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Freitag, 08. Juli 2016

Über 1.600 Besucher bei der Ausstellung „Flucht weltweit“

Bistum Speyer und Caritasverband ziehen positive Bilanz zu zweiwöchiger Tour des Missio Trucks durch die Pfalz und den Saarpfalzkreis

Land, Kommunen und Kirche vereint zum Thema "Flucht und Integration" (v.l.n.r.) missio-Begleiter Tété Agbodan, Schulrätin Dr. Irina Kreusch, Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, Domkapitular Karl-Ludwig Hundemer, Dekan Andreas Sturm, Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener, Gertrud Fickinger (KEB), Steffen Glombitza, AK Asyl, Sandy Will, kommunale Frauenbeauftragte und Michael Krischer, missio. 

Speyer. 14 Tage, 10 Standorte, über 1.600 Besucherinnen und Besucher – das ist die rein zahlenmäßige Bilanz der Aktion „Flucht weltweit“ im Bistum Speyer, die am Freitagabend in Neustadt zu Ende gegangen ist. Vom 25. Juni bis 8. Juli war der missio-Truck, eine multimediale Ausstellung des Internationalen Katholischen Hilfswerks Missio, im gesamten Bistum unterwegs. Vor allem Schüler- und Jugendgruppen besuchten die Mit-Mach-Ausstellung und informierten sich damit über Fluchtursachen. Regionale Angebote der Caritas und örtliche Arbeitskreise unterstützten die Aktion.

Der große Truck war für manchen Schulhof und Innenstadt eine Herausforderung. Umso größer war das Staunen der Schüler, wenn sie morgens vor Schulbeginn den LKW vor ihrer Schule stehen sahen. Direkt waren die pädagogischen Begleiter, Caritas-Mitarbeiter und Gruppen im Gespräch vor der Landkarte, die an der Truck-Tür stand. Wo ist der Kongo, wo Syrien? Manche Jugendliche, die selbst geflüchtet waren, zeigten ihren Weg der Flucht. Andere waren erstaunt, wieviel das Leben woanders mit dem eigenen zu tun hat, zum Beispiel durch das eigene Konsumverhalten und Handy, dessen Wertstoffe durch Sklavenarbeit im Kongo gewonnen werden. „Das hätte ich nicht gedacht, dass eine Flucht so schlimm ist. Ich kann mir das einfach nicht vorstellen“ berichtet eine Schülerin aus Otterberg.

Ziel der Aktion war es, mit Menschen zum Thema Flucht und Integration ins Gespräch zu kommen und zu sensibilisieren. „Viele Fragen, Sorgen und Ängste kommen zum Vorschein, wenn man mit Interessierten und Neugierigen dazu spricht“, erklärt Bernward Hellmanns, der als Caritas-Experte zum Thema seit langem genau diese Fragen kennt.

In der Eröffnung in Speyer betonte Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, dass Menschen hinter den Zahlen stünden. Dass der Truck und die Aktion auch politisch hohe Aufmerksamkeit fanden, erfreut die Initiatorin des Projektes Dr. Irina Kreusch von der Bischöflichen Schulabteilung besonders: „Wir konnten in Speyer die neue Integrationsministerin Anne Spiegel begrüßen, die ihre Hochachtung vor dem kirchlichen Einsatz aussprach.“ Die kirchlichen Angebote des Projekts „Flucht weltweit“ sind an den Schulen sehr gut angenommen worden, neue Kontakte und Aktionen sind entstanden. Auch der Besuch der saarländischen Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer in Blieskastel gemeinsam mit dem Caritas-Vorsitzenden Domkapitular Karl-Ludwig Hundemer und ihr Dank an die Ehrenamtlichen ermutigte viele Engagierte. Bildung zeige sich als Lebensorientierung und geschehe von Mensch zu Mensch, zog auch Erhard Steiger von der Katholischen Erwachsenenbildung positiv Bilanz.

Der Dank der Organisatoren - der Bischöflichen Schulabteilung, der Caritas und der Katholischen Erwachsenenbildung – geht an alle Beteiligten, die den Truck vor Ort begleitet haben, ebenso wie an die beiden Fahrer Christian Janson und Martin Wasem, beide Mitarbeiter von Mercedes Benz, die den Truck ehrenamtlich gefahren und damit die Aktion „Flucht weltweit“ in die Pfalz und den Saarpfalzkreis gebracht haben. „Der schwergewichtige Publikumsmagnet Missio-Truck zu einem schweren Thema hat damit vor der Haustür zum Besuch eingeladen“, so Irina Kreusch, die von intensiven Gesprächen und vielen neuen Anstößen in den zwei Wochen der Tour berichtet. So habe eine Besucherin aus Speyer nach dem Besuch der Ausstellung direkt gefragt: „Was kann ich tun?“

Weitere Informationen: www.teile-und-helfe.de

Text: is / Foto: Daum

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