Dienstag, 28. Juli 2020

Fantasievolle Schultüten für strahlende Kinder

 

Mit einem „Auto-Kino“, das Musik, Theater und buntes Spektakel unter dem Motto „Regenbogen“ verband, wurden am Freitag die Vorschulkinder des Integrativen Kindergartens im Caritas-Förderzentrum St. Laurentius und Paulus in Landau-Queichheim verabschiedet.

Landau-Queichheim. Mit strahlenden Augen verfolgten die Vorschulkinder das kreative Programm ihrer Verabschiedung - besonders bei der gewitzten Schultüten-Übergabe. „Komm, lass die Welt in Regenbogenfarben erstrahlen“, tönte es zum Auftakt der kleinen Feier auf dem sonnigen Platz mit Bänken und Sonnenschirmen. Das Publikum, die Eltern der Vorschulkinder, saßen auf Bierbänken vor ihren Autos auf dem Kiga-Parkplatz, den sie wegen der Abstands- und Hygieneregeln nicht verlassen durften.

Moderatorin Nora Tesch, Diplom-Psychologin im Integrativen Kiga, begrüßte die Gäste zu dem besonderen Fest, bei dem der Abschluss-Gottesdienst leider wegen der Corona-Pandemie entfallen musste. Doch die Lockerungen ermöglichten es, einen Abschied im Auto-Kino-Stil zu gestalten. Die Besucher erwartete ein buntes Spektakel mit Musik und Theater zum Thema Regenbogen, der hoffnungsspendend durch die Corona-Zeit trug.

Dem Team war es wichtig, nach der belastenden Zeit (und Schließung) den Kindern und allen Beteiligten nun „etwas Besonderes zu bieten“, betonte die Moderatorin. Das Programm sei ein Teamwerk, gestaltet mit viel Kreativität, Flexibilität und Optimismus, lobte Nora Tesch unter Applaus. Vor und an der zentral platzierten Stellwand in leuchtendem Blau als Himmelssymbol wurde mit Fachkräften die „Geschichte vom Regenbogen“ aufgeführt, nach der sich alle Farben der Welt trafen und darüber stritten, wer die wichtigste sei. So fand sich Rot als Farbe der Liebe am bedeutendsten. Orange hielt sich als Farbe der Gesundheit für wesentlicher. Gelb unterstrich ihren Wert als Wärme- und Sonnenfarbe, Grün als die der Natur; Blau als die des Meeres und des Himmels, und Lila sah sich als zu bewunderte Farbe der Könige an.

Das große Streiten, Keifen und Meckern gipfelte im Chaos, als es plötzlich blitzte, donnerte und regnete. Der Regen erhob die Stimme und stellte klar, dass jede Farbe eine ganz eigene Aufgabe habe. Sie hätten eben „ganz unterschiedliche Stärken“ und seien daher „alle wichtig“, hieß es. Und weiter sagt er zu den erstaunten und etwas beschämten Farben: „Am schönsten ist es, wenn ihr euch zusammentut und in den Himmel heraufkommt“, empfahl er ihnen. Was diese flugs taten. Als erste Farbe stieg das Rot auf und legte sich über die Wolken, gefolgt von allen anderen, die es ihr gleichtaten. Das Fazit des Regens: „Von jetzt an werdet ihr bei jedem Regen, bei dem die Sonne scheint, gemeinsam als eine Farbenpracht am Himmel stehen. Die Menschen werden sich unter euch glücklich und hoffnungsvoll fühlen und euch Regenbogen nennen“.

Was ihnen einleuchtete und froh über ihre neue und gemeinsame Aufgabe riefen sie im Chor: „Wir sind alle wichtig“. Ein schöner bunter Regenbogen war indessen am Plakathimmel zu erkennen, den die jeweiligen Sprecher der Farben einzeln aufmalten.

Unter dem Regenbogen wurde dann den Kindern „ein Tor in eure Zukunft“ geöffnet. Dabei legten  Mitarbeiter große Bahnen – Leinentücher in Regenbogenoptik – als Weg durch das Tor, hin zu den Eltern. Beim Singen des Lieds „Ich schenk dir einen Regenbogen“ packte Gruppenfachkraft Christina Hellmann, im Zentrum des Platzes sitzend, eine exemplarische Schultüte und zeigte die Inhalte Regenbogen, Seifenblasen, Kieselstein, weiße Wolke, Luftballon und Kuchenherz.

Schließlich  kam der Höhepunkt für die Vorschulkinder - die Übergabe der Schultüten. Beim dem Lied „Wir rufen deinen Namen, komm in den Kreis und hol‘ dir ein Zeichen“ wurden die zwölf Kinder (von insgesamt 15) einzeln mit begleitenden Fachkräften durch das Regenbogentor zu einem Kreis geführt, wo sie ihre jeweiligen Tüten erhielten, die zuvor in einem Bollerwagen versteckt waren. Voll Stolz, mit strahlenden Gesichtern, lachend, einige mit Jauchzen, nahmen sie ihre bunten, fantasievoll gestalteten Tüten entgegen und liefen auf ihre in einem anderen Kreis stehenden Eltern zu. Allesamt im weißen T-Shirt, vorn mit Regenbogenmotiv, rückseitig mit Namen, Handabdruck und dem Schriftzug „Schulkind 2020“.

Freilich gab es auch Blumen und Geschenke für das rührige Kindergarten-Team, darunter ein rollendes Pflanzen- und Kräuterbeet, das Elternsprecherin Vanessa Mühl an die Kiga-Leiterin Judith Gerhard und Moderatorin Nora Tesch übergab. Diese dankten dafür und allen Beteiligten des Fests in ihren Abschiedsworten und wünschten den Kindern, dass sie die Ferien genießen mögen. Den einfühlsamen Segen sprach eine Mutter eines der Vorschulkinder, bevor die Familien in ihre Autos stiegen, um im Konvoi hinausgeleitet zu werden. Bei dieser bewegenden Schlussrunde zum Lied „Komm, lass die Welt erstrahlen in Regenbogenfarben“, stiegen Seifenblasen auf, wurde kräftig gewunken und erhielt jedes Kind ein Portfolio als Erinnerung an seine Kiga-Zeit. 

Text/Foto: Maria Hirsch für den Caritasverband für die Diözese Speyer