Montag, 13. Juli 2020

Jesuiten bleiben in Ludwigshafen

Heinrich Pesch Haus 

Bistum Speyer und Jesuiten unterstützen Heinrich Pesch Haus für weitere zehn Jahre

Ludwigshafen. Es ist ein wichtiges Zeichen der Beständigkeit und des Engagements: Ende Juni haben die beiden großen Partner des Heinrich Pesch Hauses, das Bistum Speyer und der Jesuitenorden, vertraglich zugesichert, das Heinrich Pesch Haus (HPH) in Ludwigshafen für weitere zehn Jahre zu unterstützen.

Träger der Akademie des Bistums Speyer ist ein gemeinnütziger Verein, dem die Diözese Speyer, der Jesuitenorden und die katholischen Gesamtkirchengemeinden Ludwigshafen und Mannheim angehören. „Die Zusammenarbeit und der Trägerverein haben sich bewährt“, sagt Pater Tobias Zimmermann SJ, der Direktor des Heinrich Pesch Hauses. Vor zehn Jahren, als sich das Bildungshaus in einer Krise befand, wurde der erste Vertrag geschlossen. „Auch jetzt, angesichts der Pandemie-Krise, ist die Vertragsverlängerung ein wichtiges Zeichen der Beständigkeit“, betont Pater Zimmermann.

Der Jesuitenorden wird das HPH weiterhin personell und finanziell unterstützen, das Bistum Speyer setzt seine finanzielle Unterstützung fort. Die Vertragsverlängerung und das Engagement der beiden großen Partner sind für den Direktor des HPH ein Zeichen der Wertschätzung der Arbeit der Akademie und die Basis für zukünftige Projekte. „Denn wir haben uns Großes vorgenommen“, blickt Tobias Zimmermann in die Zukunft: „Gemeinsam entwickeln wir die Heinrich-Pesch-Siedlung“. Dazu brauche es Verlässlichkeit, die mit dem Vertrag gegeben sei.

Das Heinrich Pesch Haus (HPH) ist eine Bildungseinrichtung und ein Begegnungsforum für gesellschaftliche Gestalter und Menschen jeden Alters. Es ist ein Ort für Lernen und Austausch, zum Begegnen, Nachdenken und gemeinsamen Entwickeln von Perspektiven. „Sich bilden kann auf vielfältige Weise erfolgen, ob persönlichkeitsbildend, berufsbezogen, religiös oder gesellschaftspolitisch – und gelingt, wenn der Funke überspringt und Menschen sich entfalten können“, sagt Ulrike Gentner, Direktorin Bildung im HPH. „Die Bildungsangebote im HPH begleiten Menschen bei der Suche nach Orientierung, Mitbestimmung, Lebensgestaltung und beim Verstehen komplexer Zusammenhänge.“

Das Heinrich-Pesch-Haus ist das Kompetenzzentrum zur Qualifizierung von Mitarbeitervertretungen aus dem  Südwesten Deutschlands. Bei den Schulungen für Mitglieder der Mitarbeitervertretungen kirchlicher Einrichtungen (MAV) werden Fragen aus Arbeitsrecht und Tarifrecht ebenso aufgegriffen wie aktuelle Themen, beispielsweise Mobbing.

Mit dem Zentrum für Ignatianische Pädagogik (ZIP) und der Familienbildung setzt das Heinrich-Pesch-Haus einen starken Akzent auf die Pädagogik quer durch verschiedene Altersstufen. Das Zentrum für Ignatianische Pädagogik (ZIP) begleitet Fachabteilungen, Schulleitungen und Schulgemeinschaften in Schulentwicklungsprozessen. Es setzt einen Schwerpunkt auf die Qualifizierung von pädagogischen Fachkräften in Schulen und Internaten als Führungskräfte, und unterstützt Lehrende mit Fortbildungen zu Persönlichkeitsbildung und Unterricht im digitalen Kulturwandel. Schwerpunkte, die in der Situation des Unterrichts unter den Bedingungen der Pandemie aktueller sind denn je. „Bilden, bewegen, begeistern“ lautet das Motto der Familienbildung im Heinrich Pesch Haus. Zweimal im Jahr erscheint ein Programm voll mit Angeboten für die ganze Familie wie für Fachkräfte. Für Jugendliche veranstaltet das HPH Seminare und Projekttage zu gesellschaftspolitischen Themen.

Das ZEFOG – Zentrum für Ethik, Führung und Organisationsentwicklung im Gesundheitswesen ist an das HPH angebunden. Das ZEFOG-Team berät, bildet und unterstützt Mitarbeitende und Führungskräfte in den Bereichen Ethik konkret, Führung und Personalentwicklung sowie Organisationsentwicklung.

Zu den weiteren Bildungsbereichen gehören Religion und Spiritualität sowie Ethik in Wirtschaft und Gesellschaft. Da geht es etwa über Kirche im Wandel und den interreligiösen Dialog oder um die Frage, wie sich eine menschenwürdige Gesellschaft gestalten lässt.

Das HPH bietet als Tagungshaus mit der Aula (bis zu 400 Sitzplätze), dem Konferenzsaal (bis zu 120 Sitzplätze) sowie 18 weiteren Seminarräumen auch für Tagungen externer Veranstalter den passenden Rahmen. Alle Tagungsräume sind mit moderner Medientechnik ausgestattet. Hier können auch Web-Seminare durchgeführt werden. Das angeschlossene 3*-Heinrich Pesch Hotel verfügt über 58 Einzel- und 18 Doppelzimmer und das Küchenteam verwöhnt alle Hausgäste mit saisonaler und regionaler Küche.