Freitag, 15. Juli 2016

Die Zeichen stehen auf „ökumenisch“

Gisela Scherer und Christoph Resch 

Kooperation von Bistum und Landeskirche für Schule und Fortbildung

Kaiserslautern. Die Religionspädagogische Arbeitsstelle (RPA) in Maria Schutz in der Bismarckstraße Kaiserslautern hat zum Ende des Schuljahres ihre Türen geschlossen und beginnt die Zusammenarbeit mit dem evangelischen Religionspädagogischen Zentrum in der Innenstadt. Oberstudienrat im Kirchendienst Christoph Resch, Leiter der RPA, arbeitet für das Bistum Speyer nun mit der Evangelischen Landeskirche der Pfalz zusammen. In Kaiserslautern soll ein gemeinsames Projekt für die Religionspädagogik wachsen.

Die Zeichen stehen auf „ökumenisch“, so die beiden Verantwortlichen vor Ort, Gisela Scherer, auf evangelischer Seite und Christoph Resch katholischerseits. Viele Kundinnen und Kunden der kirchlichen Arbeitsstellen kennen und nutzen bereits beide Angebote, Bücher auszuleihen, sich für den Unterricht beraten zu lassen, Material für Kinder- oder Schulgottesdienste zu sichten. Regionale Fortbildungstermine des Bistums und der Landeskirche werden nun ab dem neuen Schuljahr 2016/17 im Heinz-Wilhelmy-Haus in Kaiserslautern stattfinden. Die beiden Lehrer Scherer und Resch erhoffen sich durch die Zusammenarbeit vor allem einen Gewinn für die Kunden, wozu langfristig vielleicht auch erweiterte Öffnungszeiten gehören könnten.

Die Schulabteilungen der Diözese Speyer und der Evangelischen Landeskirche der Pfalz starten damit einen Prozess ökumenischer Zusammenarbeit. Die Verantwortlichen haben Wunsch und Willen zu weiterer Kooperation auf dem Gebiet der Fortbildungen und auch in der Planung und Aufstellung der Unterstützungszentren von beiden Seiten geäußert und unterstrichen. Oberkirchenrat Dr. Michael Gärtner und Domdekan Dr. Christoph Kohl sehen als Verantwortliche darin einen wegweisenden Schritt.

Auch in Ludwigshafen stehen Veränderungen an: Das evangelische Religionspädagogische Zentrum verlässt im Herbst 2016 Ludwigshafen, wo unter Federführung der Diözese eine Religionspädagogische Arbeitsstelle (RPA) als ökumenisches Projekt öffnen wird.

RPAs gibt es dann an vier Standorten in Pfalz und Saarpfalz, evangelischerseits sieben Religionspädagogische Zentren im gleichen Gebiet. Kaiserslautern und Ludwigshafen sollen in Zukunft gemeinsam angegangen werden, „in einem detaillierten und kreativen Prozess unter Mitwirkung der Beteiligten, die ihre Arbeit selbst am besten kennen“, fassen Kirchenrat Thomas Niederberger und Schulrätin Dr. Irina Kreusch, als Projektleitende zusammen. Dies sei eine große Chance, da das Gebiet von Landeskirche und Bistum deckungsgleich sei, ein Alleinstellungsmerkmal im deutschlandweiten Vergleich.