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In dieser Übersicht finden Sie alle Dekanate im Bistum Speyer.

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Sonntag, 10. Juli 2016

Aussendung in den seelsorglichen Dienst

Beauftragungsfeier für vier Pastoralassistenten mit Weihbischof Georgens im Speyerer Dom

Vor Beginn des Aussendungsgottesdienstes in der Domsakristei (von links): Melanie Müller, Katrin Ziebarth, Weihbischof Otto Georgens, Christoph Raupach, Katja Kirsch und Diözesanreferent Matthias Zech. 

Speyer. Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes im Speyerer Dom hat Weihbischof Otto Georgens am heutigen Sonntag drei Frauen und einen Mann zum pastoralen Dienst im Bistum Speyer beauftragt: Katja Kirsch aus Hochspeyer, Katrin Ziebarth aus Weingarten, Melanie Müller aus Landau und Christoph Raupach aus Rohrbach. Sich in den Dienst der Kirche, in den pastoralen Dienst des Bistums zu stellen, bedeute, sich in den Dienst Gottes zu stellen, erklärte Weihbischof Georgens zu Beginn des Gottesdienstes. Er forderte die Pastoralassistenten dazu auf, „Botinnen und Boten der Barmherzigkeit Gottes“ zu sein.

In seiner Predigt erinnerte Georgens daran, dass in allen großen Religionen Gott nicht am Menschen vorbei handele, sondern „Mitliebende“ brauche und Menschen „für sich in Dienst“ nehme. Der Weihbischof verwies auf das Evangelium vom barmherzigen Samariter. Die Frage eines Schriftgelehrten nach dem richtigen Weg zum ewigen Leben beantworte Jesus mit dieser Geschichte über ein Beispiel tatkräftiger Nächstenliebe. Er mache damit deutlich, dass es in jeder Situation darum gehe, barmherzig zu handeln. „Das heißt, es kommt entscheidend auf dich selbst an. Du musst die Augen aufmachen, dann wirst du lauter Menschen entdecken, die deine Hilfe brauchen", so der Weihbischof. Und es stecke auch „eine gehörige Portion Kirchenkritik“ in dem Gleichnis, wenn beschrieben werde, dass gerade Priester und Levit keine Hilfe leisteten. Georgens warnte deshalb davor „den kirchlichen Betrieb und seine reibungslose Abwicklung für das Wichtigste zu halten“ und deswegen den Kern der Botschaft Jesu zu vergessen: „Die erbarmende Liebe, das Mitleiden mit allen Gequälten, die spontane Bereitschaft zur Hilfe“. Ob ein Christ fromm sei oder nicht entscheide sich in seinem Umgang mit demjenigen, dem er begegne und der ihn brauche.

Mit einem Handschlag und der Überreichung der Heiligen Schrift sandte Weihbischof Georgens die vier Beauftragten an ihre erste Stelle aus, die sie zum 1. August antreten. Katja Kirsch (28), die ihre Praktikumszeit während des zweijährigen Pastoralkurses in der Pfarrei Heiliger Bruder Konrad in Martinshöhe absolvierte, wird als Pastoralassistentin in der Pfarrei Heiliger Remigius in Kusel tätig sein. Melanie Müller (30) wird in der Pfarrei Heilige Katharina von Alexandria in Hauenstein arbeiten. Sie war während der pastoralpraktischen Ausbildung in der Gemeinde Kaiserslautern St. Maria und – unterbrochen durch ein Jahr Elternzeit – in Neustadt St. Marien tätig. Für Katrin Ziebarth (38) beginnt der Einsatz im pastoralen Dienst nach ihrer Praktikumszeit, die sie in der Pfarrei Heilig Kreuz in Gersheim absolvierte, jetzt in der ehemaligen Projektpfarrei Franz von Assisi in Queidersbach. Die Wirkungsstätte von Christoph Raupach (52), der während seines Praktikums in der Pfarrei Heiliger Christophorus in Wörth arbeitete, wird die Pfarrei Seliger Paul Josef Nardini in Pirmasens sein.
Alle vier Pastoralassistenten haben an der Universität Mainz Theologie studiert.

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom Mädchenchor, den Domsingknaben und dem Domchor unter der Leitung von Domkapellmeister Markus Melchiori und Domkantor Joachim Weller. An der Orgel spielte Domorganist Markus Eichenlaub.
Konzelebranten der feierlichen Messe waren Generalvikar Dr. Franz Jung, Domdekan Dr. Christoph Kohl, Domkapitular Josef Szuba, Regens Markus Magin, Spiritual Markus Horbach und Neupriester Walter Höcky. Aus den Praktikumspfarreien der vier Pastoralassistenten nahmen zahlreiche Ministrantinnen und Ministranten teil sowie Kolleginnen und Kollegen der Beauftragten.

Insgesamt gibt es im Bistum Speyer zurzeit 108 Pastoralassistenten/-referenten. Etwa die Hälfte ist in der Pfarrseelsorge tätig, rund ein Drittel als Religionslehrerin oder Religionslehrer, die übrigen arbeiten in der außerordentlichen Seelsorge in Krankenhäusern und Gefängnissen oder als Bildungsreferenten und in der kirchlichen Verwaltung. Die Pastoralassistenten erhalten ihre Ausbildung im Theologiestudium an einer Universität und in einem zweijährigen pastoralpraktischen Kurs im Priesterseminar in Speyer. Nach der Beauftragung folgt zunächst eine dreijährige Tätigkeit als Pastoralassistent, bevor ihnen nach der zweiten Dienstprüfung der Titel Pastoralreferent verliehen wird.

Text/Foto: is

Die Predigt von Weihbischof Georgens im Wortlaut

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