Montag, 27. Juli 2020

Corona-Solidaritätswanderung rund um das Kloster Esthal

Dr. Monika Bossung-Winkler (links), Referentin für Globales Lernen, gab bei einem Haltepunkt einen Einblick in die Situation der Bevölkerung in Ecuador. 

Religionslehrer- und lehrerinnen und Lehramtsstudierenden wandern auf Einladung der Abteilung Religionsunterricht unter dem Motto „Verantwortung füreinander!“ auf dem Brunnenweg

Esthal. Unter dem Leitgedanken „Verantwortung füreinander“ trafen sich auf Einladung der Abteilung Religionsunterricht am 11. Juli eine Gruppe von 40 Religionslehrer/innen und Lehramtsstudierenden im Kloster Esthal um gemeinsam bei strahlendem Sonnenschein eine Corona-Solidaritätswanderung zu unternehmen.

Gestärkt mit einer guten Tasse Klosterkaffee startete die Gruppe ihre Wanderung. Zuvor fand eine Kurzandacht in der Klosterkirche statt. Dabei stimmten Religionspädagoge, Stefan Schwarzmüller, und Religionslehrerin, Géraldine Wagner, die Teilnehmer/innen mit einem szenischen Anspiel auf die Thematik des Tages ein. Die ca. 12 km lange Wanderung führte rund um Esthal über Teile des Brunnenrundweges.

Dr. Monika Bossung-Winkler, Referentin für Globales Lernen, gab bei einem kurzen Haltepunkt am Römerbrunnen einen Einblick in die Situation der Bevölkerung in Ecuador. Dort werden mehr als 10.000 Tote in Verbindung mit Covid-19 gebracht. In einer Schweigeminute für alle Corona Opfer in den Großstädten des globalen Südens wurde die weltweite Verbindung zum Greifen nahe.
Der Goldbrunnen, ein Naturdenkmal, das einst der Gemeinde zur Wasserversorgung diente, lud ein zu einer Wassermeditation, die Cäcilia Weis, Religionslehrerin i.R. mit der Gruppe hielt. Es war eine kleine "Aus-zeit" mit diesem ganz besonderen Brunnen, die von der gesamten Gruppe genossen wurde. Zufrieden, schwitzend und leicht ermüdet kehrten die Wanderer gegen 15.00 ins Kloster Esthal zurück.

Der abschließende Impuls von Petra Gaidetzka, Bildungsreferentin bei Misereor, über die Auswirkungen der Corona-Pandemie in Indien, das auf Platz drei der weltweit meist betroffenen Länder mit Coronainfektionen liegt, führte der Gruppe unter anderem die Lebensumstände der Obdachlosen (pavement dwellers) vor Augen. Mit den Worten: "Homeless lives matter“ – auch die Leben der Obdachlosen sind wertvoll – Jedes Leben ist wertvoll, leitete die Referentin eine Gedenkminute ein, und schloss dann ihre Ausführungen mit einem Gebet.

Der Gemeinschaftstag endete in geselliger Runde mit einer gemeinsamen "Mahlzeit aus dem Rucksack". Die Hildegardisschwestern aus Pirmasens, die seit Beginn der Pandemie, die Gebetsanliegen der Studierenden aus Landau in ihr Gemeinschaftsgebet integriert hatten, begleiteten den Tag mit ihrem Gebet.

Text und Fotos: Birgitta Greif