Donnerstag, 07. Januar 2016

"Jesus strahlt heller auf als alle Geistesblitze dieser Welt"

 

Bischöfliches Ordinariat und Regionalverwaltungen haben das neue Jahr mit einem Gemeinschaftstag in Ludwighafen begonnen – Gottesdienst mit Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann

Ludwigshafen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bischöflichen Ordinariats und der Regionalverwaltungen hatten am 6. Januar, dem Fest „Erscheinung des Herrn“, ihren Gemeinschaftstag im Heinrich-Pesch-Haus in Ludwigshafen.

Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann ging in seiner Predigt unter anderem auf den Abschluss des Prozesses „Gemeindepastoral 2015“ ein: „Ähnlich wie bei den Königen im Evangelium müssen die Vision und der Weg zusammenkommen, damit Jesus als das Licht der Welt hell aufstrahlen kann, heller als alle Geistesblitze dieser Welt.“ Er rief dazu auf, die Vision des neuen Seelsorgekonzepts in die Wirklichkeit hineinzutragen. „Der Stern von Bethlehem weist uns den Weg dorthin, wo wir im Bruchstückhaften, im Kleinen und in den Widrigkeiten des Alltags die Goldkörner des Evangeliums finden können.“ Das verlange häufig einen kompletten Umbau der eigenen Vorstellungen. „Bei aller Notwendigkeit des Planens: Das Entscheidende wird uns geschenkt“, sagte der Bischof beim Gottesdienst in der Aula des Heinrich-Pesch-Hauses, der von Pia Knoll und Christian Knoll musikalisch gestaltet wurde.

Was kann das Heilige Jahr der Barmherzigkeit konkret für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bischöflichen Ordinariats und der Regionalverwaltungen bedeuten? Dieser Frage ging Generalvikar Dr. Franz Jung in seiner Ansprach nach. „Mit dem neuen Seelsorgekonzept sind die Grundlagen gelegt. Jetzt stehen wir davor, es umzusetzen“, ermunterte der Generalvikar die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sich die entsprechende Zeit für die anstehenden Schritte zu nehmen. „Wenn ihr langsam macht, könnt ihr es schaffen“: Diese Quintessenz aus einer Erzählung von Johann Peter Hebel gelte auch für die Einführung neuer Abläufe. Der Generalvikar bezeichnete es als einen „Grund zu großer Freude“, dass der Prozess „Gemeindepastoral 2015“ mit dem Forum VII im vergangenen Jahr wie geplant zum Abschluss gekommen ist. Er dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Anstrengungen der vergangenen Jahre und warb für einen besonnen Umgang miteinander, wenn etwas nicht auf Anhieb rundläuft. Vielmehr gelte es anzuerkennen, dass „jeder bislang nach bestem Wissen und Gewissen“ seinen Teil beigetragen habe.

Ideen für die Begegnung mit Flüchtlingen als neue Nachbarn gesucht

Als Schwerpunkt für das Jahr 2016 stellte der Generalvikar die Herrichtung des Hauses in der Speyerer Engelsgasse als Unterkunft für 150 Flüchtlinge heraus. Die notwendigen Arbeiten am Haus, der Abriss der benachbarten Kapelle und die Neugestaltung der Hofeinfahrt würden einerseits zu Behinderungen führen, sie böten andererseits aber auch die Chance, auf die Flüchtlinge zuzugehen. „Wenn es hier Ideen gibt, was wir machen könnten, vom Kleiderbasar angefangen bis hin zur praktischen Hilfe zum Umgang mit Behörden, zur Sprachhilfe oder was auch immer, so sind diese Ideen herzlich willkommen“, lud der Generalvikar die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu ein, sich gemeinsam mit der Mitarbeitervertretung frühzeitig auf die neue Situation einzustellen.

Die Mitarbeitervertretung widmete sich in einer Ausstellung dem Wandel in der Arbeitswelt und zeigte die Entwicklung der Bürotechnik vom Wählscheiben-Telefon und der Schreibmaschine bis hin zum modernen Computer. „Die Abläufe werden immer digitaler, flexibler und vernetzter“, erläuterte der Vorsitzende der Mitarbeitervertretung Thomas Ochsenreither in seiner Ansprache. Um die Herausforderungen durch den technischen Wandel zu bewältigen, sind aus seiner Sicht weiterhin sozialpartnerschaftliche Lösungen erforderlich. Er warnte vor der missbräuchlichen Verwendung von Daten und unterstrich, dass die Kreativität des Menschen nicht durch Computer zu ersetzen ist. Isabel Eichenlaub (Cello) und Gerhard Jentschke (Klavier) umrahmten das Nachmittagsprogramm musikalisch. Seinen Abschluss fand der Gemeinschaftstag mit einem Besuch der Sternsingergruppe der Pfadfinder aus Lachen-Speyerdorf, die mit ihrer Aktion unter anderem Hilfsprojekte einer Schwesterngemeinschaft in Ruanda für Straßen- und Waisenkinder unterstützen.

Bildergalerie:

http://www.bistum-speyer.de/unterstuetzung-fuer-aktive/bildergalerie-gemeinschaftstag/