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Donnerstag, 08. Oktober 2015

Gottes Welt ist voller Wunder

Familie Berger erkundet Landesgartenschau in Landau mit dem Entdecker-Rucksack

Mädchen mit Heft in der Hand

Jolina unterwegs auf der LGS mit dem Entdeckerrucksack 

Landau. Endlich als Familie etwas unternehmen. Endlich Zeit miteinander verbringen. Familie Berger, Claudia, Sascha mit den Kindern Jolina, 13 Jahre alt, Nicklas und Markus, elf und acht Jahre alt, sind aus Pirmasens angereist. Für sie ist es der erste Besuch auf der Landesgartenschau. „Wir freuen uns sehr, dass wir diesen Rucksack ausleihen können, denn er bietet direkt eine Orientierung und sozusagen einen roten Faden, der uns über die Landesgartenschau führt“, so Claudia Berger. „Das ist besonders für Familien mit Kindern motivierend und erleichternd.“

Der Entdecker-Rucksack ist bunt, klein und leicht. Unter dem Motto „Gottes Welt ist voller Wunder“, wurde er von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bischöflichen Ordinariats Speyer, der katholischen Familienbildungsstätte Pirmasens und dem Familienbund der Katholiken in Ludwigshafen ausgearbeitet. Er soll zu gemeinsamen Aktionen, Entdeckungen, Begegnungen und „himmelgrünen“ Sternstunden einladen und enthält neben ausgewählten Bibeltexten die ganz praktischen Dinge: Ein Anleitungsbuch mit Entdecker-Karte, ein kleines Fernglas, ein Taschenmesser und viele Utensilien, die für die Durchführung der acht Stationen gebraucht werden. Claudia Berger ist seit 2009 bei der katholischen Familienbildungsstätte in Pirmasens tätig und leitet dort im „Miniclub“ die Eltern-Kind Gruppen. „Die Familienbildungsstätte in Pirmasens war bei der Entwicklung des Entdecker-Rucksacks beteiligt. Daher hatte ich von diesem Projekt gehört und wollte es schon lange mit meiner Familie ausprobieren“, so Berger.

„Mama, gib mir einen Bohne!“  
Das erste Ziel ist der Aussichtsturm. Nach dem Motto „erst einmal einen Überblick verschaffen“, klettert die Familie die Stufen zur Aussichtsplattform. Markus nimmt das kleine Fernglas und sieht zuerst das Riesenrad. Claudia fällt das weitläufige und unbebaute Areal auf, welches sich südlich des Turms erstreckt. Die Anleitung im Buch wird studiert und das beschriebene Spiel kurz angerissen. Nicklas ist die Höhe des Turmes etwas unangenehm. Er möchte wieder runter. Wieder am Boden sagen alle Kinder begeistert und fast gleichzeitig: „Mama, gib mir einen Bohne!“
Bohnen, das sind die Bewertungsmittel für wunderbare Aktionen, die besonders gut gefallen haben. „Immer wenn ihr eines dieser „Wunder“ erlebt, steckt ihr einen Bohnenkern dafür in die Hosentasche einer Person eurer Familie“, so steht es im Anleitungstext.  

Weiter geht es zur nächsten Station. Beim Bachgarten wird eine Seerose ausgeschnitten, gefaltet und von Markus vorsichtig in den Bach gelegt. Ganz langsam entfaltet sich diese „Seerose“ aus Papier. Das beeindruckt und wieder gehen Bohnenkerne von Hand zu Hand.
Im Begleitheft steht zu fast jeder Aufgabe ein zum Thema passender Bibeltext. „Sie alle warten auf dich, dass du ihnen Speise gibst zur rechten Zeit.“ So beginnt Psalm 104 passend zur nächsten Station „Bäume im Ausstellungsgarten“. Diese macht schon Spaß, weil hier gegessen werden darf und trotzdem: beim Lesen des Psalms werden alle still und aufmerksam und für einen Moment ist das betriebsame Drumherum der Gartenschau Nebensache.  Ein Apfel steht zur Verfügung und muss geteilt werden. Wird dieser kleine Apfel für alle reichen?
Für die Familie ist es die Gelegenheit, etwas Proviant auszupacken. „Bei so einer großen Familie hat immer jemand Hunger und das Teilen von Essen ist auch bei uns immer wieder Thema“, so Sascha Berger. „Dass wir beim Entdeckerrucksack uns damit beschäftigen, finde ich gut.“ Der Familienvater genießt das Wochenende. Er besucht derzeit eine Technikerschule und ist daher dankbar um die Zeit mit der Familie.

„Wir danken all denen, die den Tisch gedeckt“ im „rock you“-Rhythmus
Der Apfel wird gegessen und die Apfelkerne in die Tüte gesteckt. Alle freuen sich schon auf´s Einpflanzen. Jolina stimmt inzwischen den „Gebet-Rap“ an und logisch: Den Rhythmus von „we will rock you“ kennen alle und so fällt das Singen der 13 jährigen Tochter leicht.  
Weniger lebhaft geht es zur Station „Grabgestaltung und Denkmal“. „Sind das echte Gräber?“, fragt Nicklas und schon fallen ihm die immer gleichen Namen und etwas komischen Daten auf den Steinen auf. Er besucht in seiner Schule eine Arbeitsgemeinschaft mit dem Schwerpunkt Mensch, Umwelt und Natur. Etwas Stille kommt auf, als Claudia vom Tod ihrer Freundin erzählt. Für sie ein lebensbestimmendes Ereignis, dessen Bedeutung die Kinder noch nicht so richtig begreifen können. Sie möchten weiter.  
Weiter geht es zum Dahlinenlabyrinth. Neben der bunten Blütenpracht stehen ein paar weiße Liegestühle. Für Sascha, Jolina und Nicklas sind die jetzt ein magischer Anziehungspunkt. Claudia nimmt Markus an die Hand und schon sind sie verschwunden im Labyrinth von dicken, großen, kleinen, zarten, flammend-gelben und purpur-roten Dahlien. Diese Fülle und Unterschiedlichkeit von Blumen beeindruckt und das eigentliche Thema „Einen Irrgarten erkunden“ wird vergessen. Zu schön sind die Blumen und so erzählt Claudia ihrem kleinsten Sohn von den Dahlien in Omas Garten und nimmt ehrfürchtig eine Blüte nach der anderen ganz vorsichtig in die Hand.

„Jetzt zum Mitmachgarten und dann auf den Spielplatz“
Die Apfelkerne sollen noch eingepflanzt werden. „Im Mitmachgarten gibt es ein Entdecker-Rucksack-Beet. Hier könnt ihr nun eure Apfelkerne einpflanzen“, so die Beschreibung im Begleitheft. Sascha findet auf der Karte das Feld und die Familie zieht motiviert los. Doch so einfach ist das Feld nicht zu finden. Nach dem Schild wird Ausschau gehalten, ein Gartenschaumitarbeiter gefragt und mehrmals wird gesucht: ohne Erfolg. „Wir setzen die Apfelkerne beim Kirchenfeld in die Erde“, schlägt Claudia vor. Alle sind sofort einverstanden und laufen gemeinsam den kurzen Weg zum Kirchenpavillon. Gemeinsam setzt die Familie die Kerne in die Erde. Nicklas gießt vorsichtig Wasser über die angehäufte Erde – ein kurzer besinnlicher Moment entsteht.

Jolina ist müde, Nicklas und Markus möchten endlich auf den Spielplatz. Claudia und Sascha freuen sich auf eine Tasse Kaffee und ziehen ganz in Ruhe ein durchweg positives Fazit: „Es hat uns sehr viel Spaß gemacht. Nur die Anzahl der Bohnenkerne war für uns viel zu gering, denn uns allen haben viel mehr Punkte gut gefallen“, so Sascha Berger. „Wir hätten eine dicke Tüte gebraucht“.

Entdeckerrucksäcke können bis zum Ende der Landesgartenschau am Kirchenpavillon ausgeliehen werden. Am Ende werden unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Gewinnspiels die Gewinnerinnen und Gewinner ermittelt und benachrichtigt. Das Konzept des „Entdeckerrucksacks“ soll es auch weiterhin geben und beispielsweise bei größeren Veranstaltungen erprobt und weiterentwickelt werden.

Text/Foto: Jutta Haas


Hinweis: Unter dem Motto „himmelgrün“ bieten das Bistum Speyer und die Evangelische Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche) ein umfangreiches kirchliches und kulturelles Programm auf der Landesgartenschau Landau am Kirchenpavillon. Infos zu Schwerpunkten und Höhepunkten, aktuelle Termine und mehr finden Sie hier:

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