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Freitag, 07. Oktober 2016

Kita Herz Jesu in Nanzdietschweiler erhält KTK-Gütesiegel

Erste Auszeichnung für Einrichtung der Diözese im Rahmen des Pilotprojekts „Spe-QM Speyerer Qualitätsmanagement“

Generalvikar Dr. Franz Jung überreichte das KTK-Gütesiegel. 

Nanzdietschweiler. Den Standard ihrer Arbeit zu reflektieren, weiterzuentwickeln und zu sichern – dieser Herausforderung hat sich die Kita Herz Jesu Nanzdietschweiler im Rahmen des Pilotprojekts „Spe-QM Speyerer Qualitätsmanagement“ gestellt und sie mit Bravour gemeistert. Als erste Einrichtung in der Diözese erhielt sie am 6. Oktober das KTK-Gütesiegel aus den Händen von Generalvikar Dr. Franz Jung.

Im Jugendheim Nanzdietschweiler drängelten sich die Gäste, darunter auch etliche Vertreter aus Kirche und Politik. Für Kita-Leiterin Dorothee Bettinger und ihr Team ein ganz besonderer Abend. „Das Gütesiegel ist eine große Anerkennung. Der Weg dahin war nicht immer ganz leicht, aber wir haben ihn bewältigt“, sagte Bettinger und dankte dem Träger und dem Elternbeirat für ihre Mitwirkung, vor allem aber ihren Mitarbeiterinnen, „die mit ihrem großen Engagement dazu beigetragen haben, das Qualitätssystem aufzubauen und umzusetzen.“ Ein vierjähriger Prozess, der nun mit der Zertifizierung gekrönt wurde.

Mit 18 weiteren Einrichtungen im Bistum machte sich die Kita Herz Jesu 2012 daran, die Qualität in der Einrichtung zu sichern. Dem voraus ging die Erstellung eines Leitbildes, das den Geist der Kita widerspiegeln sollte, als Basis für die gesamte Arbeit. Dann galt es, ein Qualitätshandbuch anzulegen. Gegliedert in neun Qualitätsbereiche dient es dazu, die Abläufe zu strukturieren. „Durch die Einführung des Qualitätssystems arbeiten alle Beteiligen nach einem einheitlich geregelten Verfahren. Das ermöglicht es, die Qualität konstant zu erhalten“, so die Kita-Leiterin.

Für Generalvikar Dr. Franz Jung eine lobenswerte Leistung, „denn Qualitätsmanagement bedeutet, all das, was man die ganze Zeit getan hat, zu hinterfragen. Man muss sich selbst in Frage stellen, neue Rollen einüben und sich auch von manchem verabschieden.“ Umso beachtlicher sei das hervorragende Abschneiden im Zertifizierungsverfahren. „Von möglichen 213 Praxisindikatoren hat diese Kita am westlichen Ende unseres Bistums stattliche 211 erreicht.“ Dieses Ergebnis sei ein sichtbares Zeichen für ungebrochene Standhaftigkeit. „Das Anfangen macht 50 Prozent eines jeden Projekts aus. Die andere Hälfte besteht darin, auszuharren und am Ball zu bleiben. Das ist manchmal nicht einfach. Es verlangt, trotz aller Anstrengung das Team immer wieder zu motivieren. Doch die Kita ist das beste Beispiel, dass sich die Mühe lohnt.“

Das konnte der Kuseler Dekan Rudolf Schlenkrich nur bestätigen. „Es ist ein historischer Moment. Nach Jahren des Mühens und Schaffens hat die Kita das Ziel erreicht und ihren Standard auf das Niveau des Gütesiegels gehoben.“ Nicht zuletzt weil der Elternbeirat das Abenteuer mitgetragen habe und die Einrichtung fest in der Kommune eingebettet sei. Doch die größte Leistung komme dem Kita-Team zu. „Alle mussten umlernen und Neues lernen, bis hin zu einem speziellen Vokabular. Doch das haben sie mit Bravour gemeistert.“ Dem pflichteten auch der Ortsbürgermeister von Nanzdietschweiler und sein Kollege aus dem benachbarten Börsborn bei. Beide honorierten die Qualifizierung, die ein wichtiges Signal nach außen setze, mit einem Scheck.

In vier weiteren Staffeln werden die restlichen 210 katholischen Kindertagesstätten im Bistum dem Auftaktprojekt folgen und bis 2021 den KTK-Qualitätsbrief erlangen. Oder wie  die Kita Herz Jesu sogar die höchste Stufe des Gütesiegels. „Auch wenn wir unser Ziel erreicht haben, wollen wir nicht stehen bleiben, sondern unsere Arbeit weiterentwickeln“, betonte Bettinger, auch im Hinblick auf die begrenzte Gültigkeit des Gütesieges. Denn nach drei Jahren wird es nur verlängert, wenn sich die Einrichtung rezertifizieren lässt. Und das hat die Kita fest im Auge.



Text/Foto: Friederike Jung

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