Donnerstag, 02. April 2020

Bundespräsident Steinmeier telefoniert mit Bischof Bätzing

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier 

Dank für besonderen Beitrag der Kirchen in der gegenwärtigen Krise

Berlin/Limburg. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat heute (2. April 2020) mit dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, telefoniert und sich dabei über die Situation und den besonderen Beitrag der Kirchen in der gegenwärtigen Krise ausgetauscht. Der Bundespräsident, der auch mit dem Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, gesprochen hat, bedankte sich für die frühzeitige und umsichtige Unterstützung der Kirchen für die aktuell notwendigen Einschränkungen.

Die Kirchen haben früh Maßnahmen zum Schutz der Menschen getroffen, unzählige Veranstaltungen und vor allem Gottesdienste in ihrer üblichen Form abgesagt. Das bedeutet – gerade auch in der anstehenden Osterzeit – einen beispiellosen Einschnitt in das religiöse Leben für viele Gläubige in unserem Land. Gleichzeitig gibt es in den Gemeinden viele kreative Ideen, um den Menschen unter den widrigen Umständen geistliche Angebote zu machen und sie virtuell zusammenzubringen, zum Beispiel durch gestreamte Gottesdienste oder zeitgleiche gemeinsame Gebete.
 
Das Bedürfnis der Menschen nach Gemeinschaft im Glauben ist in dieser Krisenzeit besonders groß, berichtete Bischof Bätzing. Dazu zähle auch das vielfältige Beratungsangebot, über das er sich mit dem Bundespräsidenten ausgetauscht habe, insbesondere die Leistung der Telefonseelsorge und die Arbeit von Krankenhaus- und Behindertenseelsorge, von Hospizbegleitung und Trauerpastoral. Der Bundespräsident würdigte, wie die katholische und evangelische Kirche und auch andere Glaubensgemeinschaften viele Menschen derzeit spirituell und seelsorgerisch unter sehr erschwerten Bedingungen unterstützen. Bischof Bätzing betonte: „Diese außergewöhnliche Prüfung, die die Pandemie nicht nur für die religiösen Gemeinschaften, sondern für unsere gesamte Gesellschaft mit sich bringt, kann nur durch viel gegenseitiges Verständnis und gelebte Solidarität gemeistert werden. Es gibt viele Zeichen der Ermutigung und Hoffnung in dieser Zeit. Zudem erhoffe ich mir von den Herausforderungen auch neue Impulse für den Weg der Kirche.“

Der Bundespräsident gratulierte Bischof Bätzing zur Wahl zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz. Eine persönliche Begegnung werden sie nachholen, wenn es die Umstände wieder zulassen.

Text: DBK/Foto: Bundesregierung/Steffen Kugler