Donnerstag, 17. Oktober 2019

Positives Resümee der Wallfahrt nach Santiago de Compostela

Domkapitular Franz Vogelgesang (Mitte) im Kreis von Pilgerinnen und Pilgern, mit denen er sich regelmäßig austauschte. 

Domkapitular Franz Vogelgesang denkt über neues Format nach

Speyer. „Die Wallfahrt ist auf allen Ebenen sehr gut gelungen“, zieht Domkapitular Franz Vogelgesang eine positive Bilanz der Tage auf dem Jakobsweg in Spanien. Es sei ein gutes Miteinander aller Beteiligten ohne große Probleme gewesen. „Und wenn es kleinere Schwierigkeiten gab, so wurden sie gemeinsam gelöst.“

Insgesamt ist der geistliche Leiter der Diözesanwallfahrt davon überzeugt, „dass die allermeisten Teilnehmer Erfahrungen für ihren weiteren Lebensweg gemacht haben, vor allem diejenigen, die auf dem Camino Francés und auf dem Camino Portugués gelaufen sind“. Sie hätten gespürt, dass das Pilgern etwas ganz spirituell Wertvolles ist.

Vogelgesang schwebt vor, dem Pilgern im Bistum Speyer einen höheren Stellenwert zu geben. Darüber habe er sich während der Wallfahrt mit Bischof Wiesemann ausgetauscht. Konkret gehe es darum, ein Format zu finden, „bei dem nach einem gemeinsamen Weg ein Gottesdienst im Speyerer Dom mit Bischof Wiesemann und anschließendem Einzelsegen den Abschluss bildet“. Vorstellbar sei, dass Pfarreien zuvor Glaubenskurse anbieten und die Absolventen dann an einem solchen Pilgertag teilnehmen. Der Impuls dafür sei auch von einer Pilgerin gekommen, die den Wunsch geäußert habe, mehr Segnungsgottesdienste zu machen. „Das nehme ich genauso mit wie die Erkenntnis, dass Glaube und Gemeinschaft sehr viel miteinander zu tun haben und es nur wenige Tage braucht, um spirituell aufzutanken.“

Auch Dr. Anette Konrad, die die organisatorische Gesamtleitung hatte, und Marianne Backenstraß vom Pilgerbüro Speyer sind mit dem Verlauf der Wallfahrt zufrieden. „Alles hat gut geklappt“, freuen sie sich. Zweieinhalb Jahre Planung und Organisation liegen hinter ihnen und einem Team aus geistlichen und technischen Leitern. Zu den besonderen Herausforderungen im Vorfeld hätte vor allem gehört, die verschiedenen Pilgerangebote so unter einen Hut zu bringen, dass alle zeitgleich in Santiago ankommen. Auch bedauern sie es, dass die Kathedrale in weiten Teilen gesperrt gewesen sei, so dass kein Gottesdienst gefeiert werden konnte. „Leider war das bei den Planungen nicht abzusehen.“
Bei aller Anspannung während der Wallfahrt blieb dennoch für eines Zeit: in Ruhe einen Kaffee zu trinken oder einen Fisch zu essen.

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Text und Bild: Petra Derst / Pilger