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Richtlinien Kirchliche Unterrichtserlaubnis und Missio canonica

Blaues Buch
Foto: ©Schulabteilung Bistum Speyer

Richtlinien für die Erteilung der Kirchlichen Unterrichtserlaubnis und der Missio canonica 1973 für Lehrkräfte mit der Fakultas Katholische Religionslehre gemäß can. 804 § 1 CIC/1983

  1. Die Erteilung der Kirchlichen Unterrichtserlaubnis und der Missio canonica erfolgt in den (Erz-) Diözesen der Bundesrepublik einheitlich.
  2. Für die Dauer des Vorbereitungsdienstes wird den Religionslehrern aller Schulformen auf Antrag die Kirchliche Unterrichtserlaubnis erteilt.
  3. Die Missio canonica kann nach bestandener pädagogischer Prüfung (II. Staatsprüfung) auf Antrag verliehen werden.
  4. Der Antrag wird auf einem Formblatt gestellt. Das Formblatt sieht vor:
    a) Angaben zur Person;
    b) die Versicherung des Antragstellers, dass er den Religionsunterricht in Übereinstimmung mit der Lehre der katholischen Kirche glaubwürdig erteilen wird;
    c) Namen und Anschriften der Persönlichkeiten, die für den Antragsteller Referenzen abgeben können. Von ihnen sollte wenigstens eine ein Priester sein.
    Beizufügen sind dem Antrag:
    Beglaubigte Abschriften der Zeugnisse über die I. und II. Staatsprüfung.
  5. Die Anträge bearbeitet im Auftrage des Bischofs sein Ordinariat. In besonderen Fällen wird der Antrag dem Bischof - über eine von ihm berufene Kommission - zur persönlichen Entscheidung vorgelegt.
  6. Die Missio-Kommission muss personell so zusammengesetzt sein, dass die Berücksichtigung theologischer, religionspädagogischer und juristischer Entscheidungsmomente gewährleistet ist. Der Betroffene hat das Recht, für das Gespräch mit der Missio-Kommission eine Person seines Vertrauens hinzuzuziehen. Die Ergebnisse der Kommission werden dem Bischof für seine Entscheidung vorgelegt.
  7. Kriterien für eine Verleihung der Missio canonica:
    a) Der Religionslehrer ist bereit, den Religionsunterricht in Übereinstimmung mit der Lehre der katholischen Kirche zu erteilen.
    b) Der Religionslehrer beachtet in der persönlichen Lebensführung die Grundsätze der katholischen Kirche.
  8. Bei Annahme des Antrages erteilt der Bischof die Missio canonica im Rahmen der erworbenen Lehrbefähigung. Im Falle der Ablehnung werden dem Antragsteller die Gründe mitgeteilt.
  9. Das Entzugsverfahren entspricht sinngemäß dem der Verleihung.
  10. Die Missio canonica gilt für die (Erz-)Diözesen des jeweiligen Bundeslandes, dem der Antragsteller zugehört. Ein evtl. Entzug wird allen Ordinariaten bzw. Generalvikariaten des jeweiligen Bundeslandes und der zum Zeitpunkt der Entziehung zuständigen Schulaufsichtsbehörde mitgeteilt.
  11. Die Texte der "Kirchlichen Unterrichtserlaubnis", der "Missio canonica" und der "Professio fidei" sind in allen (Erz-)Diözesen der Bundesrepublik einheitlich.

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