Mittwoch, 13. April 2016

Flüchtlinge beteiligen sich an der Aktion „Saubere Stadt“

 

Engagement in Ludwigshafen

Ludwigshafen.„Wir leben als Flüchtlinge in Deutschland. Wir wollen in Deutschland arbeiten und mit dem deutschen Volk in Frieden leben. Wir haben viel Liebe von den Menschen erfahren und hoffen, sie nicht zu enttäuschen. Deswegen haben wir uns an der Aktion Saubere Stadt beteiligt.“ Das sagt Rebar Oso.

Der junge Mann lebt in der Flüchtlingsunterkunft in der Mannheimer Straße. Wie er beteiligten sich rund 20 weitere Bewohner an der Aktion „Saubere Stadt“ am vergangenen Samstag. Dabei reinigten sie die Mannheimer Straße vom Heinrich Pesch Haus bis zum Ortseingang Oggersheim sowie die Wege um die Bezirkssportanlage In den Neugärten.

Nach der Aktion gab es noch ein kleines Fest im Hof des Flüchtlingscamps. Die interne Planung lag bei drei Flüchtlingen - Hamza Ramo, Mustafa Osman und Rebar Oso - , die die Aktion sofort begeistert aufgriffen, als Paul Ernsting ihnen davon erzählte. Ernsting ist unter anderem in den Sprachkursen des HPH ehrenamtlich engagiert. Seine Intention war, die Flüchtlinge dafür zu sensibilisieren,  dass sie ihre Abfälle nicht achtlos an Ort und Stelle entsorgen. „Aber die Aktion sollte den Bürgern auch zeigen, dass die Flüchtlinge an unserem Leben teilnehmen wollen, dass sie sich integrieren möchten und dass ihnen auch Chancen zur Integration gegeben werden sollten“, so Ernsting.

Ähnlich sehen das auch die jungen Männer: „Wir sind dankbar, hier aufgenommen worden zu sein, und möchten uns engagieren und helfen, wo wir können“, sagt beispielsweise Hamza Ramo. Und Mustafa Osman denkt: „Wir alle, auch wir Flüchtlinge, sind verantwortlich für den Schutz der Umwelt und die Pflege der Natur.“

Text: Brigitte Deiters