Mittwoch, 13. November 2019

Vom Leben des Heiligen Martin lernen

Kinder singen mit den Gästen und Bewohnern Martinslieder 

Das Caritas-Altenzentrum St. Martha in Speyer hatte als Dankeschön für seine Kooperationspartner zum gemeinsamen Martinsgans-Essen mit den Bewohnern des Hauses eingeladen. Das Martinsfest ist inzwischen zur Tradition geworden.

Speyer. Martinslieder von den Kindern der Kita St. Josef gehören zum St. Martinsfest im Caritas Altenzentrum St. Martha ebenso dazu wie das traditionelle Martinsgansessen mit Bewohnern und ganz vielen Gästen. Für Einrichtungsleiter Gudrun Wolter ist das Fest eine Gelegenheit, sich bei den vielen Kooperationspartnern und Kollegen für die gute und oft schon langjährige Zusammenarbeit zu bedanken.

„Sie alle gehören zu unserem Netzwerk, das uns zusammen stark macht. Die Beziehungen miteinander sind tragfähig, wir können uns aufeinander verlassen, auch wenn in der täglichen Arbeit nicht alles reibungslos und unkompliziert verläuft“, sagte Gudrun Wolter in ihrer Rede vor den Gästen. Vom Leben des Heiligen Martin könne man sich auch heute noch sprichwörtlich „einige Scheiben abschneiden“, verwies die Leiterin auf die Legende. So könnte zum Beispiel die Haltung der Empathie ein Vorbild sein. Sie hatte der Heilige Martin dem Bettler entgegengebracht. Das könne auch Kollegen, Bewohner und Angehörigen anregen, Empathie zu zeigen.

Der Heilige Martin habe keine Angst vor der Blamage gehabt, als er mit einem halben Mantel bekleidet seinen Weg fortsetzte. Das zeige, dass man auch zu seiner Angst stehen dürfe, herausfordernde Aufgaben meistern zu können - ebenso wie auch schwach sein zu dürfen und Respekt vor der Verantwortung zu haben. Auch könne man von ihm lernen, von Gott Hilfe zu erwarten. Martin habe in diesem Vertrauen sein wohlhabendes Leben hinter sich gelassen und immer wieder den Mut bewiesen, neue Wege zu gehen.

Mit dem gemeinsamen Singen von Martinsliedern stimmten sich Gäste und Bewohner auf das Festessen ein. Serviert wurden Kürbis-Creme-Suppe, Gänsebrust mit Kartoffelknödeln und Blaukraut sowie als Nachspeise Eis mit Roter Grütze.

Die Gäste, unter anderem Mitarbeiter der Sozialdienste der Krankenhäuser, Pflegestützpunkt, ambulanten Diensten, Therapeuten, Polizei, Pfarrer, Kollegen aus anderen Häusern der Caritas und der Caritas-Zentrale, freuten sich nicht nur über das sehr gute Essen, sondern auch über die Gelegenheit zum Austausch in schöner Atmosphäre.

Text/Foto: Christine Kraus