Donnerstag, 24. Oktober 2019

Soziale Marktwirtschaft und Umwelt stärker miteinander verbinden

 

Vertreter des Bistums Speyer zu Gesprächen in der BASF Ludwigshafen – Begegnung mit Feuerwehrleuten

Ludwigshafen. Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann und Mitglieder des Allgemeinen Geistlichen Rats trafen sich mit Vertretern der BASF in Ludwigshafen. An der Wache Nord der Werksfeuerwehr sprachen sie mit Feuerwehrmännern unter anderem über das Explosions-Unglück, das sich vor drei Jahren im Nordhafen ereignet hatte und bei dem vier Mitarbeiter und ein Matrose ums Leben gekommen waren. „Ich habe großen Respekt vor Ihrer Einsatzbereitschaft“, würdigte Bischof Wiesemann den Teamgeist der Feuerwehrleute. Vor zwei Jahren hatte er an gleicher Stelle eine Gedenkstätte für die verstorbenen Wehrleute eingeweiht. „Die Begegnungen damals haben mich persönlich sehr berührt. Was Sie mir damals berichtet haben, war für mich sehr eindrücklich und hat mich noch lange Zeit begleitet“, sagte er in einer Rückschau auf die Ereignisse.

BASF-Vorstandsmitglied Michael Heinz begrüßte die Gäste aus dem Bistum Speyer im Gesellschaftshaus. „Der Austausch bietet Gelegenheit, gemeinsame gesellschaftliche Herausforderungen aus verschiedenen Perspektiven in den Blick zu nehmen“, so Michael Heinz. Die BASF stellte unter anderem ihren „Value to Society“-Ansatz vor, bei dem die wirtschaftliche Betrachtung der Unternehmenstätigkeit um die Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Umwelt erweitert wird. Diese ganzheitliche Betrachtung dient dem in einer Allianz mit anderen Wirtschaftsunternehmen angestrebten Ziel, Wirkungen in verschiedenen Handlungsdimensionen aufzuzeigen und miteinander in Balance zu setzen. „Dieser Ansatz führt uns zu grundlegenden Fragen nach dem Menschenbild und den ethischen Kriterien für gutes Wirtschaften“, bekundeten die Gesprächsteilnehmer übereinstimmend. Die Lösung komplexer gesellschaftlicher Aufgaben verweigere sich einfachen Antworten. Sie erfordere vielmehr eine rationale Zusammenschau unterschiedlicher Sichtweisen. Ein weiterer Schwerpunkt war der Frage gewidmet, wie die BASF das Thema Nachhaltigkeit bei der Entwicklung und Erzeugung von Kunststoffen voranbringt. Vorgestellt wurde daher auch der Ansatz des chemischen Recyclings. Damit können fossile Ressourcen für die Chemieproduktion durch recyceltes Material aus Kunststoffabfall ersetzt und ein zirkuläres Wirtschaftsmodell vorangetrieben werden.