Dienstag, 26. Januar 2016

„Wer die Bibel nicht kennt, kennt Christus nicht“

Die Kolping-Delegation mit Bischof Wiesemann

Die Kolping-Delegation übergibt das Evangeliar an Bischof Wiesemann;ganz links: Prälat Gerhard Fischer, Domkapitular i.R. und Diözesanehrenpräses des Kolpingwerkes. 

Kolping-Delegation überreicht Bischof Wiesemann in Speyer das „Kolping-Evangeliar“

Speyer. „Das Evangelium Jesu Christi und der Glaube der Kirche sind die Grundlagen des Kolpingwerkes“, betonte Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann vor einer Abordnung des Kolping-Diözesanverbandes in Speyer. Die intensive Beschäftigung mit der Heiligen Schrift sei heute wichtiger denn je. Denn: „Wer die Bibel nicht kennt, kennt Jesus Christus nicht“. Dies habe der Hl. Hieronymus, der Übersetzer der lateinischen Bibel, der Vulgata, gesagt.

Wiesemann dankte dem Kolpingwerk für seine Initiative, anlässlich seines 150-jährigen Jubiläums 2014 von seinen Kolpingsfamilien ein Evangeliar schreiben zu lassen. Während des ganzen Kirchenjahres, für alle 52 Sonntage, hatten 50 Kolpingsfamilien, die Kolpingjugend und das Kolpingblasorchester Kaiserslautern die ihnen zugewiesenen Sonntagsevangelien in ein Evangeliar geschrieben und mit ihren Gedanken ergänzt. Die intensive Beschäftigung mit der Heiligen Schrift sollte die Kolpingsfamilien um das Wort Gottes versammeln und sie immer tiefer in ihm verwurzeln.

Passend und ermutigend sei gewesen, so der Diözesanvorsitzende, Diakon Andreas W. Stellmann (Heßheim), dass das Apostolische Schreiben „Evangelii gaudium“ von Papst Franziskus inhaltlich eine große Nähe zu Adolph Kolping zeige: „Die Freude des Evangeliums erfüllt das Herz und das gesamte Leben derer, die Jesus begegnen.“ Die „Hinwendung zu Gott und gerade dadurch zu jenen, die arm sind, die Not leiden und Hilfe brauchen“, seien auch die Anliegen des Kolpingwerkes.

Das gesamte Evangeliar wurde von Matthias Raab (Beindersheim) fotographiert und zu einem ansprechenden Fotobuch zusammengefügt. Diözesanpräses Pfarrer Michael Baldauf (Heßheim) und Vorsitzender Stellmann überreichten Bischof Wiesemann mit Worten des Dankes ein mit einer Widmung versehenes Exemplar. Er habe das Kolpingwerk in diesem Jahr begleitet und in seinen Anliegen stets ermutigt.

Bischof Wiesemann dankte der Delegation für dieses biblische Glaubenszeugnis. Es sei Zeugnis eines lebendigen Glaubens in den Kolpinggemeinschaften. Er ermutigte sie, der Frohbotschaft Jesu Christi breiten Raum und immer wieder neu prägende Gestalt in ihren Gemeinden zu geben. Wiesemann erinnerte an ein Wort Adolph Kolpings, das so aktuell sei wie damals: „Ich meine, das öffentliche Leben hätte nie nötiger gehabt, auf die Predigt des göttlichen Evangeliums zu hören, als in unseren Tagen.“

Text/Foto: Kolping