Montag, 11. Juli 2016

41 junge Menschen aus dem Bistum reisen zum Weltjugendtag

 

Start zur Reise nach Krakau am 19. Juli

Speyer. Am 19. Juli werden sich 41 Jugendliche und junge Erwachsene aus dem Bistum Speyer auf den Weg zum Weltjugendtag nach Polen machen. Bis zum 24. Juli werden sie in der Diözese Kattowitz zu Gast sein bevor es dann weiter nach Krakau geht. Am 1. August kehren die jungen Pilgerinnen und Pilger nach Hause zurück. Der Weltjugendtag steht in diesem Jahr unter dem biblischen Leitspruch: „Selig die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden".

Die Zeit in Kattowitz wird ganz im Zeichen der Begegnung stehen. Die jungen Männer und Frauen aus der Pfalz leben in Gastfamilien und tauchen damit in die polnische Spiritualität und das Alltagsleben junger Menschen im oft sehr unbekannten Nachbarland ein. Diözesanjugendseelsorger Carsten Leinhäuser freut sich auf die Tage in der Gastpfarrei. Er hat bereits die Weltjugendtage in Paris, Rom, Madrid und Rio erlebt und schätzt die familiären Kontakte sehr: „Auch in Polen werden wir in Familien leben und Land und Leute kennen lernen. Bei den vergangenen Weltjugendtagen war diese Woche immer besonders intensiv und bewegend."

Viele Kontakte aus den Zeiten in den Gastfamilien weltweit bestünden auch Jahre nach den Begegnungen noch immer. Das freut den Weltjugendtagsprofi Leinhäuser, der auf ebenso gute Freundschaften in Polen hofft. Höhepunkt der Begegnungstage in der Diözese Kattowitz wird die Pilgerfahrt nach Piekary Slaskie sein. Gemeinsam mit tausenden Weltjugendtagspilgerinnen und –pilgern werden sich die jungen Frauen und Männer aus dem Bistum Speyer auf den Weg zum Wallfahrtsort machen. Prominente Unterstützung bringen sie dabei gleich selbst mit: Der Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann, der auch deutscher Jugendbischof ist, trifft sich mit den Weltjugendtagsreisenden aus seiner Diözese zu Begegnung und Gespräch.

An die Tage in den Gastpfarreien schließt sich der eigentliche Weltjugendtag in Krakau an. Leinhäuser mag den Wechsel zwischen Orten und Angeboten: „In den Gastpfarreien tauchen wir in das Leben der jungen Polinnen und Polen ein und lernen ihre Welt kennen. Beim Jugendfestival treffen wir uns mit Jugendlichen aus der ganzen Welt und stellen Krakau auf den Kopf", sagt er.

Bevor die Speyerer Gruppe in die Krakauer Festivalstimmung eintauchen wird, stehen für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Katechesen und der Dialog mit den Bischöfen auf dem Programm. Auch hier wird der Austausch mit den jungen Polinnen und Polen und mit weltweitem Katholizismus eine wichtige Rolle spielen. Leinhäuser, der auch Diözesanvorsitzender des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) ist, interessiert sich insbesondere für die politische Haltung junger Menschen im Nachbarland: „Ich bin gespannt auf den Austausch. Mich interessiert, wie junge Leute in Polen über den Rechtsruck in ihrem Land denken. Darüber, wie sie ihren Glauben (er)leben. Darüber, was sie über Europa denken.“ Die Chance zum direkten Gespräch möchte er auf jeden Fall nutzen, bevor es abends zum großen Treffen mit Papst Franziskus geht.

Ein besonderes Erlebnis werden sicher die Abschlussfeiern auf dem „Campus Misericordiae“ werden. Dort werden jungen Menschen aus der ganzen Welt gemeinsam mit Papst Franziskus Gottesdienst feiern. Die Speyerer Gruppe wird auch auf freiem Feld übernachten. Ein besonderes Erlebnis: „Die Nacht auf dem Campus wird für viele Jugendliche sicher das Highlight des Weltjugendtages. Das Gefühl, mit einer Million Jugendlichen auf einem großen Feld zu übernachten und den Papst zu treffen ist einzigartig und unvergesslich“, weiß Leinhäuser aus der Erfahrung anderer Weltjugendtage.

Text: BDKJ