

Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann 

Bischof Karl-Heinz Wiesemann ermutigt in seinem Hirtenbrief zum ersten Advent die Gläubigen dazu, sich auf den Weg des Lebens in den neuen Pfarreien einzulassen

Speyer. Die Einführung des neuen Seelsorgekonzepts „Gemeindepastoral 2015“ steht im Mittelpunkt des Hirtenbriefs von Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann zum ersten Advent. „Soll die Reform gelingen, müssen wir das wirklich Neue an den nun umschriebenen pfarrlichen Lebensräumen erkennen“, schreibt Bischof Wiesemann im Blick auf die 70 neuen Pfarreien. „Wir wollen uns auf den Weg zu einer neuen Art von Pfarrei machen: Sie lebt in unterschiedlichen Gemeinden, die fest miteinander verbunden sind, so dass sie sich gegenseitig ergänzen in der Vielfalt der Charismen, die ihnen gegeben sind.“ Es komme nicht darauf an, an jedem Ort alles anzubieten, sondern miteinander den Reichtum der Vielfalt zu entdecken. Keiner schafft das allein. „Wir brauchen einander, um den ganzen Christus in der Welt sichtbar werden zu lassen.“ Das erfordert aus Sicht des Bischofs Offenheit, aufeinander zuzugehen, Bereitschaft, miteinander Schwerpunkte zu setzen, und Freude daran, sich Neuem und Unerwartetem zu öffnen.“

Die Neuwahlen der pfarrlichen Gremien im Oktober hätten vielerorts einen Generationenwechsel hervorgebracht. Manch einer, der sich über lange Jahre mit Leidenschaft für seine Pfarrgemeinde vor Ort eingesetzt habe, wolle sich diese grundlegende Veränderung in seinem ehrenamtlichen Engagement nicht mehr zumuten. Andere seien neu angezogen worden von der Unterschiedlichkeit der Mitwirkungsmöglichkeiten, die die neuen Räte auf der Pfarrei- wie konkret auf der Gemeindeebene bieten. Der Bischof ermutigt die Gläubigen, „sich mit dem Wagemut und der Zusage des Evangeliums auf den Weg des gemeinsamen Lebens und Wirkens in unseren neuen Pfarreien einlassen.“

Die Einführung des neuen Seelsorgekonzepts im Bistum Speyer treffe mit zwei herausragenden Ereignissen zusammen. Bischof Wiesemann bezieht sich einerseits auf den Beginn des außerordentlichen Heiligen Jahres, das Papst Franziskus als Jahr der Barmherzigkeit ausgerufen hat und mit dem er die Kirche von innen her erneuern möchte. Zum anderen richtet er seinen Blick auf die Flüchtlinge, die aus Angst vor Terror und Krieg, aus Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit an unserer Tür anklopfen. Hier werde der innerste Kern von Barmherzigkeit, von „misericordia“, angefragt: „Das eigene Herz für die Elenden zu öffnen und das Leben mit ihnen zu teilen.“ Die Aufnahme und Integration der Flüchtlinge betrachtet er als eine Bewährungsprobe für das Zeugnis der Christen. „Was wir aktuell erleben, ist bei allen berechtigten Sorgen nicht der Untergang des christlichen Abendlandes. Das könnte nur geschehen, wenn wir ihm nicht mehr das Angesicht unseres menschenfreundlichen Gottes geben würden.“ So werde das Jahr der Barmherzigkeit zum konkreten Auftrag und zur Sendung in die Welt.

Der Hirtenbrief des Bischofs wird in den Gottesdiensten zum ersten Advent in allen Pfarreien des Bistums verlesen. Erstmals steht er auch in Form eines Videobeitrags auf der Internetseite des Bistums Speyer zur Verfügung. Bischof Wiesemann wendet sich darin aus der Kapelle des Bischofshauses direkt an die Gläubigen im Bistum.

Initiates file downloadDer Hirtenbrief im Wortlaut

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