Dienstag, 12. Juli 2016

Wegweisende Arbeit in starker Gruppe

Teilnehmerinnen des Palliativ Care-Basiskurses 

Caritasverband überreichte Zeugnisse an zwölf Teilnehmerinnen des Palliativ Care-Basiskurses im Neustadter Herz-Jesu-Kloster

Neustadt. Es ist bereits das achte Jahr in Folge, in dem Angestellte unterschiedlicher Betreuungs- und Pflegeeinrichtungen in der Diözese Speyer im Palliativ-Bereich fortgebildet worden sind. Der 160 Stunden umfassende, auf 20 Tage verteilte Kurs hat nichts an Bedeutung eingebüßt. Das zeigte das Engagement der zwölf Frauen, die sich über diesen Zeitraum intensiv mit dem Thema auseinandersetzten. Zu Ende gegangen ist die Weiterbildung mit der Zeugnisübergabe im Bildungszentrum Herz-Jesu-Kloster in Neustadt durch den Caritasvorsitzenden Domkapitular Karl-Ludwig Hundemer.

Am letzten gemeinsamen Tag wurde im internen Kreis Bilanz gezogen über das, was war und was bleibt. Viermal waren die Mitarbeiter der stationären und ambulanten Altenpflegeheime und Sozialstationen je eine Woche lang im Jahresverlauf  zusammengekommen, um den Begriff Palliativ-Care inhaltlich mit Leben zu füllen. Zur Seite standen ihnen dabei versierte Referenten, die wesentlich zum Erfolg des Basiskurses beitrugen.

Beispielhaft nannte Michaele Günter, die den Kurs gemeinsam mit Marita Seegers federführend leitete, Heribert Kambschroer. Von Anfang an ist der Diplom-Theologe dabei und beschäftigt sich gemeinsam mit den Teilnehmern mit den vielen Gesichtern, die die Trauer vorzuweisen hat. „Einige Teilnehmerinnen haben sich zu seinem Aufbaukurs angemeldet“, informierte Kursleiterin Michaele Günter und bestätigte die positive Wirkung, die der Referent erzielte. Das gleiche galt für seine Kollegen, die die Kursteilnehmer in großer Zahl während ihrer Zeit im Bildungszentrum anleiteten und begleiteten.

Organisiert wird der Palliativ-Care Basis-Kurs vom Ökumenischen Hospizdienst Pfalz/Saarpfalz der Caritas in Gemeinschaft mit der Edith-Stein-Akademie der Marienhaus Unternehmensgruppe in Neuwied. Wissen rund um die Themen Behandlung, Pflege und Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen sollen sich die Interessenten dabei aneignen, indem unterschiedliche Aspekte beleuchtet und neue Methoden für die tägliche Arbeit vermittelt werden.

„Die Gruppe war sehr stark. Die tolle Teamverbundenheit war täglich zu spüren“, lobte Michaele Günter. Bei der Reflexion sei die innere Stärkung zu spüren gewesen, die sie durch den Basiskurs mitgenommen haben. Vielfältig und tiefgründig, in den meisten Fällen mit viel Emotion verbunden, waren die besprochenen Aspekte der intensiven Arbeit innerhalb der Gruppe. Geprägt wurde deren Auseinandersetzung mit dem Thema in besonderer Weise durch den Besuch des stationären Hospizes in Speyer in der vierten Block-Woche. „Der Termin ist von der ersten Stunde an fest gesetzt im Programmverlauf“, betonte Günter.

Den Palliativ-Gedanken in ihre Einrichtungen hineinzutragen und auf eine breitere Basis zu stellen, wünschen sich alle Teilnehmerinnen. Den Basiskurs verstehen sie als wegweisenden Meilenstein für ihre jeweiligen Arbeitsprozesse und Tätigkeitsfelder.

Kontakt: Marita Seegers, Ökumenische Hospizhilfe Pfalz/Saarpfalz, Telefon 06232/209-197, E-Mail: marita.seegers@caritas-speyer.de

Text / Foto: Susanne Kühner