Dienstag, 03. Dezember 2019

Gottesdienste zu Mariä Empfängnis im Speyerer Dom

Gnadenbild der Gottesmutter im Dom zu Speyer 

Dompfarrer Matthias Bender feiert am Montag, 9. Dezember, ab 18 Uhr eine Kapitelsvesper und ein Kapitelsamt

Speyer. Am 9. Dezember wird im Dom das „Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria“, kurz oft „Mariä Empfängnis“ genannt, begangen. Da der eigentliche Festtag auf einen Adventssonntag fällt, wird die Feier in diesem Jahr einen Tag später begangen. Dompfarrer Matthias Bender feiert ab 18 Uhr eine Kapitelsvesper und anschließend ein Kapitelsamt. Musikalisch gestaltet werden die Gottesdienstfeiern von der Schola Gregoriana.

Marienfeste haben für die der Gottesmutter geweihten Kathedrale stets eine besondere Bedeutung. Das Herrschergeschlecht der Salier, Erbauer des heute noch existierenden Doms, legten ihr Schicksal in die Hände Mariens. So ließ sich der Domgründer Konrad II. am Tag der Geburt Mariens krönen.

Unter den Marienfesten gibt es wohl keines, das derart oft Anlass zu Missverständnissen führt, wie „Mariä Empfängnis“. Viele Menschen denken auf Grund der verkürzten Betitelung des Festes, dass es hierbei um die Jungfrauengeburt gehe, also die Empfängnis Jesu durch den Heiligen Geist und seine Geburt durch Maria. Im Zentrum des Festes steht aber die Überzeugung, dass Maria selbst frei von jeder Sünde ist, auch von der Erbsünde. Das unterscheidet sie von allen anderen Menschen und soll ihre einzigartige Nähe zu Gott zum Ausdruck bringen. Papst Pius IX. erhob diesen Glaubenssatz am 8. Dezember 1854 in den Rang eines unfehlbaren Dogmas.

Foto: Klaus Landry