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Mittwoch, 23. November 2022

Informieren, koordinieren, unterstützen

Matthias Rugel und Jana Sand 

„Lu can help“ hat sich als Anlaufstelle für Geflüchtete aus der Ukraine etabliert

Ludwigshafen. Direkt gegenüber des Eingangs und der Rezeption des Heinrich Pesch Hauses (HPH) hat das Büro von „Lu can help“ seinen Sitz. Hier koordinieren Ehren- und Hauptamtliche Unterstützungsangebote für Menschen, die aus der Ukraine geflüchtet sind,. Es ist täglich eine Telefon-Hotline für Fragen und erste Beratungsgespräche freigeschaltet.

Angeregt wurde das Projekt im Frühling dieses Jahres durch die Stadt Ludwigshafen und HPH-Direktor Tobias Zimmermann SJ, als immer mehr Geflüchtete aus der Ukraine nach Ludwigshafen kamen. Mit „Lu can help“ entstand eine Koordinierungsstelle für Geflüchtete aus der Ukraine einerseits und Privatpersonen, Einrichtungen und Unternehmen andererseits, die sich für Menschen in Not einbringen wollen. „Das Heinrich Pesch Haus sieht es als seine Aufgabe als Katholische Akademie an, Menschen und Institutionen zu vernetzen und in ihrem Engagement für eine humane Gesellschaft zu begleiten“, begründet Tobias Zimmermann das Engagement seines Hauses.

„Wir haben in den zurückliegenden Monaten schon vielen Menschen helfen können“, blickt Matthias Rugel SJ, Bildungsreferent im HPH und Koordinator des neuen Angebots, zurück. Dabei spielt die Homepage (www.lucan.help)  eine wichtige Rolle, die direkt zu Beginn online ging. Im Laufe der Monate wurde sie durch Präsenz in den sozialen Medien ergänzt, insbesondere auf Facebook(www.facebook.com/LUcanhelp) . Auf der Homepage können sich Menschen, Vereine und Institutionen melden, die sich ehrenamtlich engagieren möchten.

Die Möglichkeiten sind breit gefächert: „Das kann Hilfe bei der Kinderbetreuung oder beim Deutsch lernen sein, Ehrenamtliche begleiten Geflüchtete bei Behördengängen oder übersetzen. Oder sie stellen einen PKW oder Transporter für einen Arztbesuch oder Umzug zur Verfügung“, zählt Matthias Rugel SJ auf. Der Bildungsreferent im HPH und Koordinator des neuen Angebots bringt eine langjährige Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten mit, organisiert seit gut sechs Jahren ehrenamtlichen Sprachunterricht für Geflüchtete und ist mit der hiesigen Ehrenamtsszene gut vernetzt. „Im Moment gibt es einen regelrechten Run auf die Sprachangebote im HPH, insbesondere von Ukrainer*innen“, berichtet Rugel. Seit den Herbstferien habe sich die Teilnehmerzahl um mehr als die Hälfte gesteigert, so dass noch Ehrenamtliche für die Sprachkurse gesucht werden. „Es gibt viel Hilfsbereitschaft in Ludwigshafen – und einen großen Erfahrungsschatz, wie man Neuankömmlinge willkommen heißt und aufnimmt. Gemeinsam können wir aus der momentanen Notsituation das Beste machen“, betont er.

Neben den Angeboten zum Deutschlernen sind auf der Homepage von „Lu can help“ auch Veranstaltungen speziell für Geflüchtete zu finden. „Hier hat das Heinrich Pesch Haus zusammen mit unserer Akademie für Frauen bereits einige Veranstaltungen durchgeführt“, sagt Jana Sand, Leiterin der Familienbildung im Heinrich Pesch Haus und Sprecherin des neuen Hilfsangebots. So hat schon mehrfach die Info-Veranstaltung „Wie funktioniert Deutschland“ stattgefunden, bei der Geflüchtete Informationen rund um die Arbeitssuche und Sozialleistungen wie auch dem Bildungs- und Gesundheitssystem erhalten – selbstverständlich ist immer ein Übersetzer dabei. „Wir wollen als Vermittler fungieren und Doppelstrukturen vermeiden“, betont die Leiterin der Familienbildung.

Ab sofort weitet „Lu can help“ sein Angebot aus und bietet von montags bis freitags zwischen 9 und 16 Uhr eine Telefon-Hotline für Fragen und erste Beratungen an. Hier können unbürokratisch Fragen geklärt werden.

Die Telefon-Hotline ist unter der Nummer 0621 5999-102 zu erreichen.

Spendenkonto:
Sparkasse Vorderpfalz
IBAN DE75 5455 0010 0193 9231 90
BIC: LUHSDE6AXXX

Foto: HPH

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