Dienstag, 08. März 2016

Familienbund spricht sich für Landesfamiliengeld aus

 

Verband begrüßt Ankündigung im Programm der rheinland-pfälzischen CDU

Speyer. Der Familienbund der Katholiken im Bistum Speyer begrüßt die Ankündigung der rheinland-pfälzischen CDU im Falle eines Wahlsieges ein Landesfamiliengeld einführen zu wollen.
 
Familien benötigen mehr und zugleich verschiedenartige Unterstützungsleistungen, so die kommissarische Vorsitzende Hede Metz heute in Speyer. Neben Betreuungsplätzen benötigten insbesondere junge Eltern auch finanzielle Unterstützung zur Bewältigung des Alltags.
 
Der Familienbund spricht sich daher für ein Landesfamiliengeld als Anschlussleistung an das Elterngeld aus. Nach wie vor würden mehr als die Hälfte aller Mütter nicht gleich nach Auslaufen des Elterngeldbezuges an den Arbeitsplatz zurückkehren. Diesen sei mit einem Familiengeld im zweiten und dritten Lebensjahr sicherlich gut geholfen. Dadurch erhielten die jungen Eltern ein Stück mehr Wahlfreiheit, ob und wann sie ihr Kind in eine Tagesstätte bringen möchten oder welche alternativen Unterstützungsleistungen – wie etwa eine Tagesmutter oder Babysitterstunden - sie sich mit dem Familiengeld einkaufen können.

In diesem Zusammenhang verdiene auch die Initiative der Tagesmütter in Speyer und Umgebung erwähnt zu werden. Die Speyerer Tagesmütter kritisieren, dass die Landesregierung, im Gegensatz zu anderen Bundesländern, ausschließlich auf die Kindertagesstätte setze und für die Lage der Eltern, die auf Tagesmütter angewiesen seien, keinerlei Verständnis aufbringe (Die Rheinpfalz vom 7. März 2016).
 
Denn was in der öffentlichen Diskussion, so die kommissarische Vorsitzende Metz, häufig vergessen würde: die meisten Kleinkinder in Rheinland-Pfalz werden bis zum dritten Lebensjahr von ihren Eltern betreut und nehmen erst zu einem späteren Zeitpunkt einen Kindertagesstättenplatz in Anspruch.

Text: Familienbund