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Donnerstag, 23. Mai 2019

Missionarische Impulse für die ganze Gesellschaft gefordert

Synodalpräsident eröffnet pfälzische Landessynode – Grußwort von Ökumenereferent Dr. Thomas Stubenrauch

 

Speyer. Der pfälzische Synodalpräsident Hermann Lorenz hat die Landessynode der Evangelischen Kirche der Pfalz eröffnet. In einem Grußwort forderte der Ökumenereferent des Bistums Speyer, Thomas Stubenrauch, angesichts des bevorstehenden Mitgliederrückgangs von der katholischen und der evangelischen Kirche mehr Zusammenarbeit. „Die Herausforderungen müssen tiefer angepackt werden als nur auf der strukturellen Ebene. Für die Zukunft kommt es entscheidend darauf an, ob es uns gelingt, die konkrete Lebensgeschichte der Menschen zu verknüpfen mit Gott“, sagte er. Die Ökumene der Gaben, der offene und wertschätzende Blick darauf könne helfen, zu diesem Kern vorzudringen, so Stubenrauch.

Synodalpräsident Lorenz blickt mit Sorge auf die zurückgehenden Mitgliederzahlen der Kirchen und die damit verbundenen geringeren Finanzeinnahmen, die Anfang Mai in der Freiburger Studie veröffentlicht wurden. Laut einer Umfrage des Magazins „Der Spiegel“ liege auch die Zahl der Menschen, die in Deutschland an Gott glaubten, bei nur 55 Prozent (2005 waren es 66 Prozent), zitierte Lorenz zur Eröffnung der Landessynode der Evangelischen Kirche der Pfalz am Mittwoch in Speyer.

Auch unter den EKD-Mitgliedern glaubten nur 67 Prozent an die Existenz Gottes. Lorenz rief die Synodalen dazu auf, die Aufgaben und Aktivitäten, die die Landeskirche finanziere, auf den Prüfstand zu stellen. „Angesichts der vorliegenden Untersuchungen haben wir es offensichtlich nicht geschafft, den Glauben unserer Kirchenmitglieder oder missionarische Impulse für die Gesamtbevölkerung zu stärken“, sagte Lorenz. Dies allerdings sei die vordringlichste Aufgabe der Landeskirche.

Ein besonderes Grußwort richtete zudem Oberkirchenrat Marc Reusch von Seiten der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) an die Mitglieder der Synode. Der ehemalige Pfarrer der Speyerer Dreifaltigkeitsgemeinde leitete bis März 2019 die Evangelische Deutschsprachige Gemeinde in Mexiko und trat danach den Dienst im Referat für Afrika und Entwicklungspolitik der EKD an. Er richtete den Blick auf das Thema digitalen Wandel und auf die jüngere Zielgruppe, die mit neuen Medien aufgewachsen ist und nicht mit traditionellen Medien der Kirche erreicht werden können.

Dazu zählte Reusch die Frage, ob Kirche einen Youtube-Kanal brauche und sich um bessere Suchergebnisse bei Google kümmern müsse. Für die digitale Vernetzung sei bei der EKD eine neue Stabstelle eingerichtet worden, von der auch die Landeskirchen profitierten. Mit Bezug auf die demografische Entwicklung der Mitgliederzahlen begrüßte Reusch die Entscheidung der EKD-Synode, sich ab der nächsten Periode zu verjüngen und besonders die 18- bis 25-Jährigen einzubeziehen. „Bei aller Beschäftigung mit uns selbst sollten wir die gute Botschaft im Blick haben und sie zeitgemäß, verständlich, klar und authentisch unter die Menschen bringen.“

Der Landessynode der Evangelischen Kirche der Pfalz gehören 70 Synodale an – 45 weltliche und 25 geistliche. Acht der 70 Mitglieder sind berufen, davon zwei als Jugendvertreter. Synodalpräsident ist der Kaiserslauterer Jurist Hermann Lorenz. Dem Präsidium gehören außerdem der Dekan des Kirchenbezirks An Alsenz und Lauter, Matthias Schwarz, als erster Vizepräsident und Ministerialrat Joachim Schäfer aus Carlsberg als zweiter Vizepräsident sowie Rommi Keller-Hilgert und Daniela Freyer als Beisitzerinnen an. Die Landessynode ist als kirchliche Volksvertretung die Inhaberin der Kirchengewalt. Sie trifft wesentliche Entscheidungen in den geistlichen, rechtlichen und finanziellen Bereichen der Landeskirche. Ihre Amtszeit beträgt sechs Jahre.

Text: lk

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