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Montag, 25. Juli 2016

25. Privilegienfest mit Lichtermesse der Salier-Gesellschaft

Gottesdienst zu Ehren Kaisers Heinrich IV. – Am 6. August um 17 Uhr feierliche Lichtermesse in der Krypta des Speyerer Doms

Dom-Krypta 

Speyer. Zur Erinnerung an Kaiser Heinrichs IV. findet am Samstag, 6. August, um 17 Uhr eine Lichtermesse in der Krypta des Speyerer Doms statt. Zelebriert wird der Gedenkgottesdienst für den am 7. August 1106 in Lüttich verstorbenen Salierherrscher von Domkapitular Josef Damian Szuba. Initiator der Messe ist die Saliergesellschaft Speyer. Das Privilegienfest mit Lichtermesse wird in diesem Jahr zum 25. Mal gefeiert. Als offizielle Vertreterin der Stadt Speyer hat Bürgermeisterin Monika Kabs ihre Teilnahme zugesagt. Erwartet werden außerdem zahlreiche weitere Vertreterinnen und Vertreter des öffentlichen Lebens, ebenso Abordnungen von Geschichts- und Kulturvereinen, mit welchen die Salier-Gesellschaft in Verbindung steht. Die musikalische Begleitung des Gottesdienstes übernehmen der Kurpfälzische Singkreis, der Kammerchor der Städtischen Musikschule Frankenthal und ein Instrumentalensemble unter der Leitung von Michael Teichert.

Im Jahr 1111 verlieh Kaiser Heinrich V. den Bürgern der Stadt Speyer umfangreiche Privilegien. Anlass hierfür war die Beisetzung seines Vaters Heinrich IV. im Speyerer Dom am 7. August 1111. Nachdem Heinrich IV., der mit seinem Konflikt mit dem Papst und dem Gang nach Canossa in die Weltgeschichte einging, im Kirchenbann verstorben war, wurde sein Leichnam in der noch ungeweihten Afrakapelle des Doms aufbewahrt. Erst fünf Jahre nach seinem Tod gelang es seinem Sohn Heinrich V. zu erwirken, dass sein Vater neben seinen salischen Vorfahren im Mittelschiff des Doms beigesetzt werden konnte.

Das Begräbnis seines Vaters im Innern des Doms war für Heinrich V. der Anlass, den Speyerern eine Reihe von besonderen Rechten zu gewähren. Der Text dieser Vorrechte wurde über dem Hauptportal des Doms angebracht. Der Kaiser verknüpfte den Erhalt der Privilegien jedoch mit einem Gebot: Er forderte die Bewohner Speyers auf, am Todestag seines Vaters mit Kerzen in den Händen zu einem Gedenkgottesdienst in den Dom zu kommen, um für das Seelenheil Heinrichs IV. zu beten. Des Weiteren verfügte er, dass „von jedem Hause ein Brot den Armen zum Almosen“ gegeben werden solle.

Die Salier-Gesellschaft hat diese alte Tradition 1992 wieder aufleben lassen: Am ersten Samstag im August feiert sie das Privilegienfest mit einem Lichtergottesdienst in der Krypta des Domes. Dort wird der im Dom bestatteten Kaiser gedacht und deren Gräber mit Blumen geschmückt.

Das Gebot des Almosengebens erfüllt die Saliergesellschaft, indem sie nach dem Gottesdienst zu einem Empfang in der Vorhalle des Domes einlädt. Dabei werden alkoholfreie Getränke, Wein und Brezeln angeboten. Außerdem werden die so genannten „Pax-Christi-Brote“ angeboten, die jeder Besucher mit der Bitte um eine Spende mit nach Hause nehmen kann. Mit den Spendengeldern wird in diesem Jahr das Speyerer Frauenhaus unterstützt.

Zur Erinnerung an das 25. Privilegienfest plant die Salier-Gesellschaft die Herausgabe einer Sonderausgabe der Vereinszeitschrift „Salier-Kurier“. Darin werden die historischen Hintergründe beschrieben sowie die bisherigen Privilegienfeiern dokumentiert.

Text: is

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