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Freitag, 23. Oktober 2015

Erinnerung an Deportation nach Gurs vor 75 Jahren

 

Bistümer und Landeskirchen in Baden und der Pfalz veröffentlichen gemeinsames Wort

Speyer. Am frühen Morgen des 22. und 23.Oktober 1940 wurden über 6.500 badische, pfälzische und saarländische Juden und Christen jüdischer Abstammung von den Nazis festgenommen, in Züge verfrachtet und in das Internierungslager Gurs am Fuße der südfranzösischen Pyrenäen verschleppt. Dieser Ort wurde für die jüdischen Mitmenschen, für Alte, Kranke, Männer, Frauen, Kinder und Babys zum „Ort des Verderbens“. Daran erinnern die katholischen Bistümer und die evangelischen Landeskirchen in Baden und der Pfalz mit einem gemeinsamen Wort. „Im Gedenken an die Opfer bekennen wir heute ohne Wenn und Aber unsere Schuld“, heißt es darin. Damals hätten die Kirchen zur Deportation geschwiegen. Heute „erheben sie ihre Stimme gegen Antisemitismus und Rassismus, treten ein für die Rechte anderer und rufen auf zu politischer Wachsamkeit und Zivilcourage.“ Sie unterstützen die Bemühungen, das menschenverachtende Geschehen von Gurs nicht dem Vergessen zu überlassen, und bringen die Hoffnung zum Ausdruck, dass das Gedenken an „Gurs“ ein weiterer „Meilenstein auf dem Weg zu gegenseitiger Achtung, zu Respekt und Geschwisterlichkeit“ zwischen Juden und Christen werde.

Initiates file downloadDie gemeinsame Erklärung der Kirchen im Wortlaut

 

Text: is, Foto: Das Gurs-Projekt der Katholischen Akademie Freiburg

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