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Freitag, 20. September 2019

Kirche kann Klimaschutz: Da geht mehr

Was kann die Kirche selbst zum Klimaschutz beitragen? Das diskutierten heute Vertreterinnen und Verteter des BDKJ unter anderem mit Genralvikar Andreas Sturm.

Die BDKJ-Diözesanvorsitzenden Lena Schmidt und Thomas Heitz im Gespräch. 

Speyer. Im Anschluss an die Kundgebung zum Globalen Klimastreik heute in Speyer hat der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Speyer zu einer „Austauschrunde Klimaschutz in den Verbänden und Einrichtungen des Bistums Speyer“ eingeladen. Im Garten des Dienstgebäudes in der Webergasse diskutierten die BDKJ-Diözesanvorsitzenden Lena Schmidt und Thomas Heitz mit Generalvikar Andreas Sturm, Kanzleidirektor Wolfgang Jochim (Leiter der Zentralstelle), Domkapituar Franz Vogelgesang (Leiter der Hauptabteilung Seelsorge) und den Geschäftsführern Georg Unland und René Martin. Im Zentrum der Diskussion standen Rückmeldungen aus den Verbänden und von Mitarbeitern im Bischöflichen Ordinariat, die ihre Ideen für mehr Klimaschutz in den vergangenen Wochen gesammelt hatten. Sie machten auch von der Möglichkeit Gebrauch, vor Ort mit zu diskutieren.

Schmidt und Heitz warben für mehr Alternativen im Bereich Mobilität, Materialbeschaffung und Ernährung in den Einrichtungen des Bistums Speyer, insbesondere im Bischöflichen Ordinariat. Auch bauliche Maßnahmen wurden als konsequente Beiträge für den Klimaschutz in den Blick genommen. Generalvikar Sturm erklärte, die noch geltende Entscheidung gegen Solarkollektoren auf Kirchendächern einer Prüfung zu unterziehen: „Da finden sich Lösungen und da muss man nochmal genau hinschauen“, versprach er.

Im Bereich Mobilität diskutierten die Podiumsteilnehmer insbesondere die neuen Dienstwägen des Bistums. Schmidt und Heitz warben für mehr alternative Angebote, etwa E-Autos, eine erweiterte ÖPNV-Anbindung und Dienstfahrräder. Jochim machte deutlich, dass die jetzige Fahrzeugflotte aus sparsamen Dieselfahrzeugen bestehe, die das Bistum kostengünstig leasen könne. Man könne künftig aber auch über kleinere und damit umweltfreundlichere Dienstfahrzeuge nachdenken.

Auch die Diskussion um Ernährung und vorbildhafte Versorgung bei Bistumsveranstaltungen nahm einen breiten Raum ein. Julia Krämer (22), Verbandlerin aus der Jungen Kirche Mutterstadt, warb entschieden für den Verzicht auf Fleisch und ein rein vegetarisches Verpflegungsangebot bei kirchlichen Veranstaltungen. Sie machte sich stark für die Vorbildfunktion, die Kirche hier habe: „Niemand vermisst etwas, wenn es ein leckeres, vegetarisches Essen gibt“, ist sie sich sicher.

Schmidt sprach sich zum Abschluss der Veranstaltung für eine Fortführung des Dialogformates aus: „Ich erlebe Runden wie diese als große Bereicherung. Wir lernen mit und voneinander. Deshalb wünsche ich mir, dass wir weiter miteinander im Gespräch sind.“

Text/Foto: BDKJ Speyer

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