Montag, 23. März 2020

Papst spendet Segen "Urbi et orbi"

Papst Franziskus ruft zu einem Sturmgebet gegen das Corona-Virus auf. 

Weltweites Gebet am Freitag um 18 Uhr

Vatikan. Papst Franziskus hat für Freitag um 18.00 Uhr zu einem weltweiten Gebet im Zeichen der Corona-Pandemie aufgerufen. Zum Abschluss des Gebetes wird Papst Franziskus auf dem Petersplatz in Rom den Segen „Urbi et Orbi“ spenden. Bischof Wiesemann ruft die Gläubigen dazu auf, sich an dem Gebet zu beteiligen: „Lassen wir so eine sichtbare Gebetskette entstehen, die Hoffnung vermittelt.“

Üblicherweise spendet der Papst zweimal im Jahr diesen besonderen Segen: an Ostern und an Weihnachten. Auch der erste feierliche Segen eines Papstes unmittelbar nach seiner Wahl ist ein „Urbi et Orbi“. Entwickelt hat sich der Segen im Mittelalter; an der alten Fassade der päpstlichen Bischofskirche San Giovanni in Laterano in Rom ist die Segensloggia bis heute erhalten. Der „Urbi et Orbi“ gilt zunächst der Stadt Rom, weil der Papst als Nachfolger des hl. Petrus Bischof von Rom ist. Dem „Erdkreis“ gilt er angesichts der weltweiten geistlichen Verantwortung des Papstes. Der Empfang des mit einem „Urbi et Orbi“ verbundenen vollkommenen Ablasses ist seit 1967 über das Radio, seit 1985 im Pontifikat von Johannes Paul II. auch über das Fernsehen möglich – und seit 1995 auch durch Übertragungen im Internet.

Der Ablass bezieht sich nach katholischer Lehre auf alle zeitlichen Sündenstrafen. Voraussetzung für seinen Erhalt ist, dass die jeweilige Schuld durch Beichte, Kommunionempfang und Gebete sowie Werke der Buße schon getilgt ist. Wie Papst Franziskus unlängst erläutert hat, gilt in diesen besonderen Zeiten der Corona-Pandemie, dass man sich zur Vergebung der Sünden direkt an Gott wendet, insoweit die persönliche „Ohrenbeichte“ bei einem Priester nicht möglich ist.

BR Fernsehen und ARD-alpha senden das Gebet und den Segen "Urbi et Orbi" am 27. März 2020, ab 18.00 live. 

 

Text/Foto: Vatican News