Freitag, 20. November 2015

„Licht ins Dunkel“ bringen über Menschen mit Behinderung

 

Ausstellung und Fachtagung zu Inklusion im Heinrich Pesch Haus

Ludwighafen. „Licht ins Dunkel“ ist der Titel einer Ausstellung zur UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung, die das Heinrich Pesch Haus in Kooperation mit der Abteilung „Seelsorge für Menschen mit Behinderung“ von Sonntag, 22. November, bis Donnerstag, 26. November, zeigt. Die Eröffnung der Ausstellung findet am 22. November um 17 Uhr im Heinrich Pesch Haus statt.
Das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderung trat bereits am 26. März 2009 in Deutschland in Kraft und ist damit geltendes innerstaatliches Recht. Aber es ist nach wie vor nicht bekannt genug. Die Ausstellung „Licht ins Dunkel“ soll dies ändern. Sie macht deutlich, welche Einschränkungen Menschen mit Behinderung erfahren – und wie diese zu ändern wären.

Die Schirmherrschaft für die Ausstellung hat Weihbeschof Otto Georgens übernommen.
Die Ausstellung besteht aus sehr prägnanten Sätzen, die auf große Wände projiziert werden, und aus eindrucksvollen Bildern, beschreibt Stefan Dreeßen vom Bistum Speyer. Sie soll darüber aufklären, weshalb Inklusion wichtig ist, und was sich bereits getan hat.
Ein Anliegen ist es ihm, dass Menschen mit Behinderung nicht integriert, sondern inkludiert werden. Und dass es ins Bewusstsein dringt, dass sie nicht nur Unterstützung brauchen, sondern oftmals selbstbestimmt ihren Alltag gestalten: „Menschen mit Behinderung dürfen nicht länger unterschätzt werden“, heißt es begleitend zur Ausstellung. Sie ist zu den üblichen Öffnungszeiten des HPH für alle Interessierten frei zugänglich.

Während die Ausstellung gezeigt wird, organisiert die Familienbildung im Heinrich Pesch Haus in Kooperation mit der Stadt Ludwigshafen eine Fachtagung über „Wege zur Inklusion“. Die Veranstaltung am Dienstag, 24.November, trägt den Titel „Halt – Haltung – Verhalten“. Eingeladen sind alle, die in Kindertagesstätte, Schule oder Arbeitswelt mit dem Thema Inklusion beschäftigt sind sowie alle Interessierten, die einen Bezug zum Thema haben. Für Ulrike Genter, stellvertretende Direktorin des HPH und Leiterin der Familienbildung, ist es selbstverständlich, die Ausstellung im Haus zu zeigen und auch eine Fachtagung zu Inklusion zu organisieren: „Es ist unser Ziel, ein gesellschaftliches Bewusstsein zu schaffen, damit jeder Mensch mit seinen Fähigkeiten und Talenten seinen Platz findet und gestalten kann.“

Text/Foto: HPH