Dienstag, 08. Dezember 2015

Rund 7000 Minis sind im Bistum Speyer aktiv

Drei Ministrantinnen sitzen lachend auf einer Bank

 

Ergebnisse einer Erhebung zur Messdiener-Arbeit in der Diözese Speyer

Speyer. Im Bistum Speyer gibt es derzeit etwa 7.000 Messdienerinnen und Messdiener. Viele von ihnen treffen sich nicht nur zum Gottesdienst, sondern sind darüber hinaus als Jugendgruppen in der Pfarrei organisiert. Eine aktueller Erhebung der Ministrantenreferate der südwestdeutschen Bistümer zeigt: Die Zahlen gehen etwas zurück, das Engagement der Mädchen und Jungen ist aber nach wie vor sehr groß.

Die Ministrantenarbeit hat sich verändert. Das machen die Ergebnisse der Studie deutlich. Immer weniger Ministrantengemeinschaften bieten regelmäßige, altersspezifische Gruppenstunden an. Die Zahl sank auf knapp 20% der Pfarreien. Dennoch blieb die Zahl der Mädchen und Jungen, die Altardienst tun, unter Berücksichtigung des demografischen Wandels stabil. Viele Gruppen treffen sich regelmäßig (86,4%). Im Vordergrund stehen dann Freizeiten, Bildungsveranstaltungen, soziale Aktionen oder Gebet und Besinnung. Fast alle Ministrantengruppen (91%) gaben an, sich im Rahmen der jährlichen Sternsingeraktion zu engagieren.

Die Gruppen werden oftmals durch hauptamtliche Leitungskräfte organisiert (64%) . Hierzu zählen Pfarrer, Diakone und Pastoral- oder Gemeindereferenten, aber auch Pfarrsekretärinnen und Küster. In etwa einem Drittel der Fälle leiten Jugendliche oder Erwachsene ehrenamtlich die Ministrantenarbeit in den Gemeinden.

An der von Mai bis September 2015 durchgeführten Umfrage nahmen im Bistum Speyer 65 von 70 Pfarreiengemeinschaften teil. Die Auswertung dient auch der zukünftigen Schwerpunktsetzung der Abteilung Jugendseelsorge im Bereich der Ministranten-Seelsorge. So wurde etwa deutlich, dass die Kooperation einzelnen Ministrantengemeinschaften auf Dekanatsebene noch deutlich verstärkt werden kann. Derzeit liegt sie bei etwas 11%. Im Zuge der Umstrukturierung der Pfarreien wird ein tragfähiges Kooperationsnetzwerk aber immer wichtiger werden.

Ralf Feix, Referent für Ministrantenpastoral, plant zur Stärkung der Dekanatsebene in Kooperation mit den Jugendzentralen verstärkt Ministrantentage. Ihm ist es auch ein wichtiges Anliegen, für die Schulungsangebote vor Ort in den Pfarreien zu werben. Im direkten Austausch mit den Messdienerinnen und Messdienern ist es Feix besonders wichtig, Dank für den Dienst zum Ausdruck zu bringen: "Ich habe großen Respekt vor jeder und jedem Einzelnen, der mit Freude und Überzeugung seinen Dienst tut. Es ist einfach schön zu erleben, dass Messdiener-Sein nicht allein auf den Dienst am Altar beschränkt ist, sondern viele gemeinsame Aktionen darüber hinaus stattfinden, so das Miteinander gestärkt wird und Freundschaften entstehen. Das zu sehen erfüllt mich mit großer Dankbarkeit."

Text/Foto: Abteilung Jugendseelsorge

Opens external link in new windowDie Ergebnisse der Erhebung im Einzelnen