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Donnerstag, 23. Juni 2022

„Daheim ist es schon fast langweilig“

Ulrike Leonhard (links), Mitarbeiterin der Tagespflege, und Roswitha Braun (2.v.r.), Leiterin der Tagespflege, freuen sich über den Besuch der beiden Gäste Helmut Lembert (2.v.l.) und Jürgen Wagner (r.) 

Die Tagespflege des Caritas-Altenzentrums St. Barbara hat noch Plätze frei – Den Tag gestalten und Angehörige entlasten

St. Ingbert. 15 Plätze hat die Tagespflege des St. Ingberter Caritas-Altenzentrums St. Barbara. Die vom stationären Betrieb getrennte Einrichtung soll Senioren über Tag Anlaufstelle für deren Alltag sein und zudem Angehörige zu Hause entlasten. Aktuell sind Plätze frei, die St. Ingberter freuen sich über neue Gäste.

„Ich bin jedes Mal froh, wenn ich morgens da bin“, sagt Elfriede Berger überglücklich. Die 95-Jährige ist seit September 2019 feste Besucherin der Tagespflege, ihre regelmäßigen Besuche erlitten lediglich durch die Corona-Pandemie eine Zäsur. „Jeden Morgen“, so erzählt Berger, „gibt es frische Brötchen, Aufschnitt und einen guten Kaffee.“ Der perfekte Start in den Tag also. „Und es gibt viel Programm. Der Tag geht immer schnell vorbei“, fügt Berger hinzu.

Dass die St. Ingberterin das Betreuungsangebot über Tag wahrnehmen wird, entschied sich nach einem schweren Treppensturz in der Wohnung Bergers. Die Angehörigen suchten Entlastung, während sie tagsüber arbeiten. Und Berger? Für die 95-Jährige ist die Truppe der Tagespflege mittlerweile zu einer kleinen Familie geworden. „Wir spielen zusammen, es gibt gutes Mittagessen. Ganz ehrlich: Daheim ist es schon fast langweilig.“ Berger sagt die letzten Worte dieses Satzes mit einem Schmunzeln auf den Lippen.

Verantwortliche Fachkraft der Tagespflege ist Roswitha Braun. Sie bestätigt, dass das Kernziel der Einrichtung ist, den Senioren einen kurzweiligen Tag zu ermöglichen, gleichzeitig Angehörige zu entlasten und durch individuelle Betreuung die motorischen und geistigen Fähigkeiten so lange wie möglich zu erhalten und zu fördern. Zum Angebot gehören Gesprächsrunden, Rätselspiele, Kochen und Backen, Malen und Basteln, Singen und sogar Sport. Ebenfalls besonders wichtig ist die Biographiearbeit. Dabei sprechen die Betreuer mit den Tagespflege-Gästen über deren Lebensgeschichte, ehemalige Arbeit und Co. „Beim Programm der Tagespflege lassen wir aber auch oft die Gäste entscheiden, was sie machen wollen“, ergänzt Roswitha Braun.

Um Angehörigen eine weitere Entlastung in deren Alltag zu ermöglichen, kommen auch Ärzte sowie Therapeuten – etwa Logopädie oder Physiotherapie – zu Terminen in die Tagespflege. Und auch der Frisör, der zu regelmäßigen Zeiten die Frisuren der übrigen Heimbewohner verschönert, lädt die Gäste der Tagespflege zu sich ein. Ebenso gibt es das Angebot zum Besuch von Gottesdiensten sowie des Rosenkranzgebetes – hier zeigt sich die kirchliche Trägerschaft des gesamten Altenzentrums. Die Räume der Tagespflege bestehen aus einem größeren Gruppenraum, darin stehen Tische und Ruhesessel. Hinzu kommen ein Außenbereich, ein barrierefreies Badezimmer samt Dusche, ein Raum, der etwa für Gymnastik benutzt wird sowie zwei Pflegebetten, in denen bei Bedarf geschlafen werden kann.

„Die Tagespflege gibt es seit über zwanzig Jahren“, fügt Roswitha Braun an. Für einen dauerhaften Besuch der Tagespflege brauche es nur wenige Voraussetzungen: „Der Gast muss sitzend transportiert werden können und im Raum St. Ingbert wohnen. Bettlägerige Kunden können leider nicht betreut werden. Ebenso wird vor dem dauerhaften Besuch ein Probetag vorausgesetzt.“ Ziel sei, dass die Chemie zwischen dem Neuankömmling und den restlichen Tagespflege-Besuchern stimmt. Wie teuer der Platz in der Tagespflege ist, hängt laut Braun von dem jeweiligen Pflegegrad der SeniorInnen ab. Ebenso davon, ob der zu betreuende Mensch an allen Wochentagen oder nur an bestimmten Tagen die Tagespflege besuchen wird. Die Tagespflege ist von Montag bis Freitag geöffnet.

Anmeldung für die Tagespflege ist telefonisch möglich unter der 06894-9170 beim Caritas-Altenzentrum St. Barbara. Über die Zentrale wird man dann zum Bereich der Tagespflege weitergeleitet. Es folgen dann die ersten Gespräche und danach der Probetag. 

Text und Foto: Paul H. Kreiner für den Caritasverband für die Diözese Speyer

 

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